Eleganz und Integrität
Audrey Hepburn gehört zweifellos zu den größten Stars, die Hollywood je hervorgebracht hat. Dabei verdankte die zierliche Filmdiva ihre weltweite Popularität nicht nur ihrem darstellerischen Talent. Sie war Zeit ihres Lebens auch ein Symbol für modische Eleganz und persönliche Integrität. Was sie - auf der Leinwand oder im Privatleben - trägt, ist en vogue. Ob es sich nun um das berühmte, ärmellose kleine Schwarze, die überlangen Handschuhe, Pillbox-Hüte oder raffinierte Kurzhaarfrisuren handelt. Daneben gibt es noch die andere Audrey Hepburn - jene, die sich mit großer Hingabe für die Belange der kommenden Generationen einsetzt, indem sie jahrelang als Sonderbotschafterin des Kinderhilfswerks der Vereinten Nationen (UNICEF) tätig ist. Noch heute engagiert sich der nach ihr benannte ’Audrey Hepburn Children's Fund’ für sozial benachteiligte Kinder.
Von Ballett bis zum Oscar
Geboren wird Audrey Hepburn als Andrey Kathleen Ruston am 4. Mai 1929 in der Nähe von Brüssel. Ihr Vater ist ein Banker, ihre Mutter eine holländische Baronin. Nach der Trennung ihrer Eltern geht sie mit ihrer Mutter nach London. Dort erhält sie eine klassische Ballettausbildung an der renommierten ‘Marie Rambert's Ballet School’, nimmt nebenbei Schauspielunterricht und wird schnell und regelmäßig als Fotomodell, Schauspielerin und Tänzerin unter Vertrag genommen. Die Schriftstellerin Colette, die Hepburn zur Titelrolle in dem Erfolgsmusical ‘Gigi’ verhalf, ebnet ihr den Weg nach ganz oben. 1953 spielt sie in der Komödie ‘Roman Holiday’ bereits an der Seite von Gregory Peck und gewinnt auf Anhieb einen Oscar als Beste Hauptdarstellerin. Nur ein Jahr später sind Humphrey Bogart und William Holden ihre Partner in Billy Wilders ‘Sabrina’ (1954).
Die Geschichte einer Karriere
Es folgen Leinwandklassiker wie ‘War and Peace’ (Krieg und Frieden, 1956), ‘The Nun’s Story’ (‘Geschichte einer Nonne’, 1959), ‘The Unforgiven’ (Denen man nicht vergibt, 1960), und dann bekommt Audrey Hepburn die Rolle ihres Lebens angeboten. In Blake Edwards brillanter Truman Capote-Verfilmung ‘Breakfast at Tiffany’s’ (Frühstück bei Tiffany, 1961) spielt sie das leicht exzentrische, ebenso liebenswerte wie selbstbewusste Model Holly Golightly, mit dem sie fortan identifiziert wird. Daran können auch Erfolge wie ‘Children´s Hour’ (Infam, 1961), ‘Charade’ (1963) oder ‘My Fair Lady’ (1964) wenig ändern. Mit ‘Wait Until Dark’ (Warte, bis es dunkel ist) beendet Audrey Hepburn 1967 ihre Filmkarriere und kehrt nur noch in Ausnahmefällen - etwa für ‘Robin and Marian’ (1976) - ins Studio zurück. Am 20. Januar 1993 erliegt sie in Tolochenaz bei Lausanne einem Krebsleiden.
Filmografie
| Ein Herz und eine Krone (1953) |
| Sabrina (1954) |
| Krieg und Frieden (1956) |
| Ein süßer Fratz (1957) |
| Ariane - Liebe am Nachmittag (1957) |
| Geschichte einer Nonne (1959) |
| Denen man nicht vergibt (1960) |
| Frühstück bei Tiffany (1961) |
| Infam (1961) |
| Charade (1963) |
| My Fair Lady (1964) |
| Wie klaut man eine Million? (1966) |
| Warte (bis es dunkel ist (1967) |
| Robin und Marian (1976) |
| Always (1989) |



