Internationale Entwicklungschancen in der Automobilzulieferer-Industrie
Die Bosch-Gruppe ist ein international führender Hersteller von Kraftfahrzeug- und Industrietechnik, Gebrauchsgütern sowie Gebäudetechnik und umfasst heute rund 270 Tochtergesellschaften in über 50 Ländern. Das Unternehmen ist stark international ausgerichtet. Die Zahl der Mitarbeiter stieg in 2004 um nahezu 11.000 auf rund 242.000 weltweit. Davon beschäftigt Bosch fast 132.000 Mitarbeiter außerhalb Deutschlands. Alle Geschäftsbereiche bei Bosch sind stark international geprägt und bieten daher viele Chancen für eine internationale Karriere.
Die meisten Mitarbeiter finden ihren Einstieg bei Bosch in ihrem Heimatland und werden dann im Rahmen ihrer beruflichen Entwicklung für einen längeren Zeitraum ins Ausland entsandt. Dies kann kurzfristig auf Abordnungsbasis (Projektarbeit) oder als langfristige Entsendung (3 Jahre mit Verlängerungsoption) geschehen. Wer Interesse hat sofort im Ausland einzusteigen, kann sich direkt bei den Auslandsgesellschaften bewerben, dann aber zu den lokalen Arbeitsbedingungen.
Eine Entsendung dient dem Know-how-Transfer. Das heißt, der Mitarbeiter muss bei Bosch ein bestimmtes Fachwissen erworben haben. Im Regelfall werden daher Mitarbeiter erst nach mehrjähriger Berufserfahrung von Bosch ins Ausland entsandt. Projektaufgaben können je nach Arbeitsaufgabe etwas früher erfolgen.
Auch der Continental-Konzern ist ein weltweit führender Zulieferer der Automobilindustrie. Continental zeichnet sich durch umfassendes Know-how in der Reifen- und Bremsentechnologie, der Fahrdynamikregelung, der Elektronik und der Sensorik aus. Ziel ist es, individuelle Mobilität sicherer und komfortabler zu machen. In mehr als 100 Produktionsstätten, Forschungszentren und Teststrecken in 27 Ländern sind mehr als 81.000 Mitarbeiter rund um den Globus für Continental im Einsatz. Nach einer Einarbeitungsphase im Heimatland sind Auslandsaufenthalte von sechs Monaten (Projekte) bis zu drei Jahren (Entsendung) möglich.
Die ZF Gruppe ist als Zulieferer mit 130 weltweiten Produktionsstandorten auf allen Kontinenten der Erde unterwegs. ZF arbeitet mit allen bedeutenden Automobilherstellern der Welt zusammen. Durch die gemeinsame Entwicklung der Produkte ist so eine breite und vielfältige Zusammenarbeit möglich, z.B. mit BMW in München, mit Toyota in Nagoya, mit Daimler in Batavia oder mit Volkswagen in Shanghai. Bereits Praktikanten versendet ZF gerne ins Ausland und zwar ab einer Praktikumsdauer von acht Wochen. Feste Mitarbeitern werden auf Projektbasis entsandt, mindestens für ein Jahr, meistens jedoch für drei Jahre. Darüber hinaus gibt es bei ZF langfristige Entsendungen. Berufseinsteiger werden nicht entsendet.
Das erwarten die Konzerne von Bewerbern
Teamfähigkeit, die Bereitschaft zur Zusammenarbeit als auch die Verfolgung der Unternehmensziele über Funktions- und Geschäftsbereichsgrenzen hinweg sind für Bosch, ZF und Continental selbstverständlich. Weiterhin erwarten die Unternehmen einen überdurchschnittlichen nationalen oder internationalen Studienabschluss oder gar eine Promotion und:
- Mobilität
- Flexibilität
- Pioniergeist
- unternehmerisches Denken
- selbstständiges Arbeiten
- Toleranz
- Aufgeschlossenheit
Der Wunschbewerber der ZF ist außerdem kosmopolitisch, sprachgewandt und anpassungsfähig. Ein bis zwei Jahre Auslandserfahrung sollte der optimale Bewerber mitbringen und dabei möglichst unterschiedliche Länder besucht haben. Eines davon sollte außerhalb Europas liegen. Da Deutsch und Englisch Unternehmenssprache sind, müssen diese Sprachen in jedem Falle beherrscht werden. Dazu sollte der Bewerber dann noch die jeweilige Landessprache und gegebenenfalls lokale Dialekte sprechen. ZF erwartet von den interessierten Bewerbern, dass sie sich unermüdlich mit verschiedenen Kulturen auseinandersetzen, dabei aber niemals die eigene Kultur und deren Stärken vergessen.
Mindestens eine Fremdsprache setzt auch Bosch voraus. Bewerber mit erster Auslandserfahrung von mindestens sechs Monaten werden bevorzugt. Bei Continental hingegen kommt es nicht auf die Anzahl der Auslandsaufenthalte an. Vielmehr zählt das Gesamtprofil der Bewerber. Projekterfahrungen sollte der Bewerber allerdings mitbringen. Besonderen Wert legt Continental bei Bewerbern für internationale Positionen auf Offenheit und Flexibilität auch für weniger bequeme Länder.
So unterstützen die Konzerne ihre Mitarbeiter im Ausland
Bosch unterstützt den Entsendeten durch Vorbereitungsseminare zu interkulturellen Themen und Sprache, bezahlt und organisiert den Umzug und bietet Unterstützung in organisatorischen Fragen, beispielsweise bei der Visa-Organisation und beim Steuerberater. Im Ausland gibt es zusätzlich Hilfe bei der Wohnungssuche und der weiteren Integration. Das Gehalt des Mitarbeiters wird jährlich überprüft und dem Vergleicheinkommen im Inland angepasst.
Ein Familienumzug wird im Regelfall nur bei mehrjährigen Entsendungen unterstützt. Bei Abordnungen von maximal sechs Monaten werden aber regelmäßige Heimfahrten angeboten. In diesem Fall wird der Mitarbeiter von der Heimatabteilung weiterbezahlt und bekommt Zulagen für die Mehrkosten im Ausland sowie eine Unterkunft gestellt. Wird ein Mitarbeiter direkt im Ausland eingestellt, erhält er die lokalen Arbeitsbedingungen (z.B. Arbeitszeit, Gehalt, Urlaub).
Wenn der Continental -Mitarbeiter auf Basis einer Langfristentsendung ins Ausland geht, werden auch die Familienmitglieder vertraglich einbezogen. Der Arbeitgeber stellt ein interkulturelles Training, sowie Sprachkurse für den Partner zur Verfügung, zusätzliche Leistungen sind in der weltweit gültigen Internationalen Entsenderichtlinie geregelt.
ZF unterstützt die Begleitung der Familie bei einer Entsendung ab einem Jahr durch finanzielle Zuwendungen und interkulturelle Trainings. Eine Verschlechterung des Lebensstandards braucht der Entsendete nicht zu befürchten.
...und diese Fachrichtungen werden gesucht
Bei Continental werden Naturwissenschaftler, Wirtschaftswissenschaftler, Wirtschaftsingenieure aber auch Informatiker weltweit in allen Bereichen gesucht.
Bosch bietet in allen Funktionsbereichen des Unternehmens die Möglichkeit sich im internationalen Kontext zu bewegen. Von der Fertigung oder Entwicklung über den technischen Vertrieb oder Einkauf bis hin zu den kaufmännischen Funktionen, wie z.B. Controlling oder Logistik.
Da ZF ein technisches Unternehmen ist werden Ingenieure immer und überall im Konzern gebraucht. Aber auch Wirtschaftsingenieure und internationale Betriebswirte sind unerlässlich für das weltweite Business der ZF Gruppe. Vor allem in Asien (China) und Brasilien werden zurzeit Mitarbeiter gesucht.
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