Exportschlager Pkw
Bestmarken werden offenbar auch im Außenhandel erreicht. „Der Export ist inzwischen unser Paradestück geworden“, so VDA-Präsident Bernd Gottschalk. Im ersten Halbjahr wurden mit gut 2 Millionen Pkw 4 Prozent mehr exportiert, als im gleichen Zeitraum des vergangenen Jahres. „Wir gehen davon aus, dass wir mit über 3,8 Millionen Pkw im Gesamtjahr 2006 erneut einen historischen Exportrekord erzielen werden“, blickt Gottschalk zuversichtlich in die Zukunft. Die Pkw-Produktion ist im ersten Halbjahr um 2 Prozent auf nahezu 2,8 Millionen Einheiten gestiegen. Für 2006 rechnet der Verband mit der Rekordzahl von rund 5,4 Millionen.
Die Brummis mit Rekordzahlen
Auch das Nutzfahrzeuggeschäft brummt. Im ersten Halbjahr kletterten die Neuzulassungen von Lkw über 6 Tonnen um satte 18 Prozent, der Transporterabsatz um 14 Prozent. Die Produktion von Lkw bis 6 Tonnen legte um 7 Prozent zu. Die Herstellung von schweren Lkw erreichte nur aufgrund der voll ausgereizten Kapazitäten nicht ganz das hohe Vorjahresniveau (minus 3 Prozent).
Geringere Kaufkraft bremst Tempo
Ganz ungetrübt ist die Freude in der Automobilbranche allerdings nicht. Zwar fahre die deutsche Pkw-Konjunktur mit hohem Tempo, doch immer noch nicht mit voller Kraft voraus. „Die Dimension des Kaufkraftverlustes durch Steuern, Abgaben oder Ölpreisexplosion führt bei den Automobilkunden immer stärker zu einem Vorsichtsverhalten, das zum Konjunkturblocker wieder Willen werden kann“, betont Gottschalk. Die Mehrwertsteuererhöhung werde allein an der Zapfsäule den Autofahrer rund 2 Millionen Euro Kaufkraft kosten - Autokauf, Reparatur und Wartung sowie Versicherungssteuer eingerechnet sogar bis zu 4,8 Milliarden Euro. Die Änderung der Entfernungspauschale schlage, so Gottschalk, mit weiteren 2,5 Milliarden Euro zu Buche. Vor diesem Hintergrund seien die erreichten Zuwächse als „beachtlicher Stabilitätserfolg“ zu werten, so Gottschalk.



