Autorennen - schneller, länger, härter!
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Autorennen - schneller, länger, härter!

Bild: Foto: Christoph Rieder, CC0, via Wikimedia Commons

Das erste offizielle Autorennen der Welt fand 1894 in Frankreich - zwischen Paris und Rouen - statt. Die meisten dieser ersten "Rennwagen" sahen noch aus wie kutschenähnliche Gefährte.

Das erste Autorennen der Welt

Das erste offizielle Autorennen der Welt fand 1894 in Frankreich - zwischen Paris und Rouen - statt. Die meisten dieser ersten "Rennwagen" sahen noch aus wie kutschenähnliche Gefährte.

21 "Automobile" gingen in Paris an den Start. Die vier Erstplatzierten waren mit den damals neu entwickelten "Daimler"-Motoren ausgerüstet und hatten ganze 3,5 PS (Pferdestärken). Sie kamen auf dem 126 Kilometer langen Kurs auf eine Durchschnittsgeschwindigkeit von immerhin 20,5 Kilometer pro Stunde. Zum Vergleich: Heutige Radrennfahrer legen diese Strecke in weniger als einer halben Stunde zurück.

Das längste Autorennen der Welt

Das längste Autorennen der Welt fand vor bald 100 Jahren statt. Am 10. Juni 1907 starteten fünf Automobile von Peking aus. Ihr Ziel: Paris. Zwei Franzosen, zwei Italiener und ein Holländer machten sich auf den beschwerlichen Weg durch die Wüste Gobi, die Mongolei, durch Sibirien und quer durch Europa.

Das Unternehmen glich mehr einem Abenteuer als einem Rennen. Ohne Kompass wären die Teilnehmer verloren gewesen. Ohne gegenseitige und fremde Hilfe ebenso. Denn oft steckten die Wagen in Schlammlöchern fest und fuhren über Straßen, die gar keine waren. Der Italiener Scipio Fürst Borghese kam schließlich als Erster in Paris ins Ziel. Mit seinem 50-PS-Itala benötigte er für die 13.000 Kilometer lange Strecke ganze 60 Tage - pro Tag schaffte er also rund 220 Kilometer.

Das härteste Autorennen der Welt

Das härteste Autorennen der Welt wird jedes Jahr in der Nähe von Paris ausgetragen. Das Rennen von "Le Mans" ist eines für Spitzenleistungen: 5.120 Kilometer Rundkurs in 24 Stunden - und das ohne Pause! Für die Fahrer und ihre Rennwagen sind die Belastungen enorm. Unfälle und geplatzte Reifen sind an der Tagesordnung.

Für die mehr als 150.000 Zuschauer an der Strecke ist Le Mans so spannend wie ein Krimi. Kein Wunder also, dass der seit 1923 ausgetragene Langstrecken-Klassiker 1970 verfilmt wurde. Steve McQueen spielte in "Le Mans" einen amerikanischen Piloten, der nach seiner langen Verletzung erstmals wieder ins Cockpit eines Rennwagens steigt - und nach hartem Kampf gewinnt.

Die schnellsten Rennwagen der Welt

Die schnellsten Rennwagen der Welt sind die Formel-1-Rennwagen. Mit bis zu 350 Kilometern in der Stunde sausen sie über die Pisten - und das ohne Dach. Geschützt wird der Formel-1-Pilot durch seinen Helm, den Überrollbügel und die Fahrerzelle. Das Cockpit ist so eng, dass die Rennfahrer zum Ein- und Aussteigen das Lenkrad abnehmen müssen.

Die Karosserie besteht aus besonders leichten Werkstoffen wie Fieberglas und Aluminium. Auf knapp über 500 Kilogramm bringen es die Rennwagen. Zum Vergleich: Ein VW-Golf wiegt weit über 1000 Kilogramm.

Die schnellen Gefährte sind so tief gelegt, dass sie beinahe den Boden berühren. Der hintere Spoiler drückt die frei stehenden Antriebsräder fest auf die Fahrbahn. Die riesigen Breitreifen sorgen für bessere Haftung und sind auf die hohen Geschwindigkeiten der bis zu 800 PS starken Flitzer optimal ausgelegt. Ein Formel-1-Motor darf übrigens nur 3000 Kubikzentimeter Hubraum haben und nicht mehr als 12 Zylinder.

Die Weltmeisterschaften in der Formel 1 werden in 17 Grand-Prix-Rennen ausgetragen - und das weltweit. In Deutschland treffen die besten Fahrer in Hockenheim und auf dem Nürburgring aufeinander.
Die so genannte "Pole Position" steht für den besten Startplatz in der ersten Reihe. Den bekommt derjenige Formel-1-Pilot, der beim Training - dem so genannten "Qualifiing" - die schnellsten Zeiten gefahren ist.

Mehr Infos zu großen und kleinen Rennfahrern gibt es hier.

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