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Avatar 2: Rückkehr nach Pandora
Bildquelle nicht angegeben
Leben & Lifestyle

Avatar 2: Rückkehr nach Pandora

Pandora, eine tropische Welt voller Wunder, mystischer Kreaturen und indigener Kultur. Im ersten Teil der Avatar-Saga wurde die Lebenswelt auf diesem extrasolaren Mond von Menschen bedroht, die dessen Rohstoffe ausbeuten wollten. In der Fortsetzung „Avatar: The Way of Water“ kehrt diese alte Gefahr nun zurück,…
Veröffentlicht
14. Dezember 2022
Lesezeit
3 Minuten
Rubrik
Leben & Lifestyle
Symbolbild Avatar: Way of the Water

Pandora, eine tropische Welt voller Wunder, mystischer Kreaturen und indigener Kultur. Im ersten Teil der Avatar-Saga wurde die Lebenswelt auf diesem extrasolaren Mond von Menschen bedroht, die dessen Rohstoffe ausbeuten wollten. In der Fortsetzung „Avatar: The Way of Water“ kehrt diese alte Gefahr nun zurück, ebenso wie Star-Regisseur James Cameron, der das mystische Pandora erneut in Szene setzt. Was hat er in petto, um den Film zu einem ähnlichen Welthit zu machen wie einst den ersten Teil?

3D neu erfunden?

Ein großer Faktor des Avatar-Hypes im Jahr 2009 bestand darin, dass der Film nicht nur faszinierende Bilder und Szenen zeigte, sondern diese auch in 3D zu sehen waren. Heute ist dies nichts Ungewöhnliches mehr, damals war es in dieser Form aber eine Weltsensation. Moviepilot-Autor Hendrik Busch erinnert sich: „Ich war in zwei Avatar-Vorstellungen und die Zuschauer wirkten danach auf eine dumpfe, entrückte Art glücklich. Den Film hatten sie später vielleicht vergessen, das Avatar-Gefühl aber nicht.“ Dieses „Avatar-Gefühl“ brachte den Produzenten fast drei Milliarden US-Dollar ein und machte den Film zum erfolgreichsten aller Zeiten.

Auch im neuen Teil soll 3D weiterhin eine wichtige Rolle spielen. Schon während der Produktion wurde Avatar 2 auf ein bestmögliches 3D-Erlebnis im Kinosaal hin ausgerichtet. Das hebt ihn von vielen anderen modernen Blockbustern ab, die ihr Material in 2D filmen und lediglich im Nachgang in 3D konvertieren. Ursprünglich hatte Regisseur James Cameron sogar noch größere Pläne, was das 3D-Erlebnis in seinem neuen Film angeht. Im Laufe der Produktion hatte er angekündigt, eine Technik erfinden zu wollen, mit der sich 3D-Filme auch ohne Brille schauen lassen. Doch Stand jetzt ist aus dieser Idee erst einmal nichts geworden und wer den Film in deutschen Kinos sehen möchte, benötigt dafür eine 3D-Brille.

Actionszene in Avatar: Way of the Water

Neue Aufnahme- und Motion-Capture-Technologien

Avatar 2 soll sich außerdem mit seiner hohen Bildrate von anderen Blockbustern abgrenzen. Während Kinofilme normalerweise mit 24 Bildern pro Sekunde laufen, sind es beim neuen Avatar 48 Bilder. Die Aufnahmen sollen dadurch noch flüssiger und schärfer wirken. Bei früheren Produktionen mit hoher Bildrate hatten Zuschauer kritisiert, dass der typische „Kinolook“ fehle. Um das zu kompensieren, setzt Cameron bei Avatar 2 eine neue Technik namens „TrueCut Motion“ ein.

Die aufwändige Technik, die für ein Science-Fiction-Drama wie Avatar nötig ist, kostet eine Menge Geld. Schätzungen zufolge war die Fortsetzung 350 bis 400 Millionen US-Dollar teuer – Marketing wahrscheinlich ausgenommen. Das würde „Avatar: The Way of Water“ zu einer der teuersten Produktionen überhaupt machen. Diese gewaltige Summe hat Cameron nicht nur in bereits vorhandene modernste Technik investiert, sondern diese sogar teilweise einfach selbst „erfunden“. Das war nötig, da die Fortsetzung gemäß Trailer in einem Küstengebiet von Pandora spielt und Unterwasseraufnahmen dafür essenziell sind.

Doch dafür reichte es nicht, einfach die Schauspieler unter Wasser zu filmen. Damit sie in der Nachbearbeitung des Films zu den ikonischen blauhäutigen „Na’vi“ werden konnten, mussten sie bei den Aufnahmen spezielle Anzüge mit kleinen Markierungskügelchen tragen, die ihre Bewegungen einfangen. Später wird dies mittels Computerdesign in die Bewegungen der Pandora-Bewohner übertragen. Das Problem: Unter Wasser funktionierte dieses Motion Capture genannte Verfahren bislang nicht. Doch Cameron und sein Team arbeiteten eineinhalb Jahre lang an einer Lösung, bis sie schließlich eine fanden.

Unterwasserszene aus dem Film Avatar: Way of the Water

Erst der Anfang

Doch Avatar 2 ist noch lange nicht das Ende der Saga um Pandora und seine Bewohner. Cameron hat Großes vor: Er plant eine monumentale Saga mit insgesamt fünf Teilen, die bis Dezember 2028 erscheinen sollen. Er filmt und schreibt die Teile seit Jahren parallel. In einem Interview mit dem Independent sagte er vor Kurzem: „Wir sind zu 100 Prozent mit ‚Avatar 2‘ durch und wir haben ungefähr 95 Prozent von ‚Avatar 3‘ fertig.“ Ob sich das fünfteilige Epos so wie geplant umsetzen lässt, hängt allerdings stark davon ab, wie gut Teil zwei jetzt bei den Zuschauern ankommt. Filmkritiker, die das Werk bereits vorab sehen durften, fanden zumindest durchweg lobende Worte.

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