Banknoten - 350 Jahre Zahlungsmittel
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Banknoten - 350 Jahre Zahlungsmittel

Bild: Foto: Balou46, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Silber ist 1661 in Stockholm äußerst knapp. Die Schweden haben es dadurch schwer. Denn Silber ist zu jener Zeit beim Geldverkehr von entscheidender Bedeutung. Statt Silber gibt der schwedische Staat Kupferplatten als Münzen aus. Doch Kupfer ist weniger wert als Silber – ein großes Manko in einer Zeit, in der der Realwert der Münzen von Bedeutung ist. Zehn Reichstaler wiegen als Kupferstücke rund 20 Kilogramm! Johann Palmstruch, der fünf Jahre zuvor die Stockholms Banco gegründet hat, macht den Schweden ein Angebot: Der Bankier tauscht die Kupferplatten gegen Papierscheine ein. Auf diesen ist ein fester Wert gedruckt. Das gab es bisher nur bei personenbezogenen Wechseln oder Kreditscheinen. Doch Palmstruchs Papiergeld soll frei zirkulieren.

Die Geburt des Papiergeldes

Silber ist 1661 in Stockholm äußerst knapp. Die Schweden haben es dadurch schwer. Denn Silber ist zu jener Zeit beim Geldverkehr von entscheidender Bedeutung. Statt Silber gibt der schwedische Staat Kupferplatten als Münzen aus. Doch Kupfer ist weniger wert als Silber – ein großes Manko in einer Zeit, in der der Realwert der Münzen von Bedeutung ist. Zehn Reichstaler wiegen als Kupferstücke rund 20 Kilogramm! Johann Palmstruch, der fünf Jahre zuvor die Stockholms Banco gegründet hat, macht den Schweden ein Angebot: Der Bankier tauscht die Kupferplatten gegen Papierscheine ein. Auf diesen ist ein fester Wert gedruckt. Das gab es bisher nur bei personenbezogenen Wechseln oder Kreditscheinen. Doch Palmstruchs Papiergeld soll frei zirkulieren.

Die Bruchlandung

Im Prinzip ist Palmstruchs Idee hervorragend. Doch der Bankier lässt bald mehr Geld drucken, als die Bank an Gegenwert besitzt. Als das bekannt wird, wollen die Kunden ihr Kupfer zurück. Der Bank bleibt nichts anderes übrig, als Konkurs anzumelden. Palmstruch landet im Gefängnis, wird aber später begnadigt. Der schwedische Staat übernimmt seine Bank und gründet 1668 die erste Staatsbank Europas: die Sveriges Rikes Ständers Bank. Auch sie druckt Banknoten, doch garantiert ihren Kunden, dass sie für den Wert der Scheine den realen Gegenwert vorhält.

Der Papiergeldhandel setzt sich durch

Zunächst misstrauen viele Menschen der neuen Zahlungsart. Kein Wunder, denn Papier hat anders als die Metallmünzen keinen echten Materialwert. Anfang des 18. Jahrhunderts erfindet dann der Schotte John Law ein Tauschsystem, das das Vertrauen der Menschen in Papiergeld stärkt: Er gibt Papierzettel mit einer Garantie heraus. Sie stellt sicher, dass der auf dem Papierschein genannte Wert jederzeit gegen Münzen oder Edelmetall eingetauscht werden kann. Später wird dieses Prinzip dann auf echte Geldscheine übertragen. In Deutschland garantiert heute die Bundesbank, das heißt der Staat, den Wert der ausgegebenen Geldscheine.

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