
Heute ist das Forschungszentrum Karlsruhe, Mitglied der Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren, mit 3800 Mitarbeitern und einem Jahresetat von rund 400 Millionen Euro eine der größten unabhängigen Forschungseinrichtungen in Europa. Mitarbeiter des Forschungszentrums, verteilt auf 22 wissenschaftliche Institute und verschiedene Infrastrukturabteilungen, arbeiten derzeit in fünf Forschungsbereichen, die aber künftig auf 3 große Aufgaben konzentriert werden sollen: auf Energieforschung, auf die Schlüsseltechnologien Nanotechnologie und Mikrosystemtechnik sowie – grundlagenorientiert – Struktur der Materie. Kennzeichen der Arbeiten des Forschungszentrums ist ein hohes Maß an Interdisziplinarität, eine langfristige Zielsetzung und die Dimension der Projekte.

Aus den im Forschungszentrum Karlsruhe entwickelten Technologien gingen immer wieder neue Forschungsfelder hervor, die ab Mitte der 80er Jahre verstärkt wurden. Der Wandel vom Kernforschungszentrum zur multidisziplinären Forschungseinrichtung wurde – nach dem Ausstieg Deutschlands aus dem Konzept des geschlossenen Brennstoffkreislaufs – bis Mitte der 90er Jahre abgeschlossen. Als thematische Schwerpunkte bildeten sich neben Energie- und Umweltforschung vor allem Schlüsseltechnologien wie Nanotechnologie und Mikrosystemtechnik heraus.
Heute steht das Forschungszentrum vor einer Fülle großer und faszinierender Herausforderungen, die das Arbeitsprogramm der kommenden Jahre prägen werden:


Im Rahmen der in den letzten drei Jahren durchgeführten Begutachtung der Helmholtz-Gemeinschaft durch hochrangig besetzte internationale Gutachterkommissionen haben alle großen Programme des Forschungszentrums lückenlos mit hervorragenden Noten abgeschlossen. Der thematische Wandel über die Jahrzehnte ist gelungen.
Im Jubiläumsjahr 2006 sind Ausstellungen mit Kunst und Wissenschaft, Vortragsveranstaltungen zu spannenden wissenschaftlichen Themen und vieles andere geplant. Schon seit dem 1. März läuft das Internet-Gewinnspiel FZKWISS (www.fzkwiss.de), eine Herausforderung im Themenfeld Naturwissenschaft und Technik. Am 19. Juli wird der Geburtstag mit einem Festakt gefeiert, zu dem hochrangige Gäste aus Politik und Wissenschaft erwartet werden. Ein weiterer Höhepunkt des Festjahres wird ein „Tag der offenen Tür“ am 23. September 2006 sein. Die Besucherzahlen der letzten Tage der offenen Tür, an denen bis zu 40 000 Gäste den Forschungscampus besuchten, sollen im Jubiläumsjahr übertroffen werden. Auch zu anderen Tagen sind Besuchergruppen auf dem Forschungsgelände gegen vorherige Anmeldung herzlich willkommen. Jährlich rund 300 Gruppen mit beinahe 7000 Besuchern nutzen das Angebot, neben Informationen über das Forschungszentrum auch Einblicke in aktuelle Forschungsthemen und eindrucksvolle Versuchsanlagen zu erhalten. Einzelbesucher können sich nach Absprache diesen Gruppen anschließen.




