Beginn des Ersten Weltkriegs
Österreich-Ungarn erklärt Serbien den Krieg
“Da die Königliche Serbische Regierung die Note, welche ihr vom österreichisch-ungarischen Gesandten in Belgrad am 23. Juli 1914 übergeben worden war, nicht in befriedigender Weise beanwortet hat, sieht sich die k.u. k. Regierung [Österreich-Ungarns] in die Notwendigkeit versetzt, selbst für die Wahrung ihrer Rechte und Interessen Sorge zu tragen und zu diesem Ende an die Gewalt der Waffen zu appellieren. Österreich-Ungarn betrachtet sich daher von diesem Augenblicke an als im Kriegszustande mit Serbien befindlich.
Der österreichisch-ungarische Minister des Äußern Leopold Graf Berthold am 28.7.1914
Beginn des Zweiten Weltkriegs
Hitler rechtfertigt den Überfall auf Polen
“Abgeordnete, Männer des Deutschen Reichstags. Seit Monaten leiden wir alle unter der Qual eines Problems, das uns einst das Versailler Diktat beschert hat und das nunmehr in seiner Ausartung und Entartung unerträglich geworden ist. Danzig war und ist eine deutsche Stadt. Der Korridor war und ist deutsch. [...] Ich habe mich daher nun entschlossen, mit Polen in der gleichen Sprache zu reden, die Polen seit Monaten gegen uns anwendet. [...] Polen hat nun heute nacht zum erstenmal auf unserem eigenen Territorium auch durch reguläre Soldaten geschossen. Seit 5:45 Uhr wird jetzt zurückgeschossen. Und von jetzt ab wird Bombe mit Bombe vergolten. Wer mit Gift kämpft, wird mit Giftgas bekämpft...“
Adolf Hitler am 1.9.1939 vor dem Reichstag
Die USA erklären Japan den Krieg
F. D. Roosevelt nach dem japanischen Angriff auf Pearl Harbor
“Gestern, am 7. Dezember 1941 einem Tag der in Schande weiterleben wird wurden die Vereinigten Staaten von Amerika plötzlich und mutwillig von den See- und Luftstreitkräften des Kaiserreichs Japan angegriffen. [...]
Ganz gleich wie lange es dauern mag, bis wir diesen planvollen Angriff zurückgewiesen haben mögen, das amerikanische Volk wird in seiner rechtschaffenen Stärke den vollständigen Sieg erringen.[...] Mit Vertrauen in unsere Streitkräfte mit der grenzenlosen Entschlossenheit unseres Volkes werden wir den unausweichlichen Triumph erreichen so wahr uns Gott helfe.
Ich bitte den Kongress zu erklären, dass seit dem durch nichts provozierten und niederträchtigen Angriff durch Japan am Sonntag, den 7. Dezember, der Kriegszustand zwischen den Vereinigten Staaten und dem Japanischen Kaiserreich besteht.“
F.D, Roosevelt am 8.12.1941 vor dem amerikanischen Kongress
Beginn des Kalten Krieges
Winston Churchill und der “Eiserne Vorhang“
“Ein Schatten ist auf die Erde gefallen, die erst vor kurzem durch den Sieg der Alliierten hell erleuchtet worden ist. Niemand weiß, was Sowjetrussland und die kommunistische internationale Organisation in der nächsten Zukunft zu tun gedenken oder was für Grenzen ihren expansionistischen und Bekehrungstendenzen gesetzt sind, wenn ihnen überhaupt Grenzen gesetzt sind. [...]Von Stettin an der Ostsee bis hinunter nach Triest an der Adria ist ein "Eiserner Vorhang" über den Kontinent gezogen. [...] Die kommunistischen Parteien, die in allen diesen östlichen Staaten Europas bisher sehr klein waren, sind überall großgezogen worden, sie sind zu unverhältnismäßig hoher Macht gelangt und suchen jetzt überall die totalitäre Kontrolle an sich zu reißen. [...] Welches auch die Schlussfolgerungen sind, die aus diesen Tatsachen gezogen werden können, eines steht fest, das ist sicher nicht das befreite Europa, für dessen Aufbau wir gekämpft haben. Es ist nicht ein Europa, das die unerlässlichen Elemente eines dauernden Friedens enthält.
Ich glaube nicht, dass Sowjetrussland den Krieg will. Was es will, das sind die Früchte des Krieges und die unbeschränkte Ausdehnung seiner Macht und die Verbreitung seiner Doktrin. Was wir aber heute, solange noch Zeit vorhanden ist in Erwägung ziehen müssen, das sind die Mittel zur dauernden Verhütung des Krieges und zur Schaffung von Freiheit und Demokratie in allen Ländern...“
Winston Churchill am 5.3.1946 bei einer Rede im Westminster College in Fulton, Missouri
2. Golfkrieg
George Bush sen. zum Beginn der Operation “Desert Storm“
“Vor gerade zwei Stunden haben allliierte Luftstreitkräfte mit einem Angriff auf militärische Ziele im Irak und Kuwait begonnen. Diese Angriffe dauern an, während ich spreche. Bodentruppen sind nicht beteiligt. [...]
Vor fünf Monaten hat Saddam Hussein diesen grausamen Krieg begonnen. Heute nacht haben wir uns an der Schlacht beteiligt. Diese Militäraktion, die in Übereinstimmung mit den Resolutionen der Vereinten Nationen und mit Zustimmung des Kongresse der Vereinigten Staaten unternommen wurde, folgt auf Monate fortgesetzter und praktisch endloser diplomatischer Aktivitäten von seiten der Vereinten Nationen, der Vereinigten Staaten und vieler, vieler anderen Länder.[...]
Unsere Ziele sind klar: Saddam Hussseins Streitkräfte werden Kuwait verlassen, die legitime Regierung Kuwaits wird wieder in ihre rechtmäßige Stellung eingesetzt, und Kuwait wird wieder frei sein. Der Irak wird am Ende den Bedingungen aller relevanten Resolutionen der Vereinten Nationen entsprechen, und dann, wenn der Friede wiederhergestellt ist, ist es unsere Hoffnung, dass der Irak als friedliches und kooperatives Mitglied der Völkerfamilie leben und so Sicherheit und Stabilität am Golf erhöhen wird. [...]
George Bush sen. in einer Rede an die Nation am 17.1.1991
3. Golfkrieg
George W. Bush zum Angriff auf den Irak
“Liebe Landsleute, zu dieser Stunde befinden sich amerikanische und verbündete Streitkräfte in der Anfangsphase der militärischen Operationen zur Entwaffnung des Irak, um seine Bevölkerung zu befreien und die Welt vor einer ernsten Gefahr zu schützen. Auf meinen Befehl hin haben die Streitkräfte der Koalition begonnen, ausgewählte Ziele von militärischem Wert anzugreifen, um Saddam Husseins Fähigkeit zu unterminieren, Krieg zu führen. Dies sind die ersten Stufen eines breit angelegten und koordinierten Feldzugs. [...]
Allen Männern und Frauen der US-Streitkräfte im Nahen Osten sage ich, der Frieden einer besorgten Welt und die Hoffnungen eines unterdrückten Volkes hängen jetzt von Ihnen ab. Dieses Vertrauen ist wohl begründet. Die Feinde, die Ihnen gegenüberstehen, werden Ihre Fähigkeit und Tapferkeit kennen lernen. Die Menschen, die Sie befreien werden, werden Zeugen des ehrenhaften und ehrenwerten Geistes des US-Militärs werden.
In diesem Konflikt steht Amerika einem Feind gegenüber, der Konventionen des Krieges oder moralische Regeln missachtet. Saddam Hussein hat irakische Truppen und Ausrüstung in zivile Gebiete gebracht, um unschuldige Männer, Frauen und Kinder als Schutzschild für sein Militär zu benutzen, eine letzte Grausamkeit an seinem Volk.
Die Amerikaner und die ganze Welt sollen wissen, dass die verbündeten Streitkräfte alles tun werden, um unschuldige Zivilisten zu verschonen. [...]
Nun, da der Konflikt da ist, ist der einzige Weg, seine Dauer zu begrenzen, entschlossen zuzuschlagen. Und ich versichere Ihnen, dies wird kein halbherziger Feldzug, und wir werden als Ergebnis nur den Sieg akzeptieren. Meine Mitbürger, die Gefahren für unser Land und die Welt
Meine Mitbürger, die Gefahren für unser Land und die Welt werden überwunden. Wir werden diese gefährlichen Zeiten hinter uns lassen und mit der Arbeit des Friedens fortfahren. Wir werden den Frieden verteidigen. Wir werden anderen den Frieden bringen. Und wir werden siegen. Möge Gott unser Land schützen und alle, die es verteidigen.“
George W. Bush in einer Rede an die Nation am 20.3.2003



