Besser Vorsorgen für das Alter
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Besser Vorsorgen für das Alter

Bild: Foto: Christoph Rieder, CC0, via Wikimedia Commons

Welche Möglichkeiten der Altersvorsorge gibt es?

Welche Möglichkeiten der Altersvorsorge gibt es?

Neben der gesetzlichen Rente bietet sich für viele Arbeitnehmer eine betriebliche Altersvorsorge durch Direktversicherung an. Zu empfehlen ist darüber hinaus die geförderte freiwillige Form der Altersvorsorge: die „Riester-Rente". Für Selbstständige, Freiberufler und freiwillig Versicherte heißt das Pendant „Rürup-Rente“.

Teil der Altersvorsorge kann aber auch die eigene Immobilie sein. Und wer mehr Geld auf der hohen Kante hat und risikofreudig ist, kann in Wertpapiere investieren. Aktien können nach einigen Jahren eine große Rendite einbringen. Voraussetzung: der Aktienkurs stimmt – oder die Streuung der Wertpapiere.

Was sind die Vorzüge einer betrieblichen Altersvorsorge?

Die betriebliche Altersvorsorge ist ein wichtiges Standbein bei der Altersvorsorge. Seit 2002 hat jeder Arbeitnehmer sogar einen Rechtsanspruch auf betriebliche Altersvorsorge bzw. Betriebsrente. Während man bei der privaten Altersvorsorge die Beiträge für Lebensversicherungen, Privatrenten oder weiteren Geldanlagen aus dem versteuerten und mit Sozialabgaben belasteten Netto-Einkommen zahlt, können bei einer Direktversicherung ein Teil des Gehalts oder Sonderzahlungen wie Urlaubs- oder Weihnachtsgeld – direkt vom Arbeitgeber in einer privaten Altersvorsorge angelegt werden. Bei der so genannten Bruttoentgeltumwandlung muss der Arbeitnehmer für den Vorsorgebetrag keine Steuern zahlen. Dieser Vorteil gilt für eine Summe bis zu 4 Prozent der Beitragsbemessungsgrenze (2008: jährlich 2.544 Euro).

Was ist eine Riester-Rente?

Als staatlich geförderte Riester-Rente gelten private Anlageformen, die folgende Kriterien erfüllen:

  • Die Geldanlage läuft bis zur Vollendung des 60. Lebensjahres oder bis zum Beginn der gesetzlichen Rente.
  • Die Anlageformen müssen eine lebenslange Rente zusichern (keine Auszahlung auf einen Schlag).
  • Gewährleistet sein muss eine Kapitalgarantie für die eingezahlten Beiträge und die staatlichen Zulagen zu Rentenbeginn.
  • Der vorgeschriebene, durch Zulagen geförderte Sparbetrag lieg bei 4% der Beitragsbemessungsgrenze (2008: jährlich 2.544 Euro).
  • Seit 1. Januar 2005 hat der Anleger die Möglichkeit, zu Beginn der Auszahlungsphase 30% des angesparten Kapitals zu erhalten.

Die staatliche Förderung gibt es zum einen für private Riester-Produkte, zu denen Rentenversicherungen, Bank- und Fondsparpläne gehören, und zum anderen für betriebliche Anlageformen wie Direktversicherungen, Pensionsfonds und Pensionskassen.

Der Abschluss eines Riester-Vertrages lohnt sich grundsätzlich für jeden - vor allem aber für die Bezieher von niedrigen bis durchschnittlichen Einkommen und junge Familien mit Kindern. Neben der Grundzulage gibt es nämlich die Kinderzulage, d. h. mit der Zahl der Kinder steigt auch die Höhe der staatlichen Zuschüsse und damit die Rendite. Die Grundzulage beträgt 154 Euro (Stand 2008). Für Ehepaare jeweils das Doppelte. Für jedes Kind gibt es jeweils 185 Euro. Für alle nach dem 1. Januar 2008 geborenen Kinder erhöht sich die Kinderzulage auf insgesamt 300 Euro.

Welche steuerlichen Vorteile hat das Riester-Sparen?

Die Sparbeträge und Zulagen zu den Riester-Verträgen können in der Steuererklärung als Sonderausgaben geltend gemacht werden. Für die geleisteten Beiträge muss man keine Steuern zahlen. Wenn die Steuerersparnis nach Abzug der Beiträge von den Einkünften größer ist als die erhaltenen Zulagen, dann schreibt das Finanzamt die Differenz im Einkommensteuerbescheid gut. Ein weiterer Vorteil bei der Riester-Rente liegt darin, dass sie auf das Arbeitslosengeld II nicht angerechnet wird.

Worauf muss bei der Riester-Rente unbedingt geachtet werden?

Die staatlichen Zulagen werden nicht automatisch auf das Rentenkonto gut geschrieben. Riester-Sparer müssen zunächst einen Zulagen-Antrag stellen. Dieser muss seit 1. Januar 2005 nicht mehr wie zuvor jährlich neu beantragt werden, es genügt nun eine einmalige schriftliche Bevollmächtigung des Anbieters - der Versicherung - z. B. bei Vertragsabschluss (Dauerzulageantrag).

Was sind die Vorzüge einer Rürup-Rente?

Ähnlich wie die Riester-Rente bringt auch die Rürup-Rente steuerliche Vorteile. Zugeschnitten ist diese Form der privaten Renteversicherung mit staatlichem Zuschuss vor allem auf Freiberufler, Selbstständige und freiwillig Versicherte.

Der Vorteil: Während der Ansparphase können die Beiträge zur Rürup Rente steuerlich geltend gemacht werden – 2008 sind für Alleinstehende bis zu 66 Prozent der Beiträge steuerlich abzugsfähig, höchstens aber 13.200 Euro (bei zusammen veranlagten Ehepaaren bis 26.400 Euro). Bis 2025 steigt dieser Anteil um jährlich 2 % bis auf 100%. Die Rürup-Verträge können allerdings nicht beliehen, übertragen oder verschenkt werden. Auch eine Vererbung ist nicht möglich.

Was sind die Vorteile einer Kapitallebensversicherung?

Bei einer Kapitallebensversicherung erhält der Versicherte im Erlebensfall die in der Police vereinbarte Summe inklusive so genannter Überschüsse. Stirbt er oder sie noch während der Ansparphase, so erhalten die Hinterbliebenen von vielen Versicherungen zumindest die Summe der bis dahin geleisteten Beiträge.

Eine Kapital-Lebensversicherung ist eine langfristige, bequeme Geldanlage. Der Sparanteil wird während der Laufzeit mit mindestens 3% verzinst. Läuft die Police mindestens zwölf Jahre und ist sie vor dem 31. Dezember 2004 abgeschlossen worden, so ist die Auszahlung der Versicherungssumme steuerfrei. Für Kapital-Lebensversicherungen, die nach dem 1. Januar 2005 abgeschlossen wurden, gilt: Bei einer Kapitalauszahlung am Ende der Laufzeit müssen die Erträge voll versteuert werden. Ist der Vertrag allerdings mindestens zwölf Jahre gelaufen und erfolgt die Auszahlung nach vollendetem 60. Lebensjahr, dann werden die Erträge lediglich zur Hälfte besteuert.

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