Bilanz
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Bilanz

Bild: Foto: Markus Willimann, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Bilanz stammt aus dem Italienischen und bedeutet Gleichgewicht/ Waage. Bilanz steht für vorgegebene Gegenüberstellungen von bestimmten Positionen in Kontenform.

Der Begriff "Bilanz" stammt aus dem Italienischen und bedeutet Gleichgewicht oder Waage. Die Bilanz steht für die nach bestimmten Vorgaben gegliederte Gegenüberstellung von bestimmten Positionen in Kontenform: in der Außenwirtschaft die Gegenüberstellung des Waren-, Dienstleistungs- und Kapitalverkehrs zwischen In- und Ausland – und zwar in Form der Zahlungsbilanz und ihrer Teilbilanzen; in der Betriebswirtschaftslehre die Gegenüberstellung der Aktiva/ Aktivseite (Vermögen) und der Passiva/ Passivseite (Kapital) eines Unternehmens zu einem bestimmten Zeitpunkt - dem Bilanzstichtag.

Die Aktivseite gibt Auskunft über die Mittelverwendung und ist in Anlagevermögen und Umlaufvermögen gegliedert. Die Passivseite zeigt die Mittelherkunft, das Eigen- und das Fremdkapital an. Die Endsumme der beiden ergibt die Bilanzsumme.

Die Bilanz soll Gläubiger, Kapitaleigner, Arbeitnehmer, Geschäftspartner und Staat über die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens informieren. Die Veränderungen auf der Aktiv- und Passivseite werden in der Buchhaltung dargestellt. Diese wird jährlich abgeschlossen – und so entsteht neben der Gewinn-und-Verlust-Rechnung die Jahresbilanz.

Bilanzauffassungen sollen zum einen den Wesensgehalt des Jahresabschlusses erklären, z. B. den Zusammenhang von Bilanz und Erfolgsrechnung, zum anderen Empfehlungen für die Gestaltung ableiten.

Wichtige Ziele der "Bilanzpolitik“ sind u.a. die positive Darstellung der Unternehmensleitung (z. B. im Hinblick auf Entscheidungen der Kreditgeber), Beeinflussung der Höhe des ausgewiesenen Gewinns (z. B. im Hinblick auf gewinnabhängige Steuern). Zu den entsprechenden bilanzpolitischen Instrumenten zählen u. a. die Wahl des Bilanzstichtages oder die Steuerung der Verwendung des Jahreserfolgs (z. B. Bildung von Rücklagen).

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