Blu-ray und Dampfdusche 
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Blu-ray und Dampfdusche 

Bild: Foto: Christoph Rieder, CC0, via Wikimedia Commons

Die neuesten Gerätegenerationen der LCD- und Plasmafernseher sind so dünn, dass sie beinahe mit der Wand verschmelzen. Mehrere LCD-Modelle, die auf der IFA vorgestellt werden, glänzen mit nur noch 1,5 Zoll (3,8 cm) tiefen Gehäusen. Gleichzeitig wachsen die Bildschirme in Größenregionen, die vor kurzem nicht möglich schienen – bis hin zum Diagonalmaß 150 Zoll (381 Zentimeter).

Flacher, breiter, effizienter

Die neuesten Gerätegenerationen der LCD- und Plasmafernseher sind so dünn, dass sie beinahe mit der Wand verschmelzen. Mehrere LCD-Modelle, die auf der IFA vorgestellt werden, glänzen mit nur noch 1,5 Zoll (3,8 cm) tiefen Gehäusen. Gleichzeitig wachsen die Bildschirme in Größenregionen, die vor kurzem nicht möglich schienen – bis hin zum Diagonalmaß 150 Zoll (381 Zentimeter).

Eine andere Gattung der High-Definition-Medien steht auf der IFA wohl vor dem endgültigen Durchbruch: die HD auf Blu-ray Discs. Das Ende des Format-Wettbewerbs zwischen HD-DVD und Blu-ray hat die Nachfrage nach optischen HD-Medien erheblich erhöht. Der Trend schlägt sich auch auf der IFA in vielen Modellen nieder.

Camcorder zählen schon seit einigen Jahren zu den perfekten Bildquellen für High-Definition-Bildschirme. Die Camcorder-Highlights der IFA verbinden die hervorragende HD-Bildqualität mit unglaublich winzigen Bauformen: Die jüngste Generation dieser Geräte speichert die Videos zumeist auf federleichten Flash-Memory-Karten, kommt also ohne mechanische Laufwerke aus. Mit einigen kann man bereits bis zu 50 Stunden hoch aufgelöstes Bildmaterial im Komprimierungsformat AVHCD aufnehmen.

Der Trend zum ultraflachen Bildschirm inspiriert auch die Hersteller von Audio-Geräten zu einer Fülle neuer Lösungen. So wird die IFA 2008 ein breites Angebot an kompakten und schmalen, klanglich und ästhetisch perfekt auf das moderne Heimkino zugeschnittenen Audio-Lösungen zeigen. Flache „Soundbars“ und Surround-Projektoren, die über eine einzigen Lautsprecher-Komponente plastische Raumklänge aus bis zu sieben Kanälen erzeugen, sind ebenso zu sehen und zu hören wie extrem schlanke Stereo-Klangsäulen, die virtuellen Mehrkanalton wiedergeben.

Megatrend Mobilität

Mobile Geräte für Unterhaltung, Navigation und Kommunikation gehören zu den wichtigsten Wachstumsmotoren der sogenannten Consumer Electronics. Neuheiten aus diesem Bereich haben für die IFA 2008 deshalb einen besonders hohen Stellenwert – allen voran die Navigationslösungen. Den Weg zu weisen ist nach wie vor ihre Kernkompetenz. Aber sie können längst mehr: So erkennen sie zum Beispiel, wenn das Verkehrsaufkommen zu einer bestimmten Tageszeit gegen die kürzeste Strecke spricht. Ober sie arbeiten – gestützt auf zusätzliche Informationen aus dem Internet – als kompetente Stadt- und Restaurant-Führer. Manche Geräte haben sich auch auf die Führung von Fußgängern, Rad- oder Bootsfahrern spezialisiert, wieder andere kennen das Platzangebot und die Kosten der nächsten Parkhäuser. Sogar fernsehen kann man mit den neuesten Navigationsgeräten schon – ein eingebautes DVB-T-Empfangsteil macht es möglich.

Hausgeräte: Gesundheit und Lifestyle

Die IFA-Neuheiten unter den Hausgeräten spiegeln den globalen Trend zu komfortablem Lebensstil und zu gesünderer Ernährung wider. Moderne Frischhalte-Systeme oder Dampfgarer stehen für diese Tendenz ebenso wie Hausgeräte, in denen intelligente elektronische Steuerungen immer differenziertere Einsatzmöglichkeiten erlauben. Präsentiert werden neue Gerätearten wie Induktionsherde, Hochgeschwindigkeits-Backröhren oder Multifunktions-Waschmaschinen mit „Dampfdusche“, die ohne Waschen auskommen und die Wäsche in nur 20 Minuten schonend reinigen.

Energieeffizienter und schadstofffreier in die Zukunft

Ökologische Ansätze sind das Gebot der Zeit. Bei den TV-Geräten wurden in den letzten Jahren sowohl die Werte für den Betrieb als auch für die Stand by-Funktion deutlich reduziert. So verbrauchen LCD- und Plasma-TVs zwischen 25 und 35 Prozent weniger Energie als noch vor drei Jahren, und für den Stand by-Verbrauch muss mit weniger als einem Watt im Vergleich zu 1997 heute nur noch ein Sechstel der Energie aufgewendet werden. Mit anderen Zahlen ausgedrückt: Eine 60 Watt-Glühlampe verbraucht 120-mal soviel Energie wie ein modernes TV-Gerät im Stand by-Betrieb. Gleichzeitig hat die Industrie Schadstoffe immer konsequenter aus der Produktion verbannt. Schon seit 2002 setzen die Hersteller die europäischen RoHS-Richtlinien um, die zum Beispiel bleifreies Löten vorschreiben und giftige Flammhemmer verbieten. Diese Entwicklung setzt sich kontinuierlich fort. So erschließen neue Bildschirmtechnologien zusätzliche Potenziale für erhebliche Verringerungen des Energieverbrauchs. Dazu zählen LED-Hinterleuchtungen von LC-Displays und erhöhte Luminanz-Effizienz von Plasma-Schirmen, also geringerer Energiebedarf bei gleicher Helligkeit. Zudem ist die Serienreife großer, sparsamer O-LED-Displays bereits absehbar. Die IFA 2008 zeigt marktreife Versionen und eine Reihe von Prototypen.

Öffnungszeiten und Preise

Für Fachbesucher und allgemeines Publikum ist die IFA vom 29. August bis 3. September geöffnet. Täglich zwischen 10 und 18 Uhr. Die Tageskarte kostet 14 Euro (ermäßigt 10 Euro, Studenten, Auszubildende und Schüler zahlen nur 5,50 Euro). Das Familienticket (maximal 2 Erwachsene und 3 Kinder) ist für 29 Euro zu haben. Ab 14 Uhr gilt der „Happy-Hours“-Preis von 8 Euro.

Weitere Informationen über die IFA gibt es auf der offiziellen Messe-Internetseite www.ifa-berlin.de

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