Mehr rein - weniger raus
Als Gründe für die günstigere finanzielle Situation der Bundesagentur nannte Finanzvorstand Raimund Becker höhere Einnahmen und geringere Ausgaben. Mit 24,1 Milliarden Euro liegen die Ausgaben für das erste Halbjahr 2006 um rund 3,2 Milliarden Euro unter Plan. Die höchsten Einsparungen gab es beim Arbeitslosengeld (941 Millionen Euro) und beim Aussteuerungsbetrag (794 Millionen Euro), der zur Finanzierung des Arbeitslosengeldes II dient.
In ihrem Haushaltsplan war die Bundesagentur ursprünglich von durchschnittlich 1,7 Millionen Beziehern von Arbeitslosengeld I ausgegangen. „Tatsächlich dürfte ihre Zahl eher unterhalb von 1,6 Millionen liegen“, so die BA.
Auf der Einnahmenseite für das erste Halbjahr stehen bei den Nürnbergern 27,9 Milliarden Euro – 544 Millionen Euro über dem geplanten Wert. Rund 93 Prozent dieser Einnahmen fließen der Bundesagentur aus der Arbeitslosenversicherung zu.
Blick in die Zukunft
Für das laufende Jahr will die BA Ende August eine neue Prognose vorlegen. Der Überschuss werde voraussichtlich über den bislang angenommenen 4,5 Milliarden Euro liegen, heißt es im aktuellen Quartalsbericht. Vorstandschef Frank-Jürgen Weise hatte vor kurzem für 2006 bereits von einem Überschuss von insgesamt sechs Milliarden Euro gesprochen.
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