Nur ist Afghanistan nicht Mitglied der Nato; vielmehr ist es den Amerikanern eine aus dem Kalten Krieg übrig gebliebene Last. Nachdem Russland die Hoffnung auf das Land und somit auf den Zugang zum Persischen Golf aufgeben musste, weil sich das ganze Land nicht mit, sondern gegen die invasierenden Feinde vom Kreml auflehnte, war für die USA der Weg frei, zumal man einen wichtigen geostrategischen Punkt einzunehmen glaubte. Und genau wie es Russland damals erleidet hat, kämpft Amerika schwer mit der heutigen Situation in Afghanistan. Nur ist der Feind nicht mehr der reiche Sheik mit seiner Gefolgschaft, sondern nennt man diese heute Talibanen (persischer Plural von arabisch talib „Student“). Es handelt sich dabei um Fundamentalisten, deren Motivation keine Erfindung des 21. Jahrhunderts ist, sondern vielmehr auf den Propheten Mohammed zurückgeht. Selbst mit Hilfe der europäischen Geschichte lässt sich eine logische Folge erkennen, denn der Fundamentalismus ist nicht mehr als ein politisches Ziel, auf dessen der sehr fromme Glaube gestützt wird, für den der Koran maßgeblich beigetragen hat und immer noch tut.
Dies ist aber nur die halbe Wahrheit. Die wichtigste Einnahmequelle Afghanistans ist leider immer noch die steigende Ernte der Schlafmohnproduktion, das Opium, um dessen Verkauf und Gewinn einzelne Clans streiten. Außerdem ist die durchschnittliche Bevölkerung verarmt und sieht nach über 20 Jahren in jedem ausländischen Soldaten einen Besatzer.
Soweit die Lage und noch kein Wort über den Tornado-Einsatz seitens der Deutschen. Wie schon erwähnt, legitimiert das Natoabkommen von 1955 keinen deutschen Einsatz im fernen und durch viele Machtwechsel zerstrittenen und schwachen Afghanistan. Im Gegenteil, es gibt wohl mehr Argumente gegen den Einsatz. Das ist wohl der passende Begriff für Düsenjets, die durch Aufklärung anhand von speziellen Fotoaufzeichnungen aktiv am Kriegsgeschehen teilnehmen. Durch ihre Hilfe können Talibanneste entdeckt werden. Solche, die die Russen einst mit Napalm beschossen, nachdem sie bemerkten, dass ihre Panzer für die Berge im Hindukusch ungeeignet sind. Noch komfortabler sind unsere Tornadojets, die während einer Flugzeit von 90 Minuten-ein Flug von Köln nach Rom- und das jeden Tag mit hohe r Sicherheit solche Nester aus der Vogelperspektive ausfindig machen werden. Das in den Nachrichten hoch gehaltene Thema wiederholte sich oft, wie gut diese Flugzeuge in Hinsicht auf Sicherheit ausgerüstet sind, wobei jeder die Kriegspropaganda in diesem Verhalten erkennen sollte, die das eigentliche Ziel zweitrangig stellt und dabei nicht einmal der Hintergrund erläutert wird. Dieses Hintergrundwissen, ob Geschichte oder Politikwissenschaften, das via News nicht überliefert wird, ist nicht updated in den Köpfen der Menschen. Passiv und fett lautet die Devise vieler unserer Bürger und so fehlt oft eine nötige Meinung. Doch eins weiß wohl jeder: Das Geld ist knapp im Finanzhaushalt der Bundesregierung und sollte das Geld, das einfließt meiner Meinung nicht für teure Einsätze genutzt werden, sondern für wichtige innerdeutsche Dinge, die die Bevölkerung betreffen, beispielsweise die Senkung der Arbeitslosigkeit.
Das ist keine Anklage-dazu ist meine Stimme zu wenig wert- doch müssen wir lernen, politisches Engagement nicht mit gravierenden Irrtümern zu verwechseln.

Bild: Foto: Unknown, Public domain, via Wikimedia Commons
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