Innovatives Denken in Kategorien

In einem Supermarkt, der sich dem Category Management verschrieben hat, würde Frau Müller die Woche so beginnen: Bereits am Eingang stehen auf innovativen “Event-Flächen” eine SB-Kaffeemaschine, Sandwiches, Salatboxen und andere Snacks, Morgenzeitungen und sogar Hygieneartikeln wie Taschentücher, Tampons oder Kosmetikprodukte bereit.
Das Category Management fragt konsequent nach den Kundenbedürfnissen und mit diesen Erkenntnissen planen die Manager das Warenangebot in den Geschäften neu. “Wir bringen eine neue Systematik in die Warensortierung”, erklärt Bernhard Koopsingraven, “das Category Management ist dazu da, dass ich meine Produkte schnell finde.”
Das neue Managementkonzept stellt die klassische Einkaufs- und Verkaufsgliederung im Einzelhandel auf den Kopf. “Die Einkaufsstättenwahl und Produktwahl darf nicht mehr getrennt von einander behandelt werden”, so der Marketing-Fachmann Feller. Das gesamte Warenangebot muss nun in einzelne Warenbereiche, die der Marketing-Experte “Categories” nennt, gesplittet werden. Ob Einkauf, Verkauf oder Logistik – der Category Manager betrachtet den Weg der Ware vom Produktionsband zum Einkaufskorb des Kunden als ganzheitlichen Prozess. “Eigentlich kann man sagen, dass der Category Manager als eine Art Moderator zwischen der herstellenden Industrie und dem Handel steht”, erklärt Marc Feller.




