

Als Spielzeug und Kameraträger für Jedermann sind sie längst ein Massenphänomen: Drohnen boomen. Gesteuert mit dem Smartphone und ausgerüstet mit hochauflösenden Kameras werden sie in der Wissenschaft ebenso eingesetzt wie zum Privatvergnügen. Jetzt zieht auch die Wirtschaft nach: Immer mehr Unternehmen setzen auf die fliegenden Helfer. Kein Wunder: Einsatzmöglichkeiten gibt es reichlich und die technischen Fortschritte machen den Umgang mit den Drohnen immer einfacher.
Die autonomen und halbautonomen Fluggeräte helfen heute schon dabei, Erdbebenopfer aufzuspüren und Katastrophengebiete zu kartieren, sie bekämpfen Brände, finden Landminen, führen Inventuren von Waldflächen durch oder spüren Schädlingsbefall und Unkräuter in Äckern auf. Sogar fliegende Vogelscheuchen gibt es schon: Seit Sommer 2016 vertreibt eine Drohne in Falkengestalt in einem österreichischen Weinanbaugebiet Stare, die die Ernte bedrohen.
Auch bei der Wartung tun Drohnen bereits ihren Dienst: Airbus stellt auf der CeBIT ferngesteuerte Fluggeräte vor, die der Flugzeugbauer zur Qualitätskontrolle seiner Passagierflugzeuge vor der Auslieferung einsetzt. Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) hat eine Drohne mit Roboterarm entwickelt, die Pipelines abfliegen und kaputte Wartungsroboter einsammeln kann. Stark im Kommen sind zudem Drohnen für die Umweltüberwachung, aber auch für die Polizei und den Katastrophenschutz.
Diese Drohne könnte künftig dabei helfen, Wartungsroboter an Pipelines einzusammeln und zu reparieren.
Wenn sogar der Bagger autonom wird
Die Digitalisierung hat längst auch die Automobilindustrie erfasst. Die Fahrassistenzsysteme werden immer intelligenter und die ersten selbstfahrenden Autos sind schon im Test. Den neusten Stand im autonomen Fahren können CeBIT-Besucher unter anderem beim Testfeld Autonomes Fahren Baden-Württemberg erleben: Ein Testfahrzeug demonstriert, wie der Autocomputer Bilddaten der Umwelt verarbeitet und mit Ampeln und Verkehrsschildern interagiert.

Fraunhofer IOSB




