Riester-Rente
Die Prämien und steuerlichen Vorteile für Inhaber von Riester-Verträgen verbessern sich 2008 noch einmal. Die Grundzulage steigt im Rahmen der dritten und letzten Förderstufe um 40 Euro auf insgesamt 154 Euro. Pro kindergeldberechtigtem Kind werden Eltern außerdem mit 185 anstelle von 138 Euro gefördert. Für Kinder, die ab 2008 geboren werden, soll diese Unterstützung auf 300 Euro angehoben werden.
Bei einem Riester-Vertrag können geleistete Beiträge bis zu maximal 2.100 Euro pro Jahr steuerlich geltend gemacht werden.
Rürup-Rente
Bei den vor allem für Freiberufler und Selbstständige zugeschnittenen Rürup-Verträge sind 2008 für Alleinstehende bis zu 66 Prozent der Beiträge steuerlich abzugsfähig – höchstens aber 13.200 Euro (bei zusammen veranlagten Ehepaaren bis 26.400 Euro).
Renten- und Arbeitslosenversicherung
Die Beitragsbemessungsgrenze für Arbeitnehmer in der gesetzlichen Rentenversicherung steigt 2008 in den alten Bundesländern um 50 Euro auf 5.300 Euro. In den neuen Bundesländern dagegen sinkt sie um den gleichen Betrag auf 4.500 Euro pro Monat. Der Beitragssatz bleibt bei 19,9 Prozent.
Sinken werden auch die Beiträge zur Arbeitslosenversicherung, und zwar von 4,2 auf 3,3 Prozent des Bruttolohns.
Kranken- und Pflegeversicherung
Die gesetzliche Kranken- und Pflegeversicherung erhöht ihre Beitragsbemessungsgrenze in den alten und neuen Bundesländern um 450 Euro auf 43.200 Euro Brutto Jahreseinkommen. Ab einem Monatseinkommen von 4.012,50 Euro darf ein Arbeitnehmer selbst entscheiden, ob er sich privat oder gesetzlich versichert. Für Einkünfte über der Beitragsbemessungsgrenze müssen Versicherte keine Beiträge zahlen.
Bafög
Für Schüler und Studenten wird erstmals seit sechs Jahren der Bafög-Satz angehoben. Ab 1. Oktober erhält ein Student bis zu 643 Euro pro Monat. Angehoben wird außerdem die Hinzuverdienstgrenze. Bafög-Bezieher dürfen dann bis zu 350 Euro im Monat verdienen, ohne ihre Förderung zu gefährden. Die Elternfreibeträge steigen um 8 Prozent.
Beruflich auswärts unterwegs
Wer beruflich vorübergehend nicht am eigenen, sondern an einem auswärtigen Arbeitsplatz tätig ist, kann künftig für jeden Kilometer, der mit dem eigenen PKW gefahren wird, 30 Cent steuerlich absetzen. Alternativ ist auch die Abrechnung der tatsächlich angefallen Kosten beim Finanzamt möglich. Bisher konnten lediglich 30 Cent für die einfache Strecke abgesetzt werden – vorausgesetzt, der Einsatzort war maximal 30 Kilometer vom Heimatort entfernt.
Eckpunkte der Erbschaftssteuer
Mit 500.000 Euro bzw. 400.000 Euro sollen ab 2008 deutlich größere persönliche Freibeträge für Ehegatten bzw. Kinder gelten als bisher. Das Vererben eines durchschnittlich großen Einfamilienhauses wird nach den Plänen der Bundesregierung auch in den nächsten Jahren steuerfrei sein. Bei Erbschaften steuerlich schlechter behandelt als bisher sollten allerdings Geschwister, Neffen und Schwiegerkinder. Sie sollen wie Nicht-Verwandte behandelt werden. Ist der neue Freibetrag von 20.000 Euro erreicht, müssen mindestens 30 Prozent davon an das Finanzamt abgeführt werden.



