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Das Bad richtig sanieren – das geht nur Step by Step
Bildquelle nicht angegeben
Leben & Lifestyle

Das Bad richtig sanieren – das geht nur Step by Step

pixabay.com, stevepb (l.) / piabay.com, manbob86 (r.)
Veröffentlicht
26. Februar 2022
Lesezeit
4 Minuten
Rubrik
Leben & Lifestyle
Artikelbild

pixabay.com, stevepb (l.) / piabay.com, manbob86 (r.)

Der folgende Artikel gibt die dazu nötigen Schritte in der richtigen Reihenfolge vor. Routinierte Heimwerker können sie allein bewerkstelligen. Wer sich allerdings unsicher ist, sollte Fachleute hinzuziehen, bevor er womöglich teure Fehler produziert.

Einen vollumfänglichen Plan aufstellen

Einmal ausgeschnittene Fliesen kann man nicht mehr korrigieren. Einmal verklebte Fliesen sitzen bombenfest. Eine einmal gesetzte Duschtasse lässt sich kaum austauschen. Auch Waschbecken und Armaturen, die „nur“ geschraubt sind, sind nur aufwendig auszubauen.

Wenn man ein Bad saniert, muss einem klar sein, dass alles, was man dort neu einbringt, nur unter hohem Arbeitsaufwand und vielfach nicht zerstörungsfrei korrigiert werden kann. Das bedeutet, bevor man auch nur einen Handschlag tut, sollte man haargenau wissen, wie das Bad später aussehen soll. Das gilt selbst für den Fall, dass das Layout der Installationen gleichbleibt.

Dazu kann man sich im Netz durchaus Inspirationen holen (Tipp: Dafür ist die Seite Pinterest geradezu prädestiniert). Aber es empfiehlt sich, für den Einkauf der Waren an einen Händler zu wenden, bei dem man alles aus einer Hand bekommt. Einerseits bekommt man auf diese Weise einfacher Kollektionen – dann gehören beispielsweise Waschbecken, Bidet und Toilette oder auch Armaturen zu einer Design-Serie, was einen stringenten Look ermöglicht. Andererseits vermeidet es, dass man das Risiko eingeht, durch den Kauf von verschiedenen Elementen bei unterschiedlichen Händlern Dinge zu erwerben, die optisch nicht zueinander passen – etwa Fliesen zu Waschbecken.

Die Sachen müssen zwar nicht schon zuhause sein, wenn man mit der Arbeit beginnt, aber man sollte genau wissen, welche man kaufen wird.

Leicht entfernbares raus

Jede Badsanierung beginnt damit, dass zunächst alles entfernt wird, was buchstäblich nicht angeschraubt ist oder zumindest nicht mehr als einen Akkuschrauber benötigt. Das umfasst Möbel ebenso wie Handtuchhalter, Toilettenrollenhalter, Vorhänge und dergleichen. Dazu bitte das Bad am Sicherungskasten stromlos schalten und auch Lampen, Steckdosen und Lichtschalter so deinstallieren, dass nur noch die Unterputzkabel verbleiben.

Wenn die Arbeit abgeschlossen ist, findet man ein zwar nacktes, aber wassertechnisch benutzbares Bad vor. Das ändert sich im nächsten Schritt.

Artikelbild

pixabay.com, jarmoluk

Alles beginnt damit, dass man die Haupt-Wasserzuleitung zum Bad abdreht. Dann geht es in folgender Reihenfolge weiter:

Dann wird durchgezählt: So viele Wasserrohranschlüsse, wie nun aus den Wänden ragen, benötigen Blindstopfen. Das ermöglicht es, die Wasserzuleitung wieder aufzudrehen – wichtig vor allem, wenn daran noch Hähne in anderen Räumen hängen. Im weiteren Verlauf entfernt man nun die Abwasserrohre und verschließt deren Öffnungen in der Wand sorgsam mit alten Handtüchern oder Kunststofffolie – sonst steigt schnell ein sehr unangenehmer Geruch aus den Leitungen auf.

Zuletzt werden Toilettenschüssel, Waschbecken, Dusch-Abtrennung, Duschtasse und die Badewanne entfernt. Letzteres leitet schon direkt in den nächsten Schritt über:

Es wird laut

Nun ist es an der Zeit, den Bohrhammer auszupacken. Denn auch wenn man alte Fliesen durchaus mit frischen überkleben kann, ist es doch die grundständigere und sowieso dann, wenn man das Bad-Layout ändern möchte, notwendige Lösung, das Alte restlos zu entfernen.

Es empfiehlt sich, am höchsten Punkt der Wandfliesen anzufangen. Arbeitet man hingegen von unten nach oben, fallen einem sämtliche Bruchstücke aufs Haupt, geraten in den Kragen. Einen intakten Boden benötigt man sowieso zum Aufstellen von Leitern, weshalb diese Fliesen auch als letztes weggestemmt werden.

Wichtig: Es müssen nicht nur die Fliesen entfernt werden, sondern auch deren Kleberschicht. Die Arbeit endet erst, wenn das nackte Wandmaterial komplett sichtbar ist.

Ja, das ist vor allem für Ungeübte mit dem schweren Bohrhammer eine anstrengende und staubige Arbeit – Schutzmaske, Brille und eine geschlossene, am besten mit Klebeband versiegelte Badezimmertür sind Pflicht.

Tipp: Abgefallene Schuttbrocken direkt in eine Plastikwanne schaufeln und leicht mit Wasser    benetzen. Das unterdrückt die Staubbildung.

Artikelbild

pixbay.com, jackmac34

Jetzt ist das Bad nackt und der Aufbau kann beginnen – gleich mit einer Glaubensfrage: Je nach Profi-Sichtweise beginnt man entweder mit den Fliesen und setzt dann Badewanne und Duschtasse oder setzt diese zuerst, um dann zu fliesen.

Der größte Nachteil, die Wannen zuerst zu installieren, ist das Risiko, bei nachfolgenden Arbeiten beschädigt/verschmutzt zu werden. Allerdings kann man das minimieren, indem man die ganze Wanne einfach mit Malervlies verpackt. Auf der Haben-Seite steht dann nämlich, dass das Fliesenbild haargenau an die Wannen angepasst und dementsprechend ausgeschnitten werden kann, das sorgt für enorm saubere Übergänge.

Doch egal, wie man beginnt, wenn die Fliesen an der Reihe sind, startet man immer mit den Wänden und arbeitet abermals von oben nach unten – nur das verhindert, dass herabfallende Fliesenkleberkleckse oder sogar aus der Hand gerutschte Fliesen große Schäden an bereits verlegten Platten induzieren.

Wichtig: Ist ein verdeckter Spülkasten für die Toilette geplant, muss dessen Installation natürlich vor dem Verfliesen erfolgen.

Sind die Fliesen verlegt, werden sie anschließend noch sauber verfugt. Damit ist einer der aufwendigsten Schritte bereits getan. Der große Rest ist simpler.

Es wird wieder ein Bad

…denkt man sich. Denn wenn die Fliesen fertig sind, kann man mit der Bestückung beginnen:

Dann empfiehlt es sich, weil man noch nicht die Armaturen im Weg hat, die Übergänge mit Silikon zu verfugen. Ist das getan, geht es weiter:

Dann kommt der große Moment: Es wird (bitte nacheinander) Strom und Wasser für den Raum wieder eingeschaltet und geprüft, ob alles fehlerfrei funktioniert. Ist das der Fall, empfiehlt sich dringend eine umfangreiche Grundreinigung des neuen Bades. Ist sie abgeschlossen, dürfen auch die Schränke, Handtuchhalter usw. „einziehen“ und man darf eine Flasche Sekt öffnen.

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