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"Das darf nie wieder geschehen" – der Atombombenabwurf auf Hiroshima

Die japanische Stadt Hiroshima am frühen Morgen des 6. August. Mit blauem Himmel und strahlender Sonne kündigte sich ein heißer Sommertag an, für die Bewohner schien es Morgen wie jeder andere – noch. Kurz nach 08:00 Uhr hörten einige von ihnen das charakteristische Brummen eines Flugzeugs. "Ich erinnere mich, dass…
Veröffentlicht
26. Februar 2022
Lesezeit
2 Minuten
Rubrik
Leben & Lifestyle

Die japanische Stadt Hiroshima am frühen Morgen des 6. August. Mit blauem Himmel und strahlender Sonne kündigte sich ein heißer Sommertag an, für die Bewohner schien es Morgen wie jeder andere – noch. Kurz nach 08:00 Uhr hörten einige von ihnen das charakteristische Brummen eines Flugzeugs. "Ich erinnere mich, dass ein Flugzeug von links hinter den Bergen auftauchte. Ich dachte noch, dass es seltsam ist, ein Flugzeug so ganz allein fliegen zu sehen und erkannte, dass es eine B-29 war", erzählt Toshiko Saeki. Die damals 26 Jährige war auf dem Heimweg nach Hiroshima, als die Bombe fiel.

Artikelbild

US Army / Public Domain

Wenige Sekunden später, um 08:15 Uhr und 17 Sekunden Ortszeit warf die Besatzung des US-Bombers Enola Gay ihre Fracht über dem Stadtzentrum von Hiroshima ab: die Atombombe Little Boy, die erste nukleare Waffe, die je gegen Menschen eingesetzt wurde. Als die Bombe in rund 600 Metern Höhe explodierte, löste sie ein Inferno aus: Rund 80.000 Menschen starben sofort, getötet durch den tausende Grad heißen Feuerball und die Druckwelle der Explosion. Ein Großteil der Innenstadt wurde in den ersten Sekunden dem Erdboden gleichgemacht.

"Ein schwarzer klebriger Regen"

Was die Explosion der Atombombe im Stadtzentrum von Hiroshima anrichtete, schildert später Isao Kita, ein damals 33-jähriger Angestellter des japanischen Wetterbüros. Er bemerkte von seiner Position auf einem rund 3,7 Kilometer entfernten Hügel, wie erst der grelle Blitz und dann wenige Sekunden später sengende Hitze aus Richtung der Stadt kamen. "Es war als wenn man direkt in einen Küchenofen schaute", berichtet er. Kurze Zeit später erreichte ihn die Schockwelle der Explosion.

Artikelbild

Als Kita wenige Minuten später erneut auf die Stadt hinunter schaute, bot sich ihm ein schrecklicher Anblick: "Ich konnte sehen, dass sie komplett verloren war. Die ganze Stadt hatte sich in gelben Sand verwandelt." Zwischen den verbleibenden Trümmern brachen nun überall Feuer aus, dunkler Rauch stieg auf und bedeckte bald große Teile des Himmels. Dann begann es zu regnen:  "Es war ein schwarzer, klebriger Regen, der an allem hängenblieb", erzählt Kita. "Wenn er auf die Kleidung der Menschen fiel, färbte er sie schwarz. Auch an den Händen und Füßen klebte dieser Regen und konnte nicht abgewaschen werden."

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