Das World Trade Center
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Das World Trade Center

Bild: Foto: HOWI - Horsch, Willy, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Für jeden Besucher von New York waren sie das Wahrzeichen der Stadt am Hudson River schlechthin. Höhenangst allerdings lösten die Zwillingstürme zwischen Church Street und West Street schon immer aus. Die beiden 110-stöckigen, mit 180 000 Tonnen silbern glänzendem Edelstahl verkleideten Türme des WTC brachten es auf eine Höhe von 417 und 419 Metern. Seit der Einweihung am 4. April 1973 boten beide Türme zusammen folgende Superlative: 208 Aufzüge, die nicht einmal eine Minute bis nach ganz oben benötigten, 50 000 Arbeitsplätze auf 450 000 Quadratmetern Bürofläche, insgesamt 740 000 Quadratmeter Nutzfläche, 450 Firmen aus über 60 Ländern, 50 Tonnen Müll täglich, 43 600 Fenster und täglich 80 000 Besucher, die zur verglasten Aussichtsetage hinauffuhren, bei schönem Wetter bis aufs Dach. Das World Trade Center, gebaut von dem Architekten Minoru Yamasaki, einem japanischen Einwanderersohn, war für die Welt schon bald mehr als ein amerikanisches Symbol. Es verkörperte die Macht, den Einfluss und die Größe der westlichen Wirtschaftszivilisation.

Türme der Superlative

Für jeden Besucher von New York waren sie das Wahrzeichen der Stadt am Hudson River schlechthin. Höhenangst allerdings lösten die Zwillingstürme zwischen Church Street und West Street schon immer aus. Die beiden 110-stöckigen, mit 180 000 Tonnen silbern glänzendem Edelstahl verkleideten Türme des WTC brachten es auf eine Höhe von 417 und 419 Metern. Seit der Einweihung am 4. April 1973 boten beide Türme zusammen folgende Superlative: 208 Aufzüge, die nicht einmal eine Minute bis nach ganz oben benötigten, 50 000 Arbeitsplätze auf 450 000 Quadratmetern Bürofläche, insgesamt 740 000 Quadratmeter Nutzfläche, 450 Firmen aus über 60 Ländern, 50 Tonnen Müll täglich, 43 600 Fenster und täglich 80 000 Besucher, die zur verglasten Aussichtsetage hinauffuhren, bei schönem Wetter bis aufs Dach. Das World Trade Center, gebaut von dem Architekten Minoru Yamasaki, einem japanischen Einwanderersohn, war für die Welt schon bald mehr als ein amerikanisches Symbol. Es verkörperte die Macht, den Einfluss und die Größe der westlichen Wirtschaftszivilisation.

Symbolträchtiges Ziel

In den Achtzigern, der Dekade des Geldes, des Börsenbooms und der Gier wuchsen die zwei Türme mit der Skyline von New York zusammen. Ein Zeichen der Stärke, das schon vor dem 11. September 2001 auf andere provozierend wirkte vor allem auf Fanatiker anderer Wirtschaftssysteme und Kulturen. Am 26. Februar 1993 starben sechs Menschen bei einem Bombenanschlag auf das WTC, 1000 wurden verletzt. Der irakische Terrorist Ramzi Ahmed Jusef wurde dafür später zu 240 Jahren ohne Bewährung verurteilt. Er hatte ein mit Sprengstoff beladenes Fahrzeug in die Tiefgarage gesteuert, wo es explodierte. Damals jedoch hielt die Architektur der Türme der Explosion stand. Als Drahtzieher hinter dem Anschlag gilt der blinde ägyptische Scheich Omar Abdel Rahman.

Der Fall der Giganten

Wieso stürzten die Türme am 11. September 2001 ein? Das WTC wurde nach dem Stahlkettenprinzip gebaut. Das heißt, fast das ganze Gewicht des Gebäudes lastete auf der Außenwand, die sich wie ein Netz um die 110 Stockwerke legte. Der Aufprall der beiden Flugzeuge riss riesige Löcher in dieses Netz, außerdem zerstörte die Explosion das Löschwassersystem und das Feuer griff mit über 2000° C Hitze die Stahlträger an. Der Unterbau konnte die Last der oberen Stockwerke nicht mehr tragen es kam zum Einsturz der Twin Towers.

Phönix aus der Asche?

Am 27. Februar 2003 wählte die Lower Manhattan Development Corporation (LMDC) unter den eingereichten Entwürfen für die Rekonstruktion des zerstörten World Trade Centers den von Daniel Libeskind aus. Das Team um den Architekten des Jüdischen Museums in Berlin setzte sich damit gegen sechs andere hochkarätige Mitbewerber durch.

Libeskinds "Gardens of the World" genannter Plan sieht einen 541 Meter hohen Wolkenkratzer mit transparenten Wänden und Grünanlagen vor. Der Turm wäre eines der höchsten Gebäude der Welt. Weitere futuristisch anmutende Gebäude will Libeskind rund um das Fundament der früheren Türme des World Trade Centers errichten. Dort sollen auch zwei öffentliche Plätze entstehen, auf die die Sonne am 11. September morgens scheinen soll, ohne Schatten zu werfen.

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