Das Wort des Monats Dezember 2004
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Das Wort des Monats Dezember 2004

Bild: Foto: Pleple2000, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

“Ach je, bin ich heute wieder arm dran, die Scampi sind teurer geworden und neue Ski für den dreiwöchigen Winterurlaub in der Schweiz sind eigentlich auch nicht drin“ Wir wollen uns nicht über finanzielle Engpässe etwa allein erziehender Eltern lustig machen, aber einem Begriff wie “gefühlte Armut“ kann man wohl nur mit Sarkasmus begegnen. Es gibt nur sehr wenig Länder, in denen ein solcher Ausdruck erfunden werden kann. Deutschland steht bei dieser Liste anders als bei vielen anderen Erhebungen, die momentan gemacht werden an erster Stelle. Der Ausdruck “gefühlte Armut“ ist ein weiterer Indikator für das hohe Niveau, auf dem wir es uns zum Jammern bequem gemacht haben. Ach Gott, was gehts mir schlecht, der Nachbar hat ein neues Auto.

Das Wort des Monats Dezember schickte uns Frau Sylvia Vollmer, die ihren Vorschlag wie folgt begründete:
“Was soll das - in Anlehnung an "Gefühlte Temperatur"? Ich bin arm oder nicht! Ich bin nicht wohlhabend und fühle mich arm, es sei denn mein IQ entspricht dem einer leeren Cola-Dose. Und dass dieses auf das deutsche Volk zutreffen sollte, lehne ich entschieden ab, da es mich mit einbezieht. Ein kluger Mensch sieht auf seinen Kontoauszug, subtrahiert Miete, Nebenkosten, Lebensmittel, Tanken und weiß dann, ob noch etwas übrig ist (keine Armut) oder nicht (Armut). Kein Grund für ’Gefühlte Armut’!“

Vielen Dank den Teilnehmern an unserer Aktion “Wort des Monats“. Senden Sie uns auch im kommenden Monat wieder Ihren Vorschlag mit einer Begründung an die bekannte E-Mail-Adresse:wortdesmonats@wissen.de. Wie üblich gibt es auch im kommenden Monat einen Wahrig: Deutsche Rechtschreibung zu gewinnen (dafür aber nicht die Begründung vergessen!) wir freuen uns auf Ihre Einsendung und wünschen viel Erfolg!

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