Das Wort des Monats Juni 2002
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Das Wort des Monats Juni 2002

Bild: Foto: Horst Sturm, CC BY-SA 3.0 de, via Wikimedia Commons

Endlich ist es soweit! Die Jury hat entschieden: Das Wort des Monats Juni heißt: Kahnsinn! Viele User haben diese Wortschöpfung als Wort des Monats vorgeschlagen. Da wir nicht alle Einsendungen veröffentlichen können, haben wir uns eine der originellsten herausgepickt:

Endlich ist es soweit! Die Jury hat entschieden: Das Wort des Monats Juni heißt: Kahnsinn!
Viele User haben diese Wortschöpfung als Wort des Monats vorgeschlagen. Da wir nicht alle Einsendungen veröffentlichen können, haben wir uns eine der originellsten herausgepickt:

Aus meiner Sicht ist "Kahnsinn" das Wort des Monats Juni, weil Oliver Kahn bei der Fußballweltmeisterschaft in Südkorea und Japan einfach "kahntastisch" gehalten hat. Jetzt fehlt nur noch, dass er Martina Hingis heiratet: Möglicher Nachname: Hingis-Kahn

Vielen Dank an Ralf Dasenbrock, der uns diese Begründung geliefert hat, sowie an Udo Herget und Christina Knop, die ebenfalls “Kahnsinn“ vorgeschlagen haben!

Und das sagt die Jury

Auch wenn Deutschland das Endspiel nicht für sich entscheiden konnte - Oliver Kahn geht trotzdem als strahlender Sieger aus dieser WM hervor. Man braucht kein Fußballexperte zu sein, um zu sehen, dass die deutsche Mannschaft ihre Siege hauptsächlich ihrem Torhüter zu verdanken hat.

Kein anderes Thema hat die Menschen im Juni so in Atem gehalten wie die Fußball-WM und die besondere Rolle Oliver Kahns. Da lag es nahe, auch das Wort des Monats auf diesem Spielfeld zu suchen, denn somit waren zwei der Kriterien, die ein Wort des Monats haben sollte, bereits erfüllt: ’für eine große Gruppe relevant’ und ’für den Monat besonders prägend’. Doch das galt auch für viele andere Vorschläge, die zum Thema Fußball eingegangen sind wie etwa “Völler-Elf“, “Oliver Kahn“ oder das schlichte Wörtchen “Weltmeister“.

Den Ausschlag gegeben hat schließlich die Originalität. Der Begriff “Kahnsinn“ bringt die Besonderheiten der diesjährigen WM wortspielerisch auf den Punkt: Wie Kahn durch spektakuläre Einsätze seiner Mannschaft immer wieder den Sieg gerettet hat, ist eben nicht nur Wahnsinn, sondern Kahnsinn!

Den Urheber dieser originellen Wortschöpfung konnten wir leider nicht ermitteln. Fest steht jedenfalls, dass der Begriff nicht erst während der WM 2002 erfunden wurde: Bereits im Mai 2001 titelte die Hamburger Morgenpost “Der pure Kahnsinn“ und benannte so die brillante Torwartleistung Kahns in der Champions League. Inzwischen ist der Blätterwald voll von Kahn-Ableitungen: Neben “King Kahn“ trifft man immer wieder auf den “VulKahnausbruch“, “Kahn-Land“, “kahntastisches“ Spiel - und freut sich eben “kahnsinnig“!

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