Das Wort des Monats März 2003
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Das Wort des Monats März 2003

Bild: Foto: Amrei-Marie, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Lange haben Sie uns die Entscheidung nicht mehr so schwer gemacht wie diesen Monat, welchem Wort oder welcher Wortkombination die Ehre gebührt, zum Wort des Monats gekürt zu werden. Bis zum Beginn des dritten Golfkrieges schien das Wortungetüm “Steuervergünstigungsabbaugesetz“ der klare Favorit. Doch mit dem Einmarsch der “Koalition der Willigen“ im Irak, war dieser Krieg umgehend beherrschendes Thema. Das hat sich in den zahlreichen Einsendungen niedergeschlagen, die sich zu einem großen Teil auf den Krieg im Irak beziehen. Erst nach hitzigen Diskussionen in der Redaktion ob etwa die “Freedom Fries“, “Bushismus“, der “Waffengang“ oder das schlichte aber mächtige Wörtchen “Frieden“ das März-Wort werden soll, haben wir uns für die unseelinge Wortkombination “Allianz bzw. Koalition der Willigen“ entschieden. Immerhin vergeht keine Pressekonferenz in der nicht darauf hingewiesen wird, dass es sich um eine breite Koalition handelt, die sich aktiv am Krieg gegen den Irak beteiligt. Diese Rhethorik legt nahe, dass es sich also bei den Kriegsgegnern um eine Minderheit handelt. Wie aus dem Weißen Haus verlautet, nehmen 46 Länder aktiv am Krieg teil – auch wenn etwa Island, Teil der Allianz, eigentlich gar keine Armee hat. George W. Bush konnte zwar etwa Deutschland, Frankreich, Russland und China nicht von seinem Kriegskurs überzeugen, doch stehen u.a. Albanien, Georgien, Eritrea und Nicaracua geeint in der Allianz der Willigen hinter den USA. Herbert Fischer, unser Gewinner des Monats, begründete seine Wahl wie folgt: “Allianz der Willigen“ , da für mich der Versuch einer Minderheit, ihre kriegstreiberischen Aktivitäten vor den "Vernünftigen" zu rechtfertigen, in dem Ausdruck "Allianz der Willigen" gipfelt. Diese Bezeichnung zeigt gleichzeitig eine Selbstüberschätzung und Arroganz ohne Gleichen, mit dem Ziel die große Mehrheit als unwillig abzuqualifizieren. Ist es so erstrebenswert (kriegs)WILLIG zu sein?Ich finde alle, die gegen den Krieg sind, können stolz sein, in diesem Sinne unwillig zu sein.

Lange haben Sie uns die Entscheidung nicht mehr so schwer gemacht wie diesen Monat, welchem Wort oder welcher Wortkombination die Ehre gebührt, zum Wort des Monats gekürt zu werden. Bis zum Beginn des dritten Golfkrieges schien das Wortungetüm “Steuervergünstigungsabbaugesetz“ der klare Favorit. Doch mit dem Einmarsch der “Koalition der Willigen“ im Irak, war dieser Krieg umgehend beherrschendes Thema. Das hat sich in den zahlreichen Einsendungen niedergeschlagen, die sich zu einem großen Teil auf den Krieg im Irak beziehen. Erst nach hitzigen Diskussionen in der Redaktion ob etwa die “Freedom Fries“, “Bushismus“, der “Waffengang“ oder das schlichte aber mächtige Wörtchen “Frieden“ das März-Wort werden soll, haben wir uns für die unseelinge Wortkombination “Allianz bzw. Koalition der Willigen“ entschieden. Immerhin vergeht keine Pressekonferenz in der nicht darauf hingewiesen wird, dass es sich um eine breite Koalition handelt, die sich aktiv am Krieg gegen den Irak beteiligt. Diese Rhethorik legt nahe, dass es sich also bei den Kriegsgegnern um eine Minderheit handelt. Wie aus dem Weißen Haus verlautet, nehmen 46 Länder aktiv am Krieg teil – auch wenn etwa Island, Teil der Allianz, eigentlich gar keine Armee hat. George W. Bush konnte zwar etwa Deutschland, Frankreich, Russland und China nicht von seinem Kriegskurs überzeugen, doch stehen u.a. Albanien, Georgien, Eritrea und Nicaracua geeint in der Allianz der Willigen hinter den USA. Herbert Fischer, unser Gewinner des Monats, begründete seine Wahl wie folgt: “Allianz der Willigen“ , da für mich der Versuch einer Minderheit, ihre kriegstreiberischen Aktivitäten vor den "Vernünftigen" zu rechtfertigen, in dem Ausdruck "Allianz der Willigen" gipfelt. Diese Bezeichnung zeigt gleichzeitig eine Selbstüberschätzung und Arroganz ohne Gleichen, mit dem Ziel die große Mehrheit als unwillig abzuqualifizieren. Ist es so erstrebenswert (kriegs)WILLIG zu sein?
Ich finde alle, die gegen den Krieg sind, können stolz sein, in diesem Sinne unwillig zu sein.

Die wissen.de-Redaktion bedankt sich für die vielen unterschiedlichen, teilweise äußerst interessant begründeten Einsendungen zum Wort des Monats März. Wir freuen uns auf Ihr Wort des Monats April – auch diesen Monat gibt es wieder ein Exemplar des Wahrig: Die deutsche Rechtschreibung zu gewinnen!

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