Endlich ist es soweit! Nach langem Hin und Her hat die Jury entschieden: Das Wort des Monats Mai heißt: Teuro!
Viele User haben diese Wortschöpfung als Wort des Monats vorgeschlagen. Da wir nicht alle Einsendungen veröffentlichen können, haben wir uns eine der überzeugendsten herausgepickt:
Die Wortmischung aus "teuer" und "Euro" spiegelt das wider, was viele Verbraucher denken, wenn es um den Euro geht. Auch wenn objektiv sicherlich nicht alles teurer geworden ist seit der Euro-Einführung, so geht das subjektive Empfinden der Mehrheit der Bevölkerung ganz klar in diese Richtung. Für bestimmte Bereiche ist die Preisteuerung erwiesen, weshalb es ja auch ausführliche Berichte in den Medien dazu gab und immer noch gibt. Außerdem ist "Teuro" kurz und prägnant.
Vielen Dank an Veronika Peter, die uns diese Begründung geliefert hat, sowie an Stefan Haslinger, Michaela Goertz, Klaus Podszuweit, Daniela Zettwitz und Sissy Herkenhöner, die ebenfalls den “Teuro“ vorgeschlagen haben!
Und das sagt die Jury
Das Wort des Monats Mai lag seit Anfang des neuen Jahres in der Luft. Kaum war im Januar die Mark vom Euro abgelöst worden, hatte man schon gespöttelt: "Euro - Teuro". Im Mai war der Bann gebrochen: Die "Teuro-Debatte" ist in vollem Gange. Sind die Euromünzen in jedem Portemonnaie und gehen sie durch alle Hände, so ist jetzt das Wort "Teuro" in aller Munde. Und es hat schon etliche Zusammensetzungen auf den Plan gerufen, von der (schon genannten) "Teuro-Debatte" über "Teuro-Sheriff" bis zu "Teuro-Vorwurf"; ein "Anti-Teuro-Gipfel" soll’s richten.
Zu einem solchen nämlich rief Verbraucherschutzministerin Renate Künast am 31. Mai Vertreter aus Politik, Handel, Gastronomie, Verbraucherverbänden und Gewerkschaften an den Runden Tisch. Alle waren sich einig, dass der Euro kein “Teuro“ sei und man ihn nicht in Misskredit bringen dürfe. Einzige konkrete Maßnahme, die der Gipfel hervorgebracht hat, ist die Einrichtung eines Internet-Forums für Verbraucherbeschwerden.



