Das Wort des Monats Mai 2004
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Das Wort des Monats Mai 2004

Bild: Foto: HOWI - Horsch, Willy, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Ärger gab es etwa wegen eines Passus über so genannte "Hassprediger", für die CSU-Chef Edmund Stoiber eine Art Verdachtsausweisung schaffen wollte. Terrorverdächtige Ausländer und eben auch so genannte Hassprediger sollten leichter und schneller abgeschoben werden können, auch wenn ihnen noch keine terroristische Straftat nachgewiesen werden konnte. Eben dieses Instrument lehnen vor allem die Grünen strikt ab.

Ärger gab es etwa wegen eines Passus über so genannte "Hassprediger", für die CSU-Chef Edmund Stoiber eine Art Verdachtsausweisung schaffen wollte. Terrorverdächtige Ausländer und eben auch so genannte Hassprediger sollten leichter und schneller abgeschoben werden können, auch wenn ihnen noch keine terroristische Straftat nachgewiesen werden konnte. Eben dieses Instrument lehnen vor allem die Grünen strikt ab.

Daraufhin forderte Bayerns Innenminister Günther Beckstein Kanzler Schröder auf, bei der inneren Sicherheit auf die Grünen einzuwirken. "Da muss die Vergewaltigung durch Herrn Schröder erfolgen." Animiert durch diese bizarre Wortwahl forderten die Fraktionschefin der Grünen, Katrin Göring-Eckardt, und der grüne Zuwanderungsexperte Volker Beck von CDU-Chefin Merkel die verbale Sicherungshaft für den "Hassprediger" Beckstein. In der Posse mit weit reichenden politischen Auswirkungen um den selbst ernannten Kalifen von Köln, Metin Kaplan, drängte sich der Hassprediger tatsächlich noch an die Spitze unserer Wort des Monats-Verleihung, die bis dahin ganz im Zeichen der Folter in irakischen Gefängnissen zu stehen schien.

Eingeschickt hat das Wort des Monats Mai Frau Hella Krückeberg, die ihre Wahl wie folgt begründet: Für mich ist das Wort des Monats "Hassprediger". Jede Religion, auch der Islam, soll - soweit ich Religionen verstehe - doch zur besseren Verständigung von Mensch zu Mensch und von Volk zu Volk beitragen. "Hassprediger" schieben nur Gottesgläubigkeit vor und haben dabei doch nur die Durchsetzung ihrer eigenen Ziele im Sinn. Über Hunderte von Jahren waren Moslems stets sehr großzügig zu Andersgläubigen und gerade jetzt, wo die Gesamtsituation gerade diese Großzügigkeit von allen Seiten erfordert, werden die Menschen immer engstirniger - und bedauerlicher Weise auch die so genannte "zivilisierte Welt". Für mein Dafürhalten ist das ganze ohnehin nicht unbedingt ein Kampf Moslems gegen Christen oder umgekehrt, sondern eher Arme gegen Reiche!

Vielen Dank den Teilnehmern an unserer Aktion “Wort des Monats“. Senden Sie uns auch im kommenden Monat wieder Ihren Vorschlag mit einer Begründung an die bekannte E-Mail-Adresse:wortdesmonats@wissen.de. Wie üblich gibt es auch im kommenden Monat einen Wahrig: Deutsche Rechtschreibung zu gewinnen (dafür aber nicht die Begründung vergessen!) wir freuen uns auf Ihre Einsendung und wünschen viel Erfolg!

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