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Der Bischof von Terni
Eigentlich beruht alles auf einem Zufall: Hätte Kaiser Claudius im Jahr 269 nach Christus den Bischof Valentin von Terni nicht ausgerechnet am 14. Februar, einem beliebten, "Lupercalia" genannten römischen Festtag, enthaupten lassen, die Liebenden und Liebeshungrigen hätten heute vielleicht keinen Feiertag. Und die Blumenhändler, Grußkartenhersteller und Geschenkartikelgeschäfte wären um ein Datum gebracht, das ihren Umsatz doch erheblich steigert
Bräuche im antiken Rom

© Andreas Praefke / CC BY 3.0
Der Heilige Valentin
Nicht zu verwechseln ist St. Valentin mit seinem Namensvetter, der in Passau begraben ist. Dieser lebte Jahrhunderte später im damaligen Rätien und war als Missionar tätig.
Die Kirche und der Valentinstag
Richtig durchsetzen konnte sich diese sittsame Variante indes nicht: Spätestens im 14. Jahrhundert standen wieder die Namen von Mädchen auf den Losen.
Grüße per Post
Der Brauch der Liebes-Lose wurde vor allem in Frankreich weiter gepflegt. Dort trafen sich am Vorabend des Valentinstages junge Frauen und Männer und schrieben ihre Namen auf Zettel. Jedes Mädchen und jeder Mann zogen dann einen Namen und jeder hatte somit zwei Valentins, mit denen sich ein kleiner Flirt entspinnen konnte.
In England entscheidet die erste Begegnung am Morgen des Valentinstags darüber, wer der Valentin oder die Valentine werden soll.
Hierzulande sagt man auch, ein Mädchen sehe in der Nacht vom 13. auf den 14. Februar seinen Zukünftigen im Traum.
Das heutige Mekka aller Valentin-Feierlichkeiten aber ist Amerika: 1849 wurde in den USA die erste Grußkarte gedruckt, um sie an diesem Tag einem geliebten Menschen zukommen zu lassen. Inzwischen sind jedes Jahr zum 14. Februar rund eine Million romantischer Postgrüße in den Staaten unterwegs.

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Ein Stern als Geschenk
Überraschen kann aber auch ein Frühstück im Bett, ein Kinogutschein für einen romantischen Spielfilm oder ein Dinner für Zwei - vielleicht ganz im Zeichen des Granatapfels, der Frucht der Liebesgöttin Aphrodite? Z. B. ein Menü aus fruchtigen Eichblatt-Salat mit Granatapfelkernen und Gänseleberpastete, gebratenen Lammkoteletts mit Granatapfelsamen bestreut und einem Mousse au Chocolat mit Granatapfelgarnitur.
Ein Tipp für Romantiker: Im Internet finden sich nicht nur Unmengen von Blumengrüßen, Grußkarten und Geschenkartikel zum Valentinstag, sogar einen Stern kann man nach der oder dem Liebsten taufen lassen.
Auch Computerfans müssen nicht auf einen Valentinsgruß verzichten: Via Internet lassen sich Postkarten zum "Tag der Liebenden" kostenlos versenden. Wer kein poetischer Dichter ist und dennoch seinen Schatz durch Lyrik beeindrucken möchte, der kann sich eines der vielen Gedichte aus dem Web abgreifen und auf die Datenreise schicken. In Deutschland hat der Heilige also mittlerweile auch schon die elektronische Welt erobert. Herhalten muss sein Name ferner für "Valentinskonfekt" und einen Duft - "St. Valentin" ist der Name eines Parfum, das betörende sinnliche Erlebnisse verspricht.




