Liberalisierung – neue Konkurrenz belastet Festnetz
Das Festnetz schwächelt: Seit 1998 wird der europäische Markt für Telekommunikation liberalisiert – die Platzhirsche bekommen Konkurrenz durch neue Anbieter. Während die spanische Telefonica, die Telecom Italia und die niederländische KPN diesen Schritt schon vor zwei Jahren relativ glimpflich überstanden haben, brechen bei France Telecom und Deutscher Telekom die Umsätze erst seit Jahresbeginn 2002 spürbar ein.
Der Festnetzsparte der Deutschen Telekom, T-Com, droht ab Dezember noch stärkerer Gegenwind. Dann können Kunden auch bei Ortsgesprächen durch eine bestimmte Vorwahl (Pre-Select-Verfahren) über den Netzanbieter ihrer Wahl entscheiden. T-Com, das mit 26 Milliarden Euro Umsatz pro Jahr und 41 Millionen Privatanschlüssen den Deutschen Markt noch immer monopolähnlich beherrscht, kann bei dieser neuen Freiheit langfristig nur verlieren. Im Vorjahr sind die Umsätze der T-Com um fünf Prozent und die Gewinne um sechs Prozent gefallen. Der gnadenlose Preiskampf – seit 1998 sind die Preise für Festnetzverbindungen um bis zu 90 Prozent gefallen – treibt Analysten Sorgenfalten auf die Stirn: Die Cashcow Festnetz wird in Zukunft weniger Milch geben.




