Wer sich wo freiwillig engagiert
Ohne Menschen, die sich für freiwillig für andere engagieren, wäre vieles bei uns nicht möglich. Wer sonst würde für Bedürftige Spenden sammeln, sich um unsere Natur kümmern, Chöre leiten, Spielplätze erbauen oder Feuer löschen? Mehr als ein Drittel der Deutschen ab 14 Jahren engagieren sich gemeinnützig.
Aktuelle Studien belegen, dass rund 36 Prozent aller Ehrenamtlichen sich beim Sport oder anderen Freizeitaktivitäten einbringen. Rund 27 Prozent helfen Kindern und Jugendlichen, etwa 21 Prozent der Kirche. 19 Prozent sind freiwillig sozial tätig und 15 Prozent engagieren sich in den Bereichen Kultur und Bildung.
Was die Ehrenämtler antreibt
In den letzten Jahren hat die Bereitschaft zum freiwilligen Engagement sowohl in den alten, als auch in den neuen Bundesländern und in nahezu allen Erwerbs- und Altersgruppen sichtbar zugenommen. Im Vordergrund des freiwilligen Engagements steht meist – wie Umfragen zeigen – die Bereicherung des Lebensgefühls und der Lebensfreude („Tätigkeit soll Spaß bereiten“) sowie die Möglichkeit neue soziale Kontakte zu schließen.
Die Initiative "für mich, für uns, für alle"
Im Frühjahr 2003 gründeten engagierte Bundestagsabgeordnete, die Städte, Landkreise und Gemeinden Deutschlands sowie die Sparkassen die bundesweite Initiative "für mich. für uns. für alle". Das Bündnis verfolgt das Ziel, die Millionen bürgerschaftlich engagierten Menschen in Deutschlan, die meist bescheiden im Hintergrund arbeiten, zu unterstützen und ihnen etwas von der Anerkennung zu geben, die sie verdient haben. Jedes Jahr zeichnet die "für mich. für uns. für alle" innovatives und vorbildliches Engagement mit dem Bürgerpreis aus. Mehr als 70 lokale und regionale Bündnisse tragen unter dem Dach der Initiative bereits zur Förderung der Freiwilligenkultur in Deutschland bei.
Der aktuelle Wettbewerb
"Umwelt schützen – Zukunft sichern" lautet in diesem Jahr das Motto vom Bürgerpreis der Initiative "für mich. für uns. für alle". Am Bürgerpreis teilnehmen können Personen und Projekte, "die unterschiedliche Menschen für das Ziel einer intakten Natur begeistern und mit ihrem Engagement die Lebensgrundlagen heutiger als auch zukünftiger Generationen sichern". Vergeben wird die Auszeichnung für freiwilliges Engagement zum Erhalt und zur Pflege der Umwelt in vier Kategorien: Junior, Alltagshelden, Aktiver Mittelstand und Lebenswerk. Junior ehrt Bewerber bis zu einem Alter von 21 Jahren. Die Kategorie Alltagshelden richtet sich an vorbildlich engagierte Personen und Projekte unabhängig vom Alter. In der Kategorie Aktiver Mittelstand steht der gemeinsame ehrenamtliche Einsatz von mittelständischen Unternehmen und ihren Mitarbeitern im Mittelpunkt. Und der Bürgerpreis in der Kategorie Lebenswerk wird für mindestens 25 Jahre bürgerschaftliches Engagement verliehen. In den Kategorien Junior, Alltagshelden und Aktiver Mittelstand können sich Engagierte selbst bewerben oder von Dritten vorgeschlagen werden. Für die Kategorie Lebenswerk ist ein Vorschlag durch Dritte erforderlich.
Die Bewerber nehmen zunächst auf lokaler Ebene am Wettbewerb teil. Wer hierbei ausgezeichnet wird, geht automatisch ins Rennen um den nationalen Bürgerpreis. Das Finale des Wettbewerbs ist die Bürgerpreisverleihung im Dezember 2009 in Berlin.
Weitere Informationen gibt es unter www.buerger-engagement.de.



