Der Moderator über die Show
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Der Moderator über die Show

Bild: Foto: Martinus KE, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Er ist das Zugpferd aller Quiz- und Wissenshows. Günther Jauch über frischgebackene Millionäre und das prominente Rateteam.

Er hat den Schalk im Nacken, stellt seine Fragen immer mit einer Portion Charme und leidet mit seinen Kandidaten, wenn diese gerade mal nicht weiter wissen. Die Rede ist vom deutschen Quiz-König Nummer eins: Günther Jauch! Auch nach Weihnachten wird er die große SKL-Wissensshow moderieren, die am 30. Dezember um 20.15 Uhr bei RTL zu sehen ist. Das beliebte Fünf- Millionen-Quiz geht bereits in die zwölfte Staffel. "Ich glaube, im Wesentlichen liegt der Erfolg darin, dass die ganze Familie daran teilhaben und ihr Wissen testen kann. Was kann ich, was kann ich nicht, in welchen Bereichen bin ich besser als die anderen", erklärt er sich die Beliebtheit der Show. Aber auch den "Schadenfreudefaktor", der bei der SKL-Show dann zum Tragen kommt, wenn selbst Prominente die Antworten nicht wissen, schätzt der populäre TV-Mann als beachtlich ein.

Schwimmeinlage bei der SKL-Show

Jauch und seine Schützlinge

"Ich versuche, mich ein bisschen auf die Kandidaten vorzubereiten, bekomme ein paar Stichworte und weiß, wo jemand herkommt und was er macht. Das Interessante ist ja, dass man sich anhand solcher Stichworte schon ein Bild von einer Person macht und dann oft überrascht ist, wie sie tatsächlich ist. Insofern ist es gut, dass man den Kandidaten relativ unvorbereitet gegenübertritt, weil man dadurch natürlich auch unvoreingenommener ist", erzählt Günther Jauch. Manche seiner Schützlinge vergisst er nach der Show auch nicht so schnell wieder: "Man erinnert sich natürlich zunächst an die Menschen, denen man es besonders gönnt, wie an Frau Asendorf, eine Mutter von vier Kindern oder an Frau Brunner, die nach der letzten Show alle 28 Kandidaten, die es nicht auf den Stuhl geschafft hatten, beschenkte."

Was ist das Rezept für Ihr gutes Allgemeinwissen?

"Ich muss zugeben, dass ich in einigen Bereichen tatsächlich immer noch von meiner Schulzeit zehre. Ansonsten werde ich von einer breit gefächerten und natürlichen Neugierde getrieben. Außerdem lese ich jeden Tag mehrere Zeitungen. Gerade Tageszeitungen decken ein breites Themenspektrum ab und wenn man diese quer liest und sich nicht nur auf den Sportteil oder das Feuilleton beschränkt, bleibt schon einiges hängen. Das versuche ich seit 30 Jahren konsequent. Viel vergisst man zwar auch wieder, aber einiges bleibt in Erinnerung."


Mussten Sie früher in der Schule büffeln oder waren Sie jemand, bei dem sich alles schon während des Unterrichts im Gedächtnis festsetzte?

"Nein, ich war ein sehr mittelmäßiger Schüler. Mein Notenschnitt ist für heutige Verhältnisse ganz schlecht. Ich wollte immer so wenig wie möglich für die Schule tun, andererseits aber so wenig wie möglich Ärger haben. Ich habe also nach meiner eigenen Faulheitstheorie gerade so viel getan, dass ich nicht Gefahr lief, auf „5“ zu stehen, andererseits aber auch nicht in die Gefahr kam, Ausreißer nach oben zu haben. Natürlich gab es, wie bei jedem Schüler, Fächer, die ich ausgesprochen gerne gemacht habe: Deutsch, Geschichte, politische Weltkunde. Andere, wie Latein, eben nicht. Heute bin ich froh, es gemacht zu haben. Aber deshalb muss man es ja nicht gleich mögen."

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