Hindenburg wörtlich:
"Die Heimat hat uns von diesem Augenblick an (1916) nicht mehr unterstützt. Wir erhoben oft unsere warnende Stimme. Seit dieser Zeit setzte auch die heimliche Zersetzung von Heer und Flotte ein. Die Wirkung dieser Bestrebungen war der Obersten Heeresleitung während des letzten Kriegsjahres nicht verborgen geblieben. Die braven Truppen, die sich von der revolutionären Einwirkung frei hielten, hatten unter der Einwirkung der revolutionären Kameraden schwer zu leiden. Unsere Forderung, strenge Zucht und strenge Handhabung der Gesetze durchzuführen, wurde nicht erfüllt. So mussten unsere Operationen misslingen, so musste der Zusammenbruch kommen, die Revolution bildete nur den Schlussstein. Ein englischer General sagte mit Recht: Die deutsche Armee ist von hinten erdolcht worden. Wo die Schuld liegt, bedarf keines Beweises. Das ist in großen Linien die tragische Entwicklung des Krieges für Deutschland."
Generäle vor dem Untersuchungsausschuss
Sowohl Generalfeldmarschall Paul von Hindenburg als auch General Erich Ludendorff werden im Reichstag in Berlin vor dem parlamentarischen Untersuchungsausschuss über die Friedensmöglichkeiten während des Ersten Weltkriegs vernommen.
Die beiden einflussreichsten kaiserlichen Offiziere erkennen die Verfassungsmäßigkeit des Untersuchungsausschusses nicht an; sie wollen jedoch aussagen "aus der Erwägung, dass nach einem vierjährigen Kriege ein so starkes Volk wie das deutsche ein Recht darauf hat zu sehen, wie sich die Tatsachen unverzerrt und ohne Parteileidenschaft an der Front und in der Heimat abgespielt haben".
Kaum eine andere Parole sollte so viel zur Zerstörung der Demokratie in der Weimarer Republik beitragen wie die Dolchstoßlegende.
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