Deutschland kapituliert: Krieg in Europa beendet
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Deutschland kapituliert: Krieg in Europa beendet

Bild: Foto: Christoph Rieder, CC0, via Wikimedia Commons

Sie soll einen Tag später, am 8. Mai um 23.01 Uhr mitteleuropäischer Zeit, in Kraft treten. Am 5. Mai war Generaladmiral Hans-Georg von Friedeburg in Reims eingetroffen. Er sollte versuchen, eine Teilkapitulation gegenüber den Westalliierten auszuhandeln. Dadurch wären weitere Flüchtlingstransporte aus dem Osten ermöglicht worden. Große Teile der an der Ostfront stehenden deutschen Verbände hätten der Gefangennahme durch die Rote Armee entgehen und sich den Westalliierten ergeben können.

Sie soll einen Tag später, am 8. Mai um 23.01 Uhr mitteleuropäischer Zeit, in Kraft treten. Am 5. Mai war Generaladmiral Hans-Georg von Friedeburg in Reims eingetroffen. Er sollte versuchen, eine Teilkapitulation gegenüber den Westalliierten auszuhandeln. Dadurch wären weitere Flüchtlingstransporte aus dem Osten ermöglicht worden. Große Teile der an der Ostfront stehenden deutschen Verbände hätten der Gefangennahme durch die Rote Armee entgehen und sich den Westalliierten ergeben können.

General Eisenhower weigerte sich, mit den Deutschen zu verhandeln. Er beauftragte seinen Stabschef, General Bedell Smith, die von den Westalliierten im Januar 1943 in Casablanca festgeschriebene bedingungslose Kapitulation Generaladmiral von Friedeburg mitzuteilen: Sämtliche deutschen Verbände sollten ihre Waffen niederlegen und sich in Gefangenschaft begeben. Friedeburg ließ den neuen Reichspräsidenten, Großadmiral Karl Dönitz, von den Forderungen der Alliierten unterrichten. Dönitz, der die Bedingungen als „unannehmbar“ bezeich- nete, schickte Generaloberst Alfred Jodl nach Reims, um „klar zu machen, weshalb eine Gesamtkapitulation unmöglich ist“. General Eisenhower ließ Jodl jedoch am Abend des 6. Mai ausrichten, er verlange die sofortige Unterzeichnung der bedingungslosen Kapitulation, Jodl habe eine halbe Stunde Bedenkzeit. Wenn er ablehne, werde der Bombenkrieg wieder aufgenommen.

Um 21.45 Uhr übermittelte Jodl das Ultimatum Eisenhowers über Funk an Dönitz: „... Ich sehe keinen anderen Ausweg als Chaos oder Unterzeichnung...“ Dönitz, der den Funkspruch am 7. Mai um 0.15 Uhr erhielt, antwortet um 1.30 Uhr: „Vollmacht zur Unterzeichnung... erteilt.“

Auf Betreiben der Sowjetunion wird die Zeremonie der Kapitulation in der Nacht vom 8. auf den 9. Mai in einer Pionierschule der Wehrmacht in Berlin-Karlshorst wiederholt. Diesmal unterzeichnen Generalfeldmarschall Wilhelm Keitel (Chef des Oberkommandos der Wehrmacht), für die Marine wiederum Generaladmiral von Friedeburg sowie Generaloberst Hans-Jürgen Stumpff als Vertreter der Luftwaffe das Dokument. Von Seiten der Alliierten setzen Marschall Georgi K. Schukow (UdSSR), Luftmarschall Arthur William Tedder (Großbritannien), Generalleutnant Carl A. Spaatz (USA) sowie General Jean de Lattre de Tassigny (Frankreich) ihre Unterschriften unter die Urkunde.

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