Die Inhalte
Die Studie „Altersvorsorge in Deutschland“ umfasst 300 Seiten, ist gespickt mit Zahlenwerken, Tabellen und Kurven und zeichnet ein modellhaftes Bild der Lebenssituation eines Rentners in Deutschland. Sie berechnet das Alterseinkommen der heute 46- bis 50-Jährigen und vergleicht es mit dem der heute 61- bis 65-Jährigen. In die empirischen Daten einbezogen ist, wie viele Arbeitnehmer allein mit der gesetzlichen Rente kalkulieren und wie viele zusätzlich eine Riester-Rente abgeschlossen haben.
Die Ergebnisse
Ansprüche aus der gesetzlichen Rentenversicherung werden über 95 Prozent der Westdeutschen und fast 100 Prozent der Ostdeutschen anmelden können. Wenn ein Arbeitnehmer allerdings über längere Zeit arbeitslos oder zu niedrigem Lohn beschäftigt war, zieht das logischerweise auch eine niedrigere Rente nach sich. Als entscheidender Faktor beeinflusst die Arbeitsmarktsituation demnach die Entwicklung der Alterseinkommen. Sinkende Rentenansprüche können zum Teil durch die Riester-Rente beziehungsweise durch private Vorsorge ausgeglichen werden.
Die Studie „Altersvorsorge in Deutschland 2005“ warnt dennoch vor dem Risiko der Altersarmut. Selbst wenn jüngere Arbeitnehmer – gemeint sind die Jahrgänge 1957 bis 1961 – durch eigene Sparleistung die volle Riesterförderung erhalten, erlangen sie damit noch nicht das Alterseinkommen von älteren Arbeitnehmern der Jahrgänge 1942 bis 1946. Damit wird deutlich, dass die gesetzliche Rente – ergänzt von der Riester-Rente – in der Regel nicht das erhoffte Niveau haben wird. Fazit: Ohne zusätzliche private Vorsorge werden zukünftige Rentner weniger Einkommen haben als heute.
„Die Ergebnisse sind nicht als Prognosen zu verstehen, sondern als Trendaussagen, die eine Variante aus der Bandbreite möglicher Entwicklungen beschreiben“, heißt es allerdings vorsichtig bei der Darstellung der Ergebnisse.
Die Studie im Internet: www.deutsche-rentenversicherung-bund.de



