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Die ARD-Fernsehlotterie
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Leben & Lifestyle

Die ARD-Fernsehlotterie

Die Vorgeschichte der ARD-Fernsehlotterie reicht bis in die ersten Jahre nach dem weiten Weltkrieg zurück. Im weitgehend zerstörten Berlin versuchten die Menschen, sich unter schwierigen Bedingungen ein neues Leben aufzubauen; viele hatten keine eigene Wohnung, keine Arbeit und waren auf Hilfe von außen angewiesen.…
Veröffentlicht
26. Februar 2022
Lesezeit
2 Minuten
Rubrik
Leben & Lifestyle

Die Vorgeschichte der ARD-Fernsehlotterie reicht bis in die ersten Jahre nach dem weiten Weltkrieg zurück. Im weitgehend zerstörten Berlin versuchten die Menschen, sich unter schwierigen Bedingungen ein neues Leben aufzubauen; viele hatten keine eigene Wohnung, keine Arbeit und waren auf Hilfe von außen angewiesen. Als dann im Juni 1948 noch die Blockade West-Berlins durch die Rote Armee begann, traf es die Bevölkerung besonders hart. Am Schlimmsten waren Kinder und ältere Menschen betroffen – besonders ihnen musste geholfen werden. Sofort leitete der Deutsche Städtetag mit dem „Hilfswerk Berlin“ erste Maßnahmen für die Menschen ein. "Ein Platz an der Sonne" hieß der Slogan der Aktion, der sich bis heute der deutschen Öffentlichkeit tief eingeprägt hat.

Mit den legendären "Rosinenbombern" der Alliierten, welche die Berliner Bevölkerung während der Blockade mit Hilfsgütern und Lebensmitteln versorgten, wurde Kindern eine Ferienreise nach Westdeutschland ermöglicht. Bereits am 20. September 1948 konnten die ersten Berliner Kinder einen der legendären „Rosinenbomber“ besteigen. Im Westen warteten Gastfamilien oder organisierte Feriendörfer auf die Kleinen, um sich sechs Wochen rührend ihrer anzunehmen.

Jochen Richert ist der „Gründervater“ der ARD-Fernsehlotterie. Er koordinierte als damaliger Pressereferent des Hilfswerks Berlin alle Hilfsaktionen. Richert verstand damals sofort, welche Chancen das noch junge Medium Fernsehen bot. Unter seiner Regie griff das Erste Deutsche Fernsehen die Hilfsaktion auf und veranstaltete am 28. April 1956 die erste Fernsehlotterie unter dem Titel "Ferienplätze für Berliner Kinder". Er erfand das sprichwörtliche Motto „Mit fünf Mark sind Sie dabei!“ und wurde als Ziehungsleiter schnell zum Fernsehstar.

Die Aktion war auf Anhieb ein großer Erfolg: 1,6 Mio. DM wurden eingespielt und verhalf über 55.000 Berliner Kindern zu einer Ferienreise - für die meisten Kinder der Nachkriegszeit die ersten Ferien im Leben. Damit begann die Geschichte der ältesten und traditionsreichsten Fernsehlotterie der Welt, der Grundstein für die ARD-Fernsehlotterie als eine der größten sozialen Lotterien in Deutschland war gelegt. Die erste Redaktion der Fernsehlotterie logierte noch in einem vom Zirkus Hagenbeck gespendeten Zirkuswagen auf dem heutigen NDR-Gelände in Hamburg-Lokstedt. Der Erfolg der ersten Fernsehlotterie gab den Impuls, die Zielgruppen der Hilfe auf Familien und ältere Menschen auszuweiten.

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