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Die Elbphilharmonie: Hamburgs neues Wahrzeichen
Bildquelle nicht angegeben
Leben & Lifestyle

Die Elbphilharmonie: Hamburgs neues Wahrzeichen

Die Elbphilharmonie beinhaltet drei Konzertsäle, ein Luxushotel mit 244 Zimmern, Restaurants und 45 Eigentumswohnungen. Aber auch für diejenigen, die weder ein Konzertticket haben, noch sich ein Zimmer im Hotel leisten können, gibt es einiges zu Bestaunen. Denn der Bereich auf Höhe des Kaispeicherdachs ist für alle…
Veröffentlicht
26. Februar 2022
Lesezeit
2 Minuten
Rubrik
Leben & Lifestyle
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Thies Rätzke

Die Elbphilharmonie beinhaltet drei Konzertsäle, ein Luxushotel mit 244 Zimmern, Restaurants und 45 Eigentumswohnungen. Aber auch für diejenigen, die weder ein Konzertticket haben, noch sich ein Zimmer im Hotel leisten können, gibt es einiges zu Bestaunen. Denn der Bereich auf Höhe des Kaispeicherdachs ist für alle Besucher offen. Eine zum Wasser hin offene Plaza bietet einen spektakulären Rundumblick aus 37 Metern Höhe. Mit einer Fläche von etwa 4.000 qm ist die Plaza immerhin fast so groß wie der Hamburger Rathausmarkt. Außen umrundet zudem ein Weg das gesamte Gebäude.

Artikelbild

Links: Gemeinfrei; rechts: JohnSeb / CC BY-SA 2.0

Die Elbphilharmonie steht an einem historisch bedeutsamen Ort: im Sandtorhafen. 1875 wurde hier das damals größte Lagerhaus des Hamburger Hafens errichtet, der Kaiserspeicher. Schnell avancierte der neugotische Bau zu einem der Wahrzeichen der Stadt. Der Turm des Gebäudes hatte eine weitere Besonderheit: Er trug einen von weltweit nur 160 Zeitbällen – einer einen Meter großen Kugel, die um genau 12:00 Uhr mittags herunterfiel und damit allen Seeleuten und Hafenarbeitern eine Zeitreferenz gab.

Im Zweiten Weltkrieg weitgehend zerstört, wurde der Kaiserspeicher 1963 gesprengt. Nach einem Entwurf von Werner Kallmorgen entstand 1966 an dieser Stelle der Kaispeicher A. Bis in die 1990er Jahre hinein wurden in ihm Kakao, Tee und Tabak gelagert. Erst mit dem Anstieg des Containertransports verlor der Kaispeicher A an Bedeutung und stand schließlich leer. Anfang der 2000er gab es daher den Plan, an Stelle des Speichers ein Bürogebäude – vorwiegend für die Medien-und Internetbranche zu errichten. Doch als nach der Ausschreibung des Projekts die Internetblase platzte, wurde der Plan fallengelassen.

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Michael Zapf

Im Jahr 2003 kam schließlich die Idee auf, auf dem Kaispeicher ein Konzertgebäude zu bauen. Die Schweizer Star-Architekten Herzog & de Meuron lieferten dafür einen spektakulären Entwurf. Von diesem Architektenduo stammen unter anderem das Olympiastadion von Peking – das "Vogelnest", die Allianzarena in München und die Galerie Tate Modern in London.  Ihr Entwurf sah vor, das verglaste Konzertgebäude mit integriertem Hotel, Wohnungen und anderen Komponenten einfach auf den Kaispeicher aufzusetzen.

Die aufwändigen Bauarbeiten für die Elbphilharmonie begannen mit der Grundsteinlegung am 2. April 2007. Das Gebäude des Kaispeichers wurde komplett entkernt, nur die Backsteinfassade blieb stehen. Damit das Fundament des alten Speichers die 200.000 Tonnen der Elbphilharmonie tragen kann, wurden zusätzlich zu den 1.111 Stahlbetonpfählen, auf denen der Kaispeicher A bislang ruhte, weitere 650 Pfähle 15 Meter tief in den Elbschlick gerammt.

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