Zum Inhalt springen
wissen.de - Das große Wissensportal
  • Wissenstests
  • Lernen & Familie
  • Gesundheit
  • Reisen
  • Natur & Umwelt
  • Technik & Mobilität
  • Leben & Lifestyle
  • Digital
wissen.de - Das große Wissensportal
  • Wissenstests
  • Lernen & Familie
  • Gesundheit
  • Reisen
  • Natur & Umwelt
  • Technik & Mobilität
  • Lexika
  • Leben & Lifestyle
  • Digital
wissen.de-Newsletter
Spannende Fakten und Wissenstests direkt in Ihr Postfach.

Leserservice

  • Shop

Info

  • AGB
  • Impressum
  • Datenschutz
  • Barrierefreiheit
  • Datenschutzeinstellungen

Kontakt zur Redaktion

wissen.deErnst-Mey-Str. 8
70771 Leinfelden-Echterdingen

E-Mail: wissenschaft@konradin.de
Folgen Sie uns
Konradin Mediengruppewissenschaft.denatur.de
© 2026 wissen.de
Startseite/Leben & Lifestyle/Artikel
Die Entstehung des Internets
Bildquelle nicht angegeben
Leben & Lifestyle

Die Entstehung des Internets

Gefordert war ein Befehls- und Kontrollnetzwerk, das Städte und Militärbasen miteinander verband. Aber, Kabel und Schaltstellen waren gegen einen Angriff mit Nuklearwaffen nicht zu schützen, und eine zentrale Kontrollstelle wäre das erste Angriffsziel gewesen. Die Lösung für dieses Problem war ein Netzwerk ohne…
Veröffentlicht
26. Februar 2022
Lesezeit
3 Minuten
Rubrik
Leben & Lifestyle
Artikelbild

Gefordert war ein Befehls- und Kontrollnetzwerk, das Städte und Militärbasen miteinander verband. Aber, Kabel und Schaltstellen waren gegen einen Angriff mit Nuklearwaffen nicht zu schützen, und eine zentrale Kontrollstelle wäre das erste Angriffsziel gewesen. Die Lösung für dieses Problem war ein Netzwerk ohne zentrale Steuerung, Computer bildeten die Netzknoten. Es war so angelegt, dass die einzelnen Teile unabhängig voneinander agieren konnten. Der Nachrichtenaustausch zwischen den einzelnen Netzknoten sollte durch Datenpakete erfolgen, die ihre eigenen Wege durch das Netz gingen. Wäre ein Leitungsweg zerstört, würde ein anderer eingeschlagen. Das wesentliche Prinzip lässt sich folgendermaßen darstellen. Die Daten werden in viele kleine, nummerierte Pakete mit Absender und Adresse zerlegt und von Knotenpunkt zu Knotenpunkt gesendet. Dabei lesen die Rechner an den Knoten des Netzes die Adresse und leiten das Paket in Richtung Empfänger weiter. Die Wege, die gewählt werden, können verschieden sein und werden der jeweiligen Situation angepasst, z. B. wenn ein Knotenrechner ausfällt oder eine Verbindungsstrecke überlastet ist. Der Computer des Empfängers setzt die Information nach der Nummerierung der Päckchen wieder zusammen und fordert fehlende oder fehlerhafte Pakete noch einmal vom Absender an.

Von einer Abteilung des US-Verteidigungsministeriums, der ARPA (Advanced Research Project Agency), wurde das erste Netzwerk in der Praxis entwickelt und betreut. 1969 wurden die ersten vier Netzknoten in Universitäten und Forschungseinrichtungen installiert; Daten wurden über Telefonleitungen ausgetauscht und jeder Knotenrechner konnte jeden anderen durch sog. Remote-Control (Fernsteuerung) steuern. Diese Keimzelle des Internet wurde vom Pentagon ARPANET getauft. Das ARPANET bot nun Forschern und Technikern die Möglichkeit, auch über große Entfernung die angeschlossenen Knotenrechner zu nutzen (Remote-Computing). Zunächst durften nur Militärs und Forscher im militärischen Bereich diese, zumindest nach damaligen Verhältnissen superschnellen High Tech-Computer-Anlagen nutzen. Bald wurde diese Beschränkung jedoch aufgehoben und die Zahl der Knoten erhöhte sich. Es wurde schnell klar, dass das Hauptinteresse der Netzbenutzer nicht dem Remote-Computing galt, sondern dem elektronischen Austausch vom Nachrichten, der sog. E-Mail. Die einzelnen Benutzer hatten ihre eigenen E-Mail-Adressen, konnten also von Person zu Person kommunizieren. Forscher konnten Informationen über ihre Arbeiten austauschen und bequem in Projekten zusammenarbeiten.

Die dezentralisierte Struktur des ARPANET erleichterte die weitere Ausdehnung des Netzes. Die Expansion wurde außerdem dadurch begünstigt, dass die verschiedensten Computersysteme zusammenarbeiten konnten, sofern sie sich nur an gewisse Regeln (sog. Protokolle) beim Austausch ihrer Datenpakete hielten. Anfang der achtziger Jahre spaltete sich der militärische Teil, das Milnet, vom ARPANET ab. Eine Verbindung blieb aber bestehen, das DARPA-Internet. Später wurde es kurz Internet genannt. Andere öffentliche Netzwerke, Firmen- und Universitätsnetze kamen hinzu und wurden über spezielle Verbindungen an das Internet angekoppelt. Schließlich ging 1986 das ARPANET in das NSFNET (National Science Foundation Network) über. Das NSFNET verband innerhalb der USA alle angeschlossenen Netze durch fünf leistungsstarke Rechenzentren. Weitere US-Behörden und staatliche Einrichtungen wie die NASA schlossen sich an.

Das Internet weitete sich weltweit aus, und seine TCP/IP-Protokolle sind heute globaler Standard. Außerdem haben immer mehr Privatpersonen einen Internetzugang. Denn der Reiz des Internet liegt zum einen in seiner freiheitlichen, anarchischen Struktur. Es gibt keine Internetzentrale, keine Aktionäre, keine Vorsitzenden und keine Zensur. Zum anderen wurden die Möglichkeiten und Dienstleistungen des Internets immer benutzerfreundlicher und für den Normalbürger interessanter.

Weitere Artikel auf wissenschaft.de

Footer Menu Main

Footer Menu Legal

Mehr aus Leben & Lifestyle

Weitere aktuelle Artikel aus der Rubrik Leben & Lifestyle.

Alle Leben & Lifestyle-Artikel
DIY-Autopilot: Hobbyisten rüsten Privatfahrzeuge mit selbstfahrenden Systemen nach
Leben & Lifestyle

DIY-Autopilot: Hobbyisten rüsten Privatfahrzeuge mit selbstfahrenden Systemen nach

30. September 2026

Eine wachsende Untergrund-Bewegung baut Open-Source-Fahrassistenzsysteme in normale Autos ein. Die Praxis wirft drängende Fragen zu Verkehrssicherheit, Haftung und der Zukunft autonomer Technologie auf.

Reaktionssport Tischtennis: Wie schnelle Bewegungen Körper und Gehirn fordern
Leben & Lifestyle

Reaktionssport Tischtennis: Wie schnelle Bewegungen Körper und Gehirn fordern

1. April 2026

Tischtennis gilt oft als Freizeitspiel, das in Kellern, Schulhöfen oder Parks stattfindet. Gleichzeitig zählt es zu den schnellsten Rückschlagsportarten überhaupt. Der Ball kann Geschwindigkeiten von über 100 km/h…

CO₂-Bilanz beim Hausbau: Wie viel Klimaschutz steckt wirklich im Neubau?
Leben & Lifestyle

CO₂-Bilanz beim Hausbau: Wie viel Klimaschutz steckt wirklich im Neubau?

31. März 2026

Der Hausbau in Deutschland wird seit einigen Jahren von zunehmend strengen energetischen Auflagen begleitet. Seit dem Inkrafttreten des Gebäudeenergiegesetzes (GEG) am 1. November 2020 gelten für Neubauten einheitliche…

Anatomie trifft Biomechanik: Warum frauenspezifische Laufschuhe vor Verletzungen schützen
Leben & Lifestyle

Anatomie trifft Biomechanik: Warum frauenspezifische Laufschuhe vor Verletzungen schützen

25. März 2026

Laufen gehört zu den beliebtesten Ausdauersportarten, um das Herz-Kreislauf-System zu stärken und den Kopf nach einem langen Arbeitstag freizubekommen. Doch bei jedem Schritt wirken Kräfte auf den Körper ein, die das…

← Zurück zu Leben & LifestyleZur Startseite