Die erfolgreiche Präsentation
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Die erfolgreiche Präsentation

Bild: Foto: Klaus Schönitzer, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

1. Ziel: Sie wollen Ihre Adressaten motivieren. Ihr Weg: Alles, was Sie tun, sagen und zeigen, muss das Verständnis für Ihre Absichten unterstützen und Visionen wecken.

Ihre Ziele, Ihre Mittel und Wege

1. Ziel: Sie wollen Ihre Adressaten motivieren.
Ihr Weg: Alles, was Sie tun, sagen und zeigen, muss das Verständnis für Ihre Absichten unterstützen und Visionen wecken.

2. Ziel: Sie wollen, dass sich die Adressaten an die Botschaft erinnern.
Ihr Weg: Gliederungen, Farben usw. sprechen die rechte Gehirnhälfte an, nutzen Sie das; und sprechen Sie mehrere Sinne an: sehen, hören, tasten, riechen, schmecken - was immer Ihrer Botschaft entsprechen kann.

3. Ziel: Sie wollen bestimmte Informationen betonen.
Ihr Weg: Was hervorgehoben ist, wird als wichtig erlebt. Zur Hervorhebung nutzen Sie:

  1. Modulation der Stimme
  2. Betonung
  3. Pausensetzung
  4. Mimik
  5. Gestik
  6. Textgrafiken
  7. Beispiele
  8. sprachliche und reale Bilder
4. Ziel: Sie wollen Aktivität erzeugen.
Ihr Weg: Beziehen Sie die Adressaten mit ein. "Was ist Ihre Meinung dazu? Welchen Aspekt sollen wir genauer erläutern?" Nehmen Sie als Präsentator die Betrachter-Haltung Ihrer Adressaten ein. So stellen Sie eine gemeinsame Perspektive her.
Damit Sie das Heft in der Hand behalten: Schlagen Sie zu Beginn Ihrer Präsentation eine Regelung bezüglich der Zwischenfragen vor. Z.B. Verständnisfragen sofort stellen, aber Problemdiskussion am Ende jeder Einheit. Sprechen Sie Ihr Schlusswort nach der Beantwortung der letzten Frage.

5. Ziel: Sie wollen Verständnis ermöglichen.
Ihr Weg: Die Sprache wird durch Einfachheit, Ordnung, Prägnanz und Anregungen verständlich und ermöglicht das Aufnehmen und Abspeichern der Inhalte. Die zeitliche Abfolge der Inhalte ist wichtig: Fachbegriffe erst erläutern, dann nennen. Langsam und artikuliert vortragen.

Gekonnt visualisieren

Nur die Visualisierung ermöglicht eine simultane Präsentation von Informationen.

"Ich höre - ich vergesse; ich sehe - ich behalte; ich tue - ich verstehe." Das chinesische Sprichwort sollte jeder beherzigen, der anderen seine Gedanken vorstellt. Durch Visualisierung erhöhen Sie Verständnis, Merkfähigkeit und Resonanz, Sie erzielen bessere Ergebnisse und verkürzen die Dauer von Konferenzen (wenn das kein Grund ist!).

Drum: ob beim internen Meeting, ob bei einer Verhandlung mit Geschäftspartnern, ob bei einem Event mit großem Publikum, ob Sie informieren wollen oder tadeln oder motivieren - sorgen Sie für eine zielorientierte visuelle Aufbereitung Ihrer Inhalte!

Die 10 Gebote der Gestaltung von Präsentations-Medien

Eine moderne Präsentations-Software lässt dem Vortragenden fast keine Chance mehr, Fehler zu machen. Wer jedoch mit Overhead-Folien arbeitet, muss folgendes bedenken: Wie biete ich meine Ideen grafisch geschickt dar?

  1. Die Wahrnehmung ist zielgerichtet. Daher ist die Gestaltung wichtiger als die Technik: Die Information soll nicht am Medium hängen bleiben (flimmerndes Bild) sondern am Inhalt.
  2. Weniger ist mehr. Jedes einzelne Blatt muss deutlich erkennbar und auf ein Thema begrenzt sein. Sie spüren bald selbst: Diese Verpflichtung zur Beschränkung tut auch Ihren Inhalten gut.
  3. Gestalten Sie den Text schlicht. Keine Ablenkung, keine Schnörkel. Bleiben Sie bei einer Schriftart. Variieren Sie sie in höchstens zwei bis drei Größen. Auf Lesbarkeit für alle achten!
  4. Bereiten Sie Illustrationen adressatengerecht auf. Zeigen Sie statt einer Statistik ein Diagramm. Bilder werden 60.000 Mal schneller aufgenommen als Text.
  5. Bieten Sie einheitliche visuelle Aussagen. Kein Einerlei. Keine Mischung von Symbolen, Schriften, Pastell- und Komplementärfarben. Nichts überfrachten: Vier Farben sind genug.
  6. Farben sind zu wählen nach a. Kontrastierung, b. allgemeiner Funktionsbedeutung (Verbot: rot, Erlaubnis: grün), c. Gewicht (von oben: weiß / gelb / grün / blau / rot / schwarz), d. Farbbedeutung (blau: Kühle, gelb: Frische usw.).
  7. Schätzen Sie die Hintergrundfarbe nach ihrer atmosphärischen Wirkung ab.
  8. Entwickeln Sie die Darstellung Stück für Stück. Keine logischen Sprünge. Vom Ganzen zum Teil und zurück: Bieten Sie einen Wechsel zwischen Gesamtüberblick und einzelnen Elementen.
  9. Wenn Sie ein Gestaltungsmerkmal erklären müssen, ist es falsch.
  10. Schützen Sie Folien mit Hüllen; es wäre zu schade, wenn Ihr Publikum als erstes Ihre Fingerabdrücke auf einer fleckigen, verschrammten Folie zu sehen bekäme!

Welches Medium bei der Produkt-Präsentation?

Visuelle Darstellungen sollen Ihren verbalen Vortrag ergänzen, kontrastieren, unterstützen und erläutern. Im Wesentlichen haben Sie zur Präsentation eines Produkts die Wahl zwischen Tisch-Flip-Chart, Overhead-Projektor und Laptop.

Das Tisch-Flip-Chart

Das Umfeld

Der Betrachtungsabstand ist 30 bis 40 cm; maximal drei Teilnehmer können um einen Tisch herum sitzen / sehen.

Die Vorteile

  1. Technische Pannen sind ausgeschlossen.
  2. Es ist leicht zu transportieren.
  3. Der persönliche Kontakt zu den Adressaten ist intensiv.
  4. Die Betrachter können Auswahl, Geschwindigkeit und Reihenfolge mitsteuern.
  5. Die Kombination vorbereiteter Grafiken und spontaner Notizen ist möglich.
  6. Handschrift und Handzeichnungen können als Ausdruck der Persönlichkeit des Präsentators eingebracht werden.

Die Problemzonen

  • Gibt es für ein DIN A 3 -Chart genügend Platz? Oder müssen Sie auf DIN A 4 reduzieren?
  • Eigene Stifte mitbringen!
  • Schreiben üben!
  • Distanzbedürfnisse beachten!
  • Die Ausgrenzung einzelner Personen vermeiden!
  • Für größere Gruppen ungeeignet.

Der Overhead-Projektor

Das Umfeld

Die Personenzahl ist beliebig, der Betrachtungsabstand kann von circa 3 bis 4 bis hin zu 50 Meter betragen.

Die Vorteile

  • Die Kombination von vorbereiteten Schaubildern und Handschrift ist möglich.
  • Die Aufmerksamkeit wird durch den Präsentator gesteuert.

Die Problemzonen

  • Licht kanalisieren
  • Ungehinderte Sicht ermöglichen
  • Platz für Aufbau
  • Anschluss vorhanden? / Verlegen von Kabeln
  • Blickkontakt halten
  • Gute Abbildungsqualität nur durch glatte Projektionsfläche
  • Licht ohne Folie erzeugt unnötige Spannung - ausschalten
  • Jeweils nur die passende Folie zeigen
  • Ruhig und langsam zeigen
  • Aktion und Sprechen trennen
  • Nicht abdecken, sondern neue Folie, sonst Overlaytechnik
  • Stifte vorher kontrollieren

Das Laptop

Das Umfeld

Die Personenzahl ist beliebig, der Betrachtungsabstand beträgt von 30 cm bis 4 Meter, ist beim Einsatz eines Beamers nahezu unendlich.

Die Vorteile

  1. Die Aufmerksamkeit wird durch den Präsentator gesteuert; beim Film geht die Fremdsteuerung vom Medium selbst aus.
  2. In Sekundenschnelle können Äußerungen / Einwände der Adressaten aufgenommen und Darstellungen modifiziert werden, sofern Zeit dafür vorhanden ist und der Präsentierende entsprechend technisch versiert ist.
  3. Die Aussage: "Der Präsentator ist auf der Höhe der Zeit" schwingt automatisch mit.

Die Problemzonen

  • Licht kanalisieren
  • Check der Verfügbarkeit im Vorfeld
  • Mit Akku arbeiten, damit Sie unabhängig von Stromquellen sind
  • Technische Komplikationen sind nicht ausgeschlossen
  • Der Präsentator muss dem korrekten Umgang mit dem Medium hohe Aufmerksamkeit widmen und wird so eventuell von der Präsentation selbst abgelenkt

Für welches Medium Sie sich auch entscheiden: Konzentrieren Sie Ihre Energie auf funktionsbezogene Handlungen. 95 Prozent aller Pannen können Sie vorhersehen und damit vermeiden.

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