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Die Eroberung des Aztekenreiches
Bildquelle nicht angegeben
Leben & Lifestyle

Die Eroberung des Aztekenreiches

Auch das damals größte Reich Mittelamerikas fiel der Eroberungswut der Europäer zum Opfer. Genauer gesagt: einem Mann namens Hernan Cortez. Der Sohn verarmter spanischer Adliger hatte sich vom einfachen Sekretär zum Heerführer hochgearbeitet, als er eines Tages von den Azteken erfuhr. Dass dieses Volk Pyramiden…
Veröffentlicht
26. Februar 2022
Lesezeit
3 Minuten
Rubrik
Leben & Lifestyle
Artikelbild

Gemeinfrei

Auch das damals größte Reich Mittelamerikas fiel der Eroberungswut der Europäer zum Opfer. Genauer gesagt: einem Mann namens Hernan Cortez. Der Sohn verarmter spanischer Adliger hatte sich vom einfachen Sekretär zum Heerführer hochgearbeitet, als er eines Tages von den Azteken erfuhr. Dass dieses Volk Pyramiden baute, eine Schrift und einen Kalender besaß, interessierte ihn dabei wohl eher weniger. Cortez hatte es auf den sagenhaften Goldschatz des Aztekenherrschers Montezuma abgesehen - und der auf die Vergrößerung seines Reichs bedachte spanische König unterstützte sein Vorhaben.

Einheimische als Verbündete

Mit elf Schiffen und gut 600 Mann Besatzung machte sich Cortez im Februar 1519 von Kuba aus auf den Weg, um das heutige Mexiko zu erobern. Die Ankunft der Spanier wurde von einigen einheimischen Stämmen nach anfänglichem Widerstand sogar begrüßt. Denn die übermächtigen und für ihre Aggressivität bekannten Azteken waren bei vielen ihrer Nachbarn unbeliebt. Die fremden Krieger schienen nun eine Chance zu sein, den Machtdrang dieses Volkes zu bremsen und ihrer Herrschaft zu entkommen.

So kam es, dass Cortez und seine Leute sich unter anderem mit den Tlaxcalteken verbünden konnten. Dieser Volksstamm besaß damals nur noch eine kleine Enklave in dem riesigen Reich der Azteken, hatte aber schon in vielen Schlachten Kampfkraft bewiesen. Als Cortez am 8. November in der aztekischen Hauptstadt Tenochtitlan einmarschierte, hatte er neben spanischen daher auch einheimische Soldaten hinter sich.

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Historisch

Ein freundlicher Empfang

Der Aztekenherrscher Montezuma hatte von der Ankunft der Spanier in seinem Reich bereits frühzeitig erfahren. Er wartete jedoch ab und verhielt sich nach dem Einmarsch der hellhäutigen Fremden in seiner Hauptstadt sogar wie der perfekte Gastgeber. Angeblich, so erzählt es eine Überlieferung, hielt der Aztekenherrscher die Europäer für wiedergekehrte Götter.

In anderen Regionen des Aztekenreiches regte sich jedoch bereits Widerstand gegen die Spanier. Um diesen Spannungen entgegenzuwirken, nahmen Cortez und seine Männer Montezuma kurzerhand als Gefangenen. Dem Schein nach regierte dieser zwar weiter. Doch er war zur Marionette der Spanier geworden, die über ihn die Geschicke des Reiches lenkten.

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Diego Rivera

Cortez flieht - und kommt zurück

Von nun an forderten die Spanier den Bewohnern Tenochtitlans immer mehr ab: Sie nahmen sich Gold und Schmuck, versuchten den christlichen Glauben durchzusetzen und zeigten sich zunehmend brutal. In der Bevölkerung machten sich Zweifel und Wut breit, die im Juni 1520 schließlich in einem Aufstand gipfelten: In der Hauptstadt erhoben sich aztekische Krieger gegen die Spanier und griffen den von den Europäern besetzten Palast an. Es kam zu blutigen Kämpfen, bei denen auch Montezuma von seinen Landsleuten getötet wurde.

In die Enge getrieben, sah Cortez die Flucht aus der Stadt als einzige Option. Der Versuch, aus Tenochtitlan zu entkommen, kostete fast drei Viertel der spanischen Soldaten das Leben. Cortez aber konnte fliehen. Während seiner Abwesenheit wüteten in Tenochtitlan die Pocken - ein Großteil der Bewohner der Stadt und auch der neue König starben an der Epidemie. Dies kam Cortez zugute, als er einige Monate später erneut in Tenochtitlan einzog. Der Fall der Hauptstadt war nun nur noch eine Frage der Zeit: Am 13. August 1521 durchbrachen die Spanier die letzte Verteidigungslinie der Azteken.

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Tobias Boyd / CC BY-SA 2.0

Aus Tenochtitlan wird Mexiko-Stadt

Tenochtitlan wurde danach tagelang geplündert und ihre verbliebenen Einwohner zu tausenden getötet. Die Eroberung durch die Spanier führte schließlich zum vollständigen Untergang des Aztekenreiches und der Gründung des Vizekönigreichs Neuspanien. Auf den Trümmern von Tenochtitlan entstand die neue Hauptstadt dieses Verwaltungsgebiets: Mexiko-Stadt. An ihre ursprünglichen Bewohner erinnern heute nur noch wenige verbliebene Ruinen. Sie gehören seit 1987 zum Weltkulturerbe der UNESCO.

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