Der smarte Weg zum Börsenerfolg
Spätestens seit der großen Börsen-Hausse der goldenen Neunziger Jahre haben Privatanleger auch in Deutschland erkannt, dass der Weg zur finanziellen Unabhängigkeit nicht immer über die Immobilie oder gar das Sparbuch führt. Immer mehr Anleger wollen direkt vom wirtschaftlichen Aufschwung profitieren und in die Unternehmen selbst investieren. Einen Königsweg zum Vermögensaufbau bieten dabei die Investmentfonds.
Der Boom war beispiellos: In der Ära der Clinton-Regierung setzte die amerikanische Wirtschaft zu einem bis dato nie für möglich gehaltenen Höhenflug an. Sieben Jahre Wachstum - nur 1994-95 Stagnation. Der Dow Jones, jener wichtigste Gradmesser der Börsenwelt, kletterte von einem Indexstand von knapp 3000 Punkten im Jahr 1992 auf astronomische 10.000 Punkte - ein Niveau, das der Leitindex trotz der Crash-Jahre ab 2000 bis heute verteidigen konnte.
Die wahren Gewinner eines Wirtschaftsaufschwungs sind indes die Börsianer, die den großen Unternehmen vertrauten und in sie investierten. Durch den Erwerb von Unternehmensanteilen (Aktien) kann jeder Privatanleger, der ein Aktiendepot besitzt, direkt am wirtschaftlichen Wachstum eines an der Börse gelisteten Unternehmens teilhaben.
Doch durch die alltägliche Informationsflut verschiedenster Medien, wird es für den Privatanleger immer schwieriger, sich einen ausgewogenen Überblick über Marktlage, Branche und nicht zuletzt die dort tätigen Unternehmen zu verschaffen.
Die Fonds-Auswahl ist enorm groß
Der Königsweg zum sinnvollen Vermögensaufbau verläuft daher über Investmentfonds, die breit in verschiedene Aktien investieren und damit das Risiko minimieren. Der Fondsmanager verwaltet das Portfolio und passt es den Bedürfnissen des Marktes an. Privatanleger können je nach Anlageverhalten und Vermögenszielen in regelmäßigen Abständen (z.B. monatlich) oder auch nur einmalig in Fonds investieren.
Die Auswahl an Investmentfonds ist dabei fast unbegrenzt groß. Anleger können beispielsweise in bestimmte Branchen oder Länder investieren. Ist ein Anleger etwa von einem Handy-Boom durch neue Technologien überzeugt, so könnte er direkt in einen Telekommunikations-Fonds investieren. Erwartet ein Investor vor allem in den USA einen wirtschaftlichen Aufschwung, so könnte ein Amerika-spezifischer Fonds interessant werden. Auch Ökofonds oder Fonds für Neue Märkte werden angeboten. Inzwischen reicht die Produktpalette der Fonds von Ever-Greens wie dem Templeton Growth Fund bis zu Liebhaber-Anlagen wie etwa einem Weinfonds: Für jeden Geschmack, Geldbeutel und Anlagehorizont ist inzwischen bei der Anlage in Investmentfonds etwas dabei.
Und das mit gutem Grund - denn das Geschäft mit den Fonds boomt trotz der Rückschläge der letzten Jahre ungebrochen. Immer mehr Privatanleger haben die Geldanlage in Fonds für sich entdeckt: 2001 war z.B. trotz des schwierigen Marktumfelds ein “Erfolgsjahr“ für Investmentfonds in Deutschland.
Mit Fonds gegen die Rentenlücke
Doch nicht nur die große Aktienhausse war für den Fonds-Boom der letzten Jahre verantwortlich: Auch die deutsche Politik hat das Interesse an der Fondsanlage geschürt. Bedingt durch die immer stärker diskutierte Rentenfrage hat das Interesse an alternativen Altersvorsorge-Möglichkeiten rapide zugenommen. Die unter der “Riester-Rente“ verabschiedeten staatlichen Zuschüsse werden nämlich nur als Tropfen auf den heißen Stein interpretiert. Folglich wird die Altersvorsorge zur privaten Aufgabe. Investmentfonds bieten auch hier eine ideale Ergänzung, wenn nicht überhaupt die Lösung zur Altersabsicherung. In den USA genießt die Altervorsorge durch Investmentfonds bereits eine lange Tradition.
Die führenden Banken und Investmentgesellschaften haben sich längst auf den Trend eingestellt und puschen die Nachfrage ihrerseits. So hat etwa die Fondsgesellschaft DIT, ein Unternehmen der Allianz Dresdner Asset Management, die reichweitenstarke Werbung bei Fußballländerspielen mit Altstar Günter Netzer für sich entdeckt, während der amerikanische Onlinebroker e-Trade mit seiner Werbung zum Superbowl Kultstatus erlangte.



