Egal, ob Krankenschwester, Bergmann oder Polizist - prinzipiell ist jeder Beruf hart. Und so kann man die Reihe der harten Jobs beliebig verlängern. Doch es gibt Aufgaben, die dem ausführenden Personal vielleicht noch einen Hauch mehr an körperlicher und psychischer Kraft abverlangen. Ihr Alltag riecht nach Erdöl, Sprengstoff oder Gewalt. Sie arbeiten für das Wohl der Gemeinschaft und riskieren nicht selten ihr Leben dafür.
Sie geben alles für Öl
Rund um die Uhr, in 6-Stunden-Schichten, arbeiten die Männer auf der norwegischen Bohrinsel Transocean Winner. Zwei Wochen lang bleibt die Besatzung an Bord der Plattform, dann kommt die Ablösung per Hubschrauber - aber nur wenn es das Wetter zulässt. Die Arbeit ist trotz strengster Sicherheitsvorschriften und Notfallplänen sehr gefährlich: Häufig kommt es zu Unfällen mit den riesigen Bohrwerkzeugen. Durch den Einsatz von Computern und ferngesteuerten U-Booten ist das Risiko für die „Roughnecks“, wie sich die Männer auf den Plattformen selbst nennen, kalkulierbarer geworden. Trotzdem lässt sich auf Bohrinseln kein leichtes Geld verdienen: Unfallgefahr, Einsamkeit und extreme körperliche Anstrengung verlangen auch den Härtesten alles ab.
Die späte Gefahr
Köln am 22. August 2001. Im Umkreis von 500 Metern ist alles abgesperrt, 1500 Menschen werden evakuiert. Denn die Zehn-Zentner-Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg könnte noch scharf sein. Nur einer darf hin: Kurt Reuter vom Kampfmittelräumdienst. Die chemischen Prozesse, die über die Jahre im Inneren der Bombe abgelaufen sind, machen sie noch gefährlicher - schon eine kleine Erschütterung könnte sie jetzt explodieren lassen. Doch nach 20 Minuten ist der Spuk vorbei. Der Experte mit der ruhigen Hand hat ganze Arbeit geleistet.
Prügelknaben für die Leinwand
Sie fallen von Dächern, werden von Autos überfahren und lassen sich ohne Gegenwehr verprügeln. Kaum ein Film kommt heutzutage noch ohne Stuntleute aus. Doch diese scheinbar waghalsigen Haudegen sind in Wirklichkeit vorsichtig planende Profis: Jede Action-Szene bereiten sie akribisch vor, prüfen das Equipment und simulieren ihre Stunts sogar am Computer. Trotzdem kommt es auch bei ihnen immer wieder zu schweren Unfällen, die manchmal sogar tödlich enden. Stuntleute vertrauen nur auf ihr eigenes Know-how - vielleicht ist das der Grund, warum es manchen von ihnen auf einer Achterbahn angst und bange werden kann.



