
unsplash.com, Anoof Junaid
Man muss sich nur umsehen
Wahrscheinlich haben wir alle mindestens eine solche Person im Bekanntenkreis. Jemanden, der immer auf Reisen ist oder sich gerne Extremsportarten widmet, der eben immer am Limit leben möchte. Ein normales Standardleben mit einem nine-to-five-Job kommt auf keinen Fall in Frage. Es muss immer etwas passieren.
Es ist das Risiko, was die Menschen fasziniert. Sie betreiben beispielsweise Glücksspiel und spielen Lotto oder versuchen sich im Online-Casino. Nicht selten gewinnen sie dabei sogar, weil sie etwas wagen. Den Anreiz schaffen hier beispielsweise Boni, die den Gewinn sogar noch vergrößern. Den besten Casino Bonus findet man allerdings nicht einfach so. Dazu muss man die verschiedenen Anbieter miteinander vergleichen, um am Ende viel zu gewinnen. Hier trifft das Sprichwort „Wer nicht wagt, der nicht gewinnt“ definitiv zu. Selbst dann, wenn sie nicht gewinnen, haben sie an Erfahrung gewonnen.
Oft blicken wir neidisch herüber und denken uns: „Wow! Bewundernswert!“ Doch oft können solche Menschen sehr anstrengend auf ihre Umgebung wirken und selbst überanstrengt sein. Sie kennen das Wort Erholung nicht und müssen aus allem einen Wettbewerb machen. Dort wo keine Erholung ist, können sich leider auch schneller Krankheiten einschleichen und zwar ohne, dass die Betroffenen es merken. Ein berühmtes Beispiel hierfür ist wohl der sogenannte Burnout. Allerdings gilt es dabei, zwischen den vier verschiedenen Sensation Seeker Typen zu unterscheiden.
Ein Sensation Seeker steckt in jedem von uns
Im Prinzip kann einer oder mehrere der Sensation Seeker Typen auf uns zutreffen. Grundsätzlich lassen sich vier verschiedene Typen unterscheiden. Die Unterscheidung geht auf den US-amerikanischen Forscher und Psychologen Marvin Zuckerman zurück, der in den 60er Jahren das Konzept des Sensation Seekers entwickelte. Alle Typen haben eins grundsätzlich gemeinsam: Das Bedürfnis nach abwechslungsreichen, neuen, komplexen Eindrücken und Erfahrungen sowie der zusätzlichen Bereitschaft entsprechende Risiken in Kauf zu nehmen. Das wiederum kann manchmal stärker und manchmal weniger stark im Menschen ausgeprägt sein, je nach Typ:
Generell kann man Veranlagungen zu den Typen über einen Verhaltenstest feststellen, die sogenannte Sensation Seeking Scale oder auch SSS-V genannt. Dabei handelt es sich um einen Text, bei dem insgesamt 40 Fragen aus den vier Bereichen beantwortet werden müssen.
Relevanz im Alltag
Besondere Verwendung findet der Test heute in der Verhaltensforschung und Verhaltenspsychologie. Gerade in den Zeiten, als diese Typen erforscht wurden, in den 60er Jahren, ging man davon aus, dass man durch diese Klassifizierung das Verhalten von Menschen vorhersagen könne. Vor allem dann, wenn sie sich Isolation befanden. Das war vor allem für die Raumfahrt wichtig, um mögliche Risiken bei Astronauten im Vorfeld feststellen zu können.
Auch heute wird der Test aber noch als Standard in der Psychologie verwendet. Aber in weiteren Bereichen kommt die Sensation Seeking Scale zur Anwendung.
Jeder von uns weist eines oder mehrere Merkmale des sogenannten Sensation Seeking auf. Vielleicht ist es gut, sich noch einmal darüber im Klaren zu sein, zu welchem Typus wir gehören, um reflektierter zu handeln und vielleicht in Gefahrensituationen noch einmal genauer abzuwägen. Es muss nicht immer jeder Reiz und Drang nach einem Nervenkitzel befriedigt werden.




