Die neue und die alte Hauptstadt Japans
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Die neue und die alte Hauptstadt Japans

Bild: Foto: Dietmar Rabich, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Tokyo ist eine dynamische, moderne Metropole mit heute fast 12 Mio. Einwohnern. Die Stadt mit ihren gigantischen Hochhäusern ist laut und hektisch. Doch Tokyo ist auch anders: Inmitten des Menschengewimmels finden sich Oasen der Stille, die den Geist des alten Japans ausstrahlen. Neben Wolkenkratzern und überfüllten U-Bahnen gibt es auch zahlreiche Tempel und beschauliche Parkanlagen. Für den Besucher der Stadt stellt sich eine Herausforderung: Er kann sich die Hauptstadt Japans so erschließen wie es ihm beliebt.

Die neue Hauptstadt

Tokyo ist eine dynamische, moderne Metropole mit heute fast 12 Mio. Einwohnern. Die Stadt mit ihren gigantischen Hochhäusern ist laut und hektisch. Doch Tokyo ist auch anders: Inmitten des Menschengewimmels finden sich Oasen der Stille, die den Geist des alten Japans ausstrahlen. Neben Wolkenkratzern und überfüllten U-Bahnen gibt es auch zahlreiche Tempel und beschauliche Parkanlagen. Für den Besucher der Stadt stellt sich eine Herausforderung: Er kann sich die Hauptstadt Japans so erschließen wie es ihm beliebt.

Mittelpunkt der Stadt ist der Kaiserpalast

Tokyo zeigt ein modernes Stadtbild mit nur noch wenigen historischen Bauten. Nur vereinzelt finden sich buddhistische oder shintoistische Tempel in dem Meer von Hochhäusern. Mittelpunkt der Stadt ist der von Wall und Gräben umgebene Kaiserpalast. An den Kaiserpalast grenzt das Regierungsviertel Kasumigaseki mit dem 36-stöckigen Kasumigaseki-Hochhaus und das Nagatacho-Viertel mit Parlamentsgebäude. Östlich des Kaiserpalastes liegt das Geschäftsviertel Marunouchi, das sich nach Süden bis in die Haupteinkaufsstraße Ginza erstreckt. Nördlich des Kaiserpalastes liegen das Nationalmuseum für Moderne Kunst, das Naturwissenschaftliche Museum, das Tokyo-Nationalmuseum, das Nationalmuseum für Westliche Kunst, der Gokokuji-Tempel (17. Jahrhundert), die Tokyo Opera City (1997), das Gelände der Universität und die Städtische Festhalle.

Obaiba – die Stadt der Zukunft

Odaiba ist ein neu angelegtes Stadtviertel direkt am Hafen von Tokyo. Schon die Anfahrt in die „Stadt der Zukunft“ über die knapp 900 Meter lange Rainbow-Bridge mit der vollautomatischen Yurikamome-Linie ist ein Erlebnis.
Obaiba ist vor allen bei jungen Menschen eine beliebte Flaniermeile mit vielen Einkaufsmöglichkeiten, Spielhallen, dem größten Riesenrad der Welt und diversen Museen. Hier kann man u.a. auch die futuristische Architektur der Zentrale von Fuji Televison bewundern.

Aber Tokyo hat natürlich viel mehr zu bieten. Kenner der Megastadt behaupten, dass die Stadt täglich ihr Gesicht verändert.

Die alte Hauptstadt

Das alte Kyoto war über tausend Jahre Hauptstadt Japans und Wohnort der Kaiser. 1868 verlegte Kaiser Meiji die Hauptstadt nach Tokyo.

Kyoto übernahm eine wichtige Rolle im religiösen Leben Japans. Die Stadt wurde außerdem zum Zentrum einer aristokratischen Kultur, mit einer stark wachsenden Gemeinde von Kaufleuten und Künstlern. Große Werke der Literatur wie "Die Erzählungen des Prinzen Genji" und "Das Kopfkissen-Buch" geben einen Einblick in die Welt der Schönheit, Kultur (miyabi) und des Vergnügens, das das Leben der Heian-Zeit bestimmte. Kultiviertheit, Kalligraphie, Musik, Kleidung und Benehmen waren wichtiger als kriegerische Fähigkeiten, die erst später in der Heian-Zeit an Gewicht gewannen.

Der übersichtliche Kern

Das heutige Kyoto hat einen festen Innenstadtkern und ist übersichtlich angelegt; man findet sich leicht zurecht. Seine Dreh- und Angelpunkte sind die Gebiete um den Bahnhof und den kaiserlichen Palast. Sein Nachtleben spielt sich am Kamo ab, auf dessen Westufer sich das Pontocho befindet, eines der Haupt-Geisha-Viertel. Im Nordwesten Kyotos liegt Kitayama, wo man die schönsten Zen-Tempelbauten der Stadt findet, einschließlich des Ryoanji, der wegen seines stilisierten Steingartens und Goldenen Pavillons berühmt ist. Außerdem ist dieses Gebiet mit der japanischen Teezeremonie historisch verbunden.

Es gibt in Kyoto aber auch noch Stätten, die sich außerhalb der Touristenviertel über Jahrhunderte hinweg nur wenig verändert haben.

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