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Bild: Foto: Tess Mattew, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Das Gleichgewicht der Kräfte in Mittelerde hat sich verlagert: Die zwei Türme - Barad-dûr, die Festung des Dunklen Herrschers Sauron, und die Hochburg des Zauberers Saruman auf Orthanc - vereinen ihre Macht, um gegen die gesamte Zivilisation in den Krieg zu ziehen und die Bevölkerung Mittelerdes auszuradieren.

Geplanter Völkermord

Das Gleichgewicht der Kräfte in Mittelerde hat sich verlagert: Die zwei Türme - Barad-dûr, die Festung des Dunklen Herrschers Sauron, und die Hochburg des Zauberers Saruman auf Orthanc - vereinen ihre Macht, um gegen die gesamte Zivilisation in den Krieg zu ziehen und die Bevölkerung Mittelerdes auszuradieren.

Der Titel Die zwei Türme bezieht sich auf den Orthanc-Turm, in dem Saruman lebt, und den Turm Barad-dûr, Saurons Burg: “Die beiden verbünden sich“, kommentiert Regisseur/Autor/Produzent Peter Jackson, “in gewisser Weise geht es hier um Völkermord, denn die beiden bösen Mächte beschließen, die Menschenrasse, die ganze Menschheit von der Erde zu vertilgen.“ Durch die korrumpierende Kraft des von Sauron geschmiedeten Einen Rings werden die Gefährten getrennt, die sich doch zusammengetan hatten, um ihn zu zerstören. Dieses Ziel hat bereits die Leben des Zauberers Gandalf der Graue und des menschlichen Kriegers Boromir gefordert. Nur der Hobbit Frodo Beutlin beweist, dass er der großen Macht des Rings wiederstehen kann - was ihn zum Ringträger prädestiniert.

In den Bergen von Emyn Muil

Frodo muss sich jetzt allein seinem Schicksal stellen. Nur sein treuer Freund Sam begleitet ihn. Sie wagen sich auf feindliches Gebiet vor und merken nicht, dass sie von einem geheimnisvollen Wesen verfolgt werden, das selbst durch den Ring viel Leid erfahren hat: Gollum.

Gollum war einst ein Hobbit, 500 Jahre lang hat er den Ring in seinem Besitz gehabt - dadurch ist sein Körper mutiert und auch sein Verstand in Mitleidenschaft gezogen worden. Als Frodo und Sam ihren Verfolger entdecken und gefangen nehmen, bietet Gollum ihnen an, sie durch die schroffen Berge von Emyn Muil bis nach Mordor zu führen, wenn sie ihn wieder freilassen. Als Frodo Gollum kennen lernt, merkt er, wie sehr sich ihr Schicksal ähnelt und spürt, dass es ohne Gollum nicht weitergeht.

Gollum war einst ein Hobbit vom Stamm der “Starren“ und hieß Smeagol. Durch ein Gewaltverbrechen kam er in den Besitz des Rings. Als Frodo diese Geschichet hört, glaubt er in einen dunklen Spiegel zu blicken - als ob er einen Todkranken erlebt und an sich selbst die ersten Krankheitssymptome beobachtet.

Durch diese Wiedererweckung will Smeagol den Gollum von sich abschütteln, und seine enge Verbundenheit mit Frodo treibt einen Keil zwischen Frodo und Sam. Ihre Freundschaft wird auf eine harte Probe gestellt, denn Frodo konzentriert sich immer stärker auf den Ring und verändert sich im Lauf der Reise durch dessen Einfluss. Auf Sam kommt mehr Verantwortung zu, er muss für Frodo mitdenken, denn der verliert langsam seine Bodenhaftung, seine Reinheit, seine Persönlichkeit.

Das gegenseitige Vertrauen der beiden Hobbits, das Frodo auf seiner bisherigen Reise so sicher geleitet hat, bekommt langsam Risse, als Gollum sie durch die Berge von Emyn Muil und durch die Totensümpfe führt. Ob Gollum tatsächlich willens und in der Lage ist, sie nach Mordor zu bringen, wird permanent in Frage gestellt.

Im Königreich Rohan

Am Anfang von Der Herr der Ringe - Die zwei Türme verfolgen Aragorn, der Elbenschütze Legolas und der Zwergenkrieger Gimli einen Trupp Uruk-hai. Die Uruks haben die Hobbits Merry und Pippin entführt - im Glauben, dass ihnen damit die Ringträger Frodo und Sam ins Netz gegangen seien. Falls es den Uruks gelingt, Merry und Pippin bei Saruman abzuliefern, wird der Zauberer natürlich sofort merken, dass es sich um die falschen Hobbits handelt - damit wäre ihr Schicksal besiegelt.

Auf der Ebene begegnen die drei Jäger einem Trupp berittener Soldaten aus Rohan. Aragorn erfährt von Eomer, dass Theoden, der König von Rohan, von Saruman verflucht worden ist, denn Theodens engster Ratgeber Schlangenzunge hat den König verraten. “Theoden wird praktisch auf einen Zombie reduziert“, sagt der britische Schauspieler Bernard Hill, der in der Filmtrilogie hier erstmals den König darstellt. “Langsam siecht er unter Sarumans Gift dahin - und Schlangenzunge ist dafür verantwortlich.“

Was noch schlimmer ist: Die Rohan-Soldaten berichten, dass sie die Uruks in der Nacht zuvor massakriert haben, doch Hobbits haben sie nicht bei ihnen gefunden. Hektisch versuchen Aragorn, Legolas und Gimli Merry und Pippin zu finden. Dabei geraten sie in einen verwunschenen Wald. Sie sind wie vor den Kopf gestoßen, als sie entdecken, dass der Zauberer Gandalf lebt - nicht in Grau gekleidet wie bei seinem Duell mit Balrog, sondern in eine strahlend-weiße Robe. Gandalf ist jetzt noch mächtiger und weiser. Er befiehlt Aragorn die gesamte Menschheit vereint gegen Sauron und Saruman zu mobilisieren, um Frodo Zeit zu geben, damit er mit dem Ring den Schicksalsberg erreichen kann.

Das Schicksal von Rohan

In Bruchtal müssen sich auch Arwen, Elrond und die Elben mit Veränderungen auseinandersetzen. Für die Elben ist es eine Zeit der Trauer, denn sie wissen, dass ihre Zeit auf der Erde zu Ende geht.

Arwen will unbedingt in Mittelerde bleiben und ist bereit, dafür ihre Unsterblichkeit zu opfern. Sterblichkeit oder Unsterblichkeit - das ist hier die Frage; das ist die Hürde, die zwischen Arwens und Aragorns Glück steht.

Weit entfernt von Bruchtal lernt Aragorn Eowyn kennen, die blonde Nichte des Königs Theoden von Rohan. Eowyns Eltern sind den Orks zum Opfer gefallen, und so sind Eowyn und ihr Bruder Eomer wie Cousin Theodred an König Theodens Hof aufgewachsen. Doch in Rohan herrschen schwierige Zeiten: Eoywn muss miterleben, wie das Königshaus verfällt - der Niedergang eines großen Geschlechts.

Als Aragorn in Edoras, der oben auf einem Berggipfel gelegenen Hauptstadt Rohans, auftaucht, wagt Eowyn wieder zu hoffen, dass ihr Land eine Chance hat, gegen Sarumans Legionen zu bestehen. Als die Uruk vorrücken und das Volk von Rohan in Helms Klamm Schutz suchen muss, brennt Eowyn darauf, in den Kampf zu ziehen, um ihr Volk zu retten.

Die Schlacht in Helms Klamm

König Theoden und sein Volk sind in großer Gefahr: 10.000 Uruk-hai fallen in Rohan ein - ein Heer von unermesslicher Größe und Macht. Es geht um nichts weniger als die Existenz von ganz Mittelerde: Falls Rohan diese Schlacht überstehen sollte, läge es in Aragorns Hand, die beiden Menschenreiche Rohan und Gondor zu vereinen, um den Schurken mit dieser Allianz die Stirn zu bieten und die Unterwerfung und Zerstörung von Mittelerde zu verhindern.

Obwohl Aragorns Erfolg oder Misserfolg noch in den Sternen steht, stellt er sich wie die anderen Gefährten entschlossen seiner Aufgabe. Es folgt eine Zeit der inneren und äußeren Kämpfe, bei denen alle schmerzhafte Opfer bringen müssen. Was die Zukunft bringt, ist unmittelbar und untrennbar mit dem Schicksal der Gefährten verbunden.

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