Die Wirtschaftsmacht der G8
Leben & Lifestyle

Die Wirtschaftsmacht der G8

Bild: Foto: Abraham Pisarek, CC BY-SA 3.0 de, via Wikimedia Commons

2006 lebten in den G8-Staaten rund 870 Millionen Menschen und damit nur 13 Prozent der rund 6,6 Milliarden Menschen. Dem stand ein Bruttoinlandsprodukt (BIP) der G8-Staaten von 29,1 Billionen US-Dollar oder 60 Prozent der weltweiten Wirtschaftsleistung von geschätzten 48,1 Billionen US-Dollar gegenüber. Das BIP der G8-Staaten war 2006 mehr als doppelt so hoch wie das der Europäischen Union (EU-25) mit 14,3 Billionen US-Dollar. Allein die Vereinigten Staaten erwirtschafteten ein BIP von 13,2 Billionen US-Dollar und damit 45 Prozent der gesamten Wirtschaftsleistung der G8-Länder. Der Anteil Deutschlands lag mit 2,9 Billionen US-Dollar bei 10 Prozent. Nach den Vereinigten Staaten und Japan (4,4 Billionen US-Dollar oder 15 Prozent) war Deutschland die drittgrößte Wirtschaftsmacht unter den G8-Staaten.

Die Größen im BIP

2006 lebten in den G8-Staaten rund 870 Millionen Menschen und damit nur 13 Prozent der rund 6,6 Milliarden Menschen. Dem stand ein Bruttoinlandsprodukt (BIP) der G8-Staaten von 29,1 Billionen US-Dollar oder 60 Prozent der weltweiten Wirtschaftsleistung von geschätzten 48,1 Billionen US-Dollar gegenüber. Das BIP der G8-Staaten war 2006 mehr als doppelt so hoch wie das der Europäischen Union (EU-25) mit 14,3 Billionen US-Dollar. Allein die Vereinigten Staaten erwirtschafteten ein BIP von 13,2 Billionen US-Dollar und damit 45 Prozent der gesamten Wirtschaftsleistung der G8-Länder. Der Anteil Deutschlands lag mit 2,9 Billionen US-Dollar bei 10 Prozent. Nach den Vereinigten Staaten und Japan (4,4 Billionen US-Dollar oder 15 Prozent) war Deutschland die drittgrößte Wirtschaftsmacht unter den G8-Staaten.

Die Export-Riesen

Auch im internationalen Handel spielen die G8-Staaten die dominierende Rolle. 2006 entfielen mit 4,8 Billionen US-Dollar rund 40 Prozent der globalen Warenausfuhren (12,1 Billionen US-Dollar) auf diese Gruppe. Allein Deutschland wickelte 23 Prozent der Exporte aller G8-Staaten ab, bei den Importen der G8-Gruppe waren es knapp 17 Prozent. Deutschland erzielte 20 Prozent des gesamten Außenhandelsvolumens der G8-Länder. Insgesamt lag dieses bei 10,4 Billionen US-Dollar.

Deutschland wickelte 2006 mehr als ein Drittel seines Außenhandels mit den G8-Staaten ab und setzte dabei 736 Milliarden US-Dollar um. Die deutschen Ausfuhren in die sieben Staaten der G8-Gruppe erreichten mit 418,2 Milliarden US-Dollar einen Anteil von 37 Prozent an den deutschen Gesamtexporten, während die Einfuhren aus den G8-Staaten mit 317,7 Milliarden US-Dollar knapp 35 Prozent aller deutschen Einfuhren ausmachten.

Im Handel mit Frankreich, Italien, Kanada, dem Vereinigten Königreich sowie mit den Vereinigten Staaten erzielte Deutschland 2006 jeweils einen Ausfuhrüberschuss. Lediglich im Handel mit Japan (wegen hoher Einfuhren von Industriewaren) und der Russischen Föderation (hohe deutsche Energieimporte) waren die Einfuhren nach Deutschland höher als die deutschen Ausfuhren in diese Länder.

Hilfen für die Ärmsten im Vergleich

Die G8-Staaten (ohne Russland) leisteten 2005 Entwicklungshilfe in Höhe von 80,5 Milliarden US-Dollar (netto). Das waren 0,30 Prozent ihres Bruttonationaleinkommens. An afrikanische Länder gingen 18,7 Milliarden US-Dollar oder 23 Prozent der gesamten G8-Entwicklungshilfe. Die Gruppe der am wenigsten entwickelten Länder (Least Developed Countries), der neben vielen afrikanischen Staaten auch einige Länder Asiens und Ozeaniens angehören, erhielt 11,1 Milliarden US-Dollar (fast 14 Prozent) der G8-Entwicklungshilfe. Nach vorläufigen Angaben sanken die Entwicklungshilfezahlungen der G8-Länder 2006 auf insgesamt 75,1 Milliarden US-Dollar oder 0,26 Prozent ihres Bruttonationaleinkommens (- 7,1 Prozent gegenüber 2005).

Weltmeister beim CO2-Ausstoß

Zu den G8-Staaten gehören Deutschland, Frankreich, Italien, Japan, Kanada, Russland, die Vereinigte Staaten und Großbritannien. In 2004 verursachten diese Staaten einen Gesamtausstoß an CO2-Emissionen von 11,3 Milliarden Tonnen. Das entspricht knapp 43 Prozent der gesamten globalen CO2-Emissionen von 26,6 Milliarden Tonnen. Jeder Einwohner der G8-Staaten belastet daher die Atmosphäre im Durchschnitt mit jährlich 13,2 Tonnen – verglichen mit 4,2 Tonnen je Einwohner im Weltdurchschnitt. Den höchsten Pro-Kopf-Ausstoß an CO2 hatten im G8-Vergleich die Vereinigten Staaten mit 19,7 Tonnen je Einwohner. Am niedrigsten war er in Frankreich mit 6,2 Tonnen. In Deutschland lag der entsprechende Wert bei 10,3 Tonnen CO2 je Einwohner.

Energieeffizienzstatistik im Vergleich

Auch bei der Energieeffizienz gibt es unter den G8-Staaten große Unterschiede: So wurden beispielsweise 2004 in den Vereinigten Staaten zur Produktion von 1.000 Euro an Wertschöpfung (Bruttoinlandsprodukt/BIP) 308,6 Kilogramm an so genannten Rohöleinheiten (ROE) eingesetzt. In Deutschland waren es 158,8 Kilogramm ROE je 1.000 Euro BIP oder weniger als die Hälfte. In Japan wurden durchschnittlich 121,1 Kilogramm ROE zur Erzeugung von je 1.000 Euro BIP aufgewendet und damit noch energiesparender produziert.

Mehr aus Leben & Lifestyle

Weitere aktuelle Artikel aus der Rubrik Leben & Lifestyle.

Alle Leben & Lifestyle-Artikel
Akustik historischer Instrumente: Die physikalischen Geheimnisse alter Meistergitarren
Leben & Lifestyle

Akustik historischer Instrumente: Die physikalischen Geheimnisse alter Meistergitarren

2. November 2026

Warum klingen Instrumente aus der Vorkriegszeit anders als neu gebaute Modelle? Die Antworten liegen in der komplexen physikalischen und chemischen Alterung von Holz, Leimen und Lacken über Jahrzehnte.

Kleine Bäume, große Geschichte: Die Entwicklung der Bonsai-Kultur
Leben & Lifestyle

Kleine Bäume, große Geschichte: Die Entwicklung der Bonsai-Kultur

31. Oktober 2026

Von den chinesischen Penjing-Landschaften über den Zen-Buddhismus bis zur weltweiten Verbreitung: Die Geschichte der Bonsai-Kultur ist mehr als ein Dekorationstrend. Sie verbindet jahrhundertealte Philosophie mit…

Hypnose verstehen: Was im Zustand der Trance wirklich passiert
Leben & Lifestyle

Hypnose verstehen: Was im Zustand der Trance wirklich passiert

27. Oktober 2026

Kaum ein Verfahren ist so von Klischees umgeben wie die Hypnose. Bühnenshows, in denen Freiwillige wie ferngesteuert Hühner imitieren, prägen bis heute das Bild. Mit der Arbeit in einer Praxis hat das wenig zu tun. Dort…

Hefepathogen nutzt Inositol trotz Glukose: Rezeptor verknüpft Nährstoffwahl mit Virulenz
Leben & Lifestyle

Hefepathogen nutzt Inositol trotz Glukose: Rezeptor verknüpft Nährstoffwahl mit Virulenz

20. Oktober 2026

Eine Studie in PLOS Biology zeigt, wie ein Inositol-sensitiver Rezeptor bei einer Hefe die Nährstoffnutzung steuert – selbst bei Glukose-Überschuss. Die Entdeckung verbindet Stoffwechsel und Virulenz.

← Zurück zu Leben & LifestyleZur Startseite