Die zweite Generation
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Die zweite Generation

Bild: Foto: Horst Sturm, CC BY-SA 3.0 de, via Wikimedia Commons

Ursprünglich stand die Abkürzung GSM für „Groupe Spécial Mobile“ und bezeichnete eine Arbeitsgruppe des europäischen Verbands CEPT (Conférence Européenne des Administrations des Postes et des Télécommunications), die sich 1982 mit der Entwicklung eines einheitlichen, digitalen Mobilfunkstandards beschäftigen sollte. Mittlerweile gilt die Abkürzung aber für „Global System for Mobile Communications“ und steht für einen internationalen Standard digitaler Mobilfunknetze, der auf der ganzen Welt eingesetzt werden kann.

Was bedeutet GSM?

Ursprünglich stand die Abkürzung GSM für „Groupe Spécial Mobile“ und bezeichnete eine Arbeitsgruppe des europäischen Verbands CEPT (Conférence Européenne des Administrations des Postes et des Télécommunications), die sich 1982 mit der Entwicklung eines einheitlichen, digitalen Mobilfunkstandards beschäftigen sollte. Mittlerweile gilt die Abkürzung aber für „Global System for Mobile Communications“ und steht für einen internationalen Standard digitaler Mobilfunknetze, der auf der ganzen Welt eingesetzt werden kann.

Wie funktioniert GSM?

Das GSM besteht aus digitalen Netzen, in denen mit kleinen Übertragungs-Bandbreiten gearbeitet wird. Das technische System der Sprachverarbeitung ist ungemein aufwändig und arbeitet u. a. mit einem Steuerkanal und einem Verkehrskanal. Auf dem Steuerkanal – der auch für die Übertragung von SMS genutzt wird – gehen die Anrufe ein, auf dem Verkehrskanal erfolgt dann das Gespräch selbst. Während des Telefonats übermittelt das System so genannte Datenpakete, in denen die einzelnen Worte bzw. deren Informationen – ähnlich wie bei der Musik in einem MP3-Player – komprimiert vorhanden sind. Außerdem erkennt es zugleich Gesprächspausen, in denen keine Daten übermittelt werden. Zu den übermittelten Daten kommen zusätzlich Fehlerkorrekturdaten und eine Verschlüsselung, die bewirkt, dass die Gespräche nicht einfach von anderen abgehört werden können. Im Unterschied zum Festnetz sind die Teilnehmer des GSM dank des so genannten „Handovers“ – einer der wichtigsten Grundfunktionen in digitalen Mobilfunknetzen – mobil. Beim Handover handelt es sich um die Übergabe eines Gesprächs von einer Basisstation zur nächsten. Sie erfolgt automatisch und in der Regel ohne Qualitätsverlust.

Wie hat sich GSM entwickelt?

Erste Erfahrungen mit individuellem Mobilfunk hat man bereits in den fünfziger Jahren des letzten Jahrhunderts gemacht. In Deutschland gab es von den 50er Jahren bis etwa 1977 das so genannte A-Netz. Wer es nutzen wollte, benötigte noch Endgeräte in Kofferraumgröße. Und sämtliche Telefongespräche wurden noch handvermittelt. Die nächste Stufe war das B-Netz (in Deutschland ab etwa 1972 bis 1994). In diesem Netz konnte Telefongespräche bereits vollautomatisch aufgebaut werden. Die Mobiltelefone hatten die Größe eines Aktenkoffers. Im C-Netz – in Deutschland ab 1985 bis 2000 – gab es bereits handliche Geräte. Es ist als Autotelefonnetz bekannt. Außerdem war es erstmals möglich, innerhalb Deutschlands mit einer Telefonnummer erreichbar zu sein. Bis dahin musste der Anrufer genau wissen, in welchem Funkgebiet sich sein Gesprächspartner befindet und eine dem entsprechende Funkzellenvorwahl anrufen.

Das in den 90er Jahren erprobte GSM ist nun die erste echte digitale Mobilfunktechnologie, mit der der Nutzer problemlos von einer Funkzelle in die nächste wechseln kann. GSM wird zur zweiten Generation (2G) gezählt: der D-Netze und E-Netze. Heute sollen weltweit mehr als 600 GSM-Mobilfunknetze in Betrieb sein und mehr als 1,5 Milliarden Menschen den Standard nutzen. Tendenz: steigend.

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