Klischee 1: Frauen sind Quasselstrippen...

Klatschtante, Quasselstrippe, Tratschweib... Bezeichnungen wie diese belegen, dass Frauen gerne als das redselige und geschwätzige Geschlecht angesehen werden. Nicht umsonst gilt der Kaffeeklatsch als Prototyp weiblicher Kommunikation. Frauen unter sich neigen diesem Klischee nach dazu, bei Kaffee und Sahnetorte über dies und das, über den und die herzuziehen... Stimmt das?
Sprachforscher beschreiben die weibliche Sprache als sehr persönliche Sprache, die Bindung, menschliche Nähe und die Akzeptanz des Gesprächspartners sucht. So lassen Frauen im Gespräch oft eigene Erlebnisse oder Erfahrungen einfließen, um so die Fremdheit und Distanz zum Gesprächspartner zu überwinden. Das führt dazu, dass der weibliche Sprachstil als offener, kommunikationsfördernder, mit mehr Rücksicht auf den Gesprächspartner, aber auch als tendenziös unpräzise und unüberlegter gilt. Verniedlichungen wie “das ist ja süß” gehören zum Beispiel genau so zur weiblichen Sprache wie so genannte “Unschärfemarker” wie “...oder so” und “...weißt du?”, die den direkten Kontakt mit dem Gesprächspartner verstärken.




