Echte Kugeln und Geschosse
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Echte Kugeln und Geschosse

Bild: Foto: Pearson Scott Foresman, Public domain, via Wikimedia Commons

Die Schlachten selbst waren zwar chaotisch, aber gerade deshalb kam es auf die genaue Koordination beim Filmen dieser Kämpfe an. Mit Hilfe von Storyboards, auf denen sie verschiedene Manöver entwarfen, rekonstruierten die Filmemacher und Schauspieler viele der Schlüsselkämpfe des militärischen Konflikts. „Es gab jede Menge Choreographie und genauso viel Koordination zwischen dem Luftkamerateam und den Piloten“, sagt Hanna, Koordinator des Luftteams. „Außerdem konnten wir die Storyboards an die jeweiligen Bedingungen, an Wetter und Umgebung, anpassen.“

Sechs der weltbesten Kunstpiloten arbeiteten mit den Schauspielern gemeinsam an den langen Flugsequenzen des Films. Regisseur Tony Bill und Kameramann Henry Braham platzierten das Publikum durch Kameras in Helikoptern und auf Flugzeugen mitten ins wilde Geschehen. „Wir hatten jede Menge Aufnahmen von Kampfszenen mit echten Flugzeugen, die wir mit Aufnahmen von echten Kugeln und Geschossen angereichert haben, die mit Hilfe von Suchern abgefeuert wurden. Das gab es in noch keinem Film zu sehen. Weil es bisher physikalisch unmöglich war, so etwas zu zeigen, ohne den anderen Piloten dabei zu erschießen oder einen Zusammenbruch zu provozieren“, sagt Produzent Dean Devlin ("Independance Day", "Der Patriot"). „Kein Film über den Ersten Weltkrieg hat je mit Suchern angepeilte Schüsse gezeigt, obwohl sie einen wichtigen Teil des Luftkampfs darstellten.“

Storyboard und Green Screen machen's möglich

Visual Effects Supervisor Mark Franco sagt: „Wir wollten mit Storyboards anfangen und deren Inhalte dann in dreidimensionale, computererzeugte Modelle übersetzen. Von diesen groben Entwürfen aus konnten wir dann entscheiden, wie wir die Kampfszenen aufnehmen wollten – was mit Hilfe des Green Screen entstehen sollte, was draußen in der Luft und was komplett im Rechner. Am Ende haben uns dann die Einschränkungen durch die Flugzeuge und das Wetter gezwungen, für beinahe jede Einstellung der Kämpfe auf die eine oder andere Weise mit dem Computer zu arbeiten." Um einen möglichst hohen Grad an Realismus zu erreichen, wurden alle Flugzeuge Stück für Stück am Computer nachentworfen und ihrer wahren Größe angepasst. Dann wurde die Oberfläche bis ins kleinste Detail eingefärbt, Kratzer und Dreck inklusive. Im Anschluss daran baute man Routinen ein, die das physikalische Verhalten eines Flugzeugs exakt nachahmten, hinzu kamen digitalisierte Abläufe und Bewegungen, die man bei echten Manövern eingefangen hatte. Diese Vorgehensweise erwies sich sowohl in der Rekonstruktion spektakulärer Flugakrobatik als auch in den Details geringster Bewegung als äußerst erfolgreich. Schließlich musste die Umwelt nicht nur echt aussehen, sondern auch zu den Aufnahmen des Außendrehs passen. Daher wurden die Wolken zunächst in 3D entworfen und dann mit verschiedenen Hintergründen versehen, die jeweils unterschiedliche Wetter- und Lichtbedingungen repräsentierten. Für den Untergrund wurden laut Franco „mehrere digitale Landkarten zusammengesetzt“, die dann mit einer modellierten Oberfläche versehen und ihrer heutigen Merkmale beraubt wurden.

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