Christkind im Internet
Weihnachtsmärkte gibt es schon seit Hunderten von Jahren. Der älteste und bekannteste ist der Nürnberger "Christkindlesmarkt". Dort tritt jedes Jahr das Christkind auf. Allerdings nicht höchstpersönlich, da es im Dezember ja ziemlich wenig Zeit hat. Stattdessen legt ein Mädchen goldene Locken, Krönchen und Engelsflügel an.
Alle zwei Jahre wählt die Weihnachtsstadt Nürnberg das neue Christkind aus einer großen Zahl von Bewerberinnen. Wer mag, kann sogar seine Stimme im Internet abgeben. Die Gewinnerin eröffnet den Markt feierlich mit den Worten:
"Die Kinder der Welt und die armen Leut',
Die wissen am besten, was Schenken bedeut't.
Ihr Herrn und Frau'n, die Ihr einst Kinder wart,
Seid es heut' wieder, freut Euch in ihrer Art."
Berühmte Weihnachtsmärkte
In ganz Deutschland gibt es viele berühmte Weihnachtsmärkte, zum Beispiel in Augsburg, Bremen, Dresden, München oder Rostock. Sogar in der US-amerikanischen Großstadt Chicago steht ein Weihnachtsdorf inmitten von Wolkenkratzern.
Jede Stadt hat ihre Besonderheiten: Während euch in Nürnberg das Christkind im Kindertraumland besucht, zieht in Brandenburg die Weihnachtsmannparade durch die Straßen.
In München schaukelt euch die "Christkindltram", eine weihnachtlich geschmückte Straßenbahn, gemütlich durch die Stadt. Dafür gehts in Wuppertal mit der Schwebebahn von Weihnachtsmarkt zu Weihnachtsmarkt.
Dresden ist berühmt für seine "Striezeln", wie man die Original Dresdener Christstollen nennt. Außerdem steht dort die größte Weihnachtspyramide der Welt - sie ist 14 Meter hoch. Und in Leipzig wird jeden Tag ein Türchen an einem riesigen Adventskalender geöffnet.
Schaut mal bei unseren Links, welcher Markt in eurer Nähe ist.
Christkindl-Werkstatt
Oder ihr feiert euren eigenen Christkindlmarkt zu Hause. Bittet eure Eltern, ob sie euch ein paar Plätzchen abgeben oder Kinderpunsch kochen. Das geht ganz einfach: Erhitzt verschiedene Fruchtsäfte (Apfel, Orange, Trauben, schwarze Johannisbeere) mit einer Zimtstange, ein paar Nelken und einem Stück Zitronenschale. Achtet darauf, dass die Zitrone nicht chemisch behandelt ist.
Dekoriert euer Zimmer mit Tannenzweigen und kleinen Lichtern und bietet ein paar selbstgemachte Bastelarbeiten an.
- Faltet Papier mehrfach zusammen und schneidet an den Seiten Karos, Dreiecke oder Kreise ein. Wenn ihr das Papier nun auffaltet, gibt das einen Stern oder eine Art Spitzendeckchen.
- Schneidet Sterne aus Tonpapier und klebt darauf Teelichter.
- Verziert Joghurtgläser mit Pergamentpapier. Stellt ein Teelicht hinein, so habt ihr wunderschöne Windlichter.
- Beim Sandkerzen-Gießen sollten euch eure Eltern ein bisschen helfen. Füllt Sand in ein altes Gefäß und drückt eine Kuhle hinein. Schmelzt Wachsreste im Wasserbad. Befestigt einen Docht an einem Zweig. Legt den Zweig quer über die Sandmulde, so dass der Docht in der Mitte hängt. Nun gießt ihr vorsichtig das geschmolzene Wachs in die Vertiefung. Wenn es hart ist, könnt ihr die Kerze herausnehmen. Ihr könnt alle Farben mischen oder nacheinander verschieden farbige Streifen gießen.
Bestimmt freuen sich Oma und Opa, Onkels und Tanten oder Freunde, wenn ihr sie zu eurem Christkindlmarkt einladet.
Wenn ihr mögt, könnt ihr die Bastelarbeiten verlosen oder um ein paar Cent verkaufen. So bessert ihr vor Weihnachten euer Taschengeld ein wenig auf.
Eltern-Tipp
Stundenlange Autofahrten oder das Menschengedränge eines großen Weihnachtsmarktes sind für ganz kleine Kinder kein Vergnügen. Sie fühlen sich schnell überfordert, wenn sie zu vielen Eindrücken ausgesetzt sind.
Bummeln Sie lieber durch einen kleinen, ruhigen Markt in ihrer Nähe. Erkundigen Sie sich nach dem Programm. Oft bieten auch kleine Veranstaltungsorte Attraktionen speziell für Kinder an, z. B. Kutschfahrten oder den Besuch des Nikolaus.
Eine schöne Familientradition ist es, wenn Sie jedes Jahr wieder eine besondere Kugel, einen Christbaumanhänger oder Krippenfigur kaufen. So haben Sie noch nach Jahren eine Erinnerung an die gemeinsamen Unternehmungen.



