Ein Kampf gegen das Gehirn: Deshalb fällt es uns so schwer zu sparen
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Ein Kampf gegen das Gehirn: Deshalb fällt es uns so schwer zu sparen

Bild: Foto: American Pottery Manufacturing Company, CC0, via Wikimedia Commons

Es gibt eine ganze Menge gute Gründe, für die wir Geld ansammeln sollten. Die liegen entweder in unmittelbarer zeitlicher Nähe oder noch in weiter Ferne. Allerdings lässt es sich für letztere Spargründe noch schwieriger vorsorgen. Vor allem im Rentenalter kommt es sehr häufig zu finanziellen Problemen, da die gesetzliche Rente in den meisten Fällen nicht ausreicht.

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Wofür sollten wir eigentlich sparen?

Es gibt eine ganze Menge gute Gründe, für die wir Geld ansammeln sollten. Die liegen entweder in unmittelbarer zeitlicher Nähe oder noch in weiter Ferne. Allerdings lässt es sich für letztere Spargründe noch schwieriger vorsorgen. Vor allem im Rentenalter kommt es sehr häufig zu finanziellen Problemen, da die gesetzliche Rente in den meisten Fällen nicht ausreicht.

Um den aktuellen Lebensstandard halten zu können, sollten im Alter mindestens 75 Prozent des bisherigen Nettolohns zur Verfügung stehen. Das Rentenniveau sinkt allerdings immer weiter und liegt derzeit bei weniger als 50 Prozent. Das fehlende Geld muss im Rahmen von privaten Altersvorsorgemaßnahmen ausgeglichen werden. So zumindest in der Theorie.

Die Realität sieht anders aus: In Wahrheit hat fast jeder Dritte Haushalt in Deutschland keine Ersparnisse. Die Gründe hierfür sind vielfältig. Häufig sind Denkfehler oder die Erziehung schuld an dem mangelhaften Sparverhalten.

Der Umgang mit Geld

Meist wird der falsche Umgang mit Geld bereits im Kindes- und Jugendalter geprägt. Hier sind in der Regel die Eltern in der Verantwortung, ihren Kindern eine gesunde Art und Weise zu vermitteln, wie sie mit Geld umgehen sollen. Schwierig wird es allerdings dann, wenn die Eltern selbst nicht mit gutem Beispiel vorangehen.

Kinder und Jugendliche schauen sich ihre Vorbilder ziemlich genau an. Selbst wenn es um finanzielle Angelegenheiten geht, lernen Kinder schnell. Wenn Eltern beispielsweise viel auf Pump kaufen und mehr Geld ausgeben, als sie eigentlich haben, ist es durchaus möglich, dass sich das Verhalten auf die Kinder überträgt.

Wenn Eltern auf der anderen Seite vorbildlich mit ihrem Geld umgehen, hat das wiederum einen positiven Einfluss auf das Kind. Zudem kann der Umgang mit Geld aktiv vermittelt werden. Beispielsweise mit dem Einführen eines Taschengelds.

Evolution spielt ebenfalls mit

Nicht nur die Erziehung spielt eine wesentliche Rolle in unserem Sparverhalten. Es liegt zu einem gewissen Teil an der Evolution. Uns ist es fremd, dass wir für die Zukunft vorsorgen müssen, weil wir doch jetzt im Moment gut leben wollen. Es erinnert an das Jäger-Sammler-Prinzip aus der Steinzeit. Wir leben von der Hand in den Mund.

Im Geiste sind wir noch Tiere, die lieber mehr ausgeben, wenn das Geld verfügbar ist als später, wenn wir nicht einmal wissen, was überhaupt passieren wird. Hier gilt es, das Gehirn und diese uralten Instinkte zu überlisten.

Denkfehler, die das Sparen schwierig machen

Aufrund verschiedener Fehler in unserem finanziellen Denken, ist es häufig sehr schwer, das Gehirn zu überlisten.

Einnahmen und Ausgaben kennen

Damit am Monatsende noch etwas übrig bleibt, gilt es, Disziplin zu wahren und sich im Verzicht zu üben. Das ist bei den heutigen Versuchungen gar nicht so einfach. Deshalb sollten wir ganz kleine Schritte machen. Es hilft meisten schon, wenn ein Überblick über die Finanzen vorhanden ist.

Was gebe ich pro Monat fest aus und wie viel nehme ich ein? Sind die Ausgaben größer als die Einnahmen, gilt es an verschiedenen Stellschrauben zu drehen. An der Miete und den meisten Nebenkosten lässt sich nicht viel tun, aber vielleicht an den Kosten für Strom, Handy, Internet oder Ähnlichem.

Idealerweise werden pro Monat für verschiedene Bereiche bestimmte Budgets festgelegt, um den Überblick zu behalten.

Um wirklich sparen zu können, ist es wichtig, direkt am Anfang des Monats den gewünschten Sparbetrag zurückzulegen. Wenn das Geld nicht vorhanden ist, kann es nicht ausgegeben werden.

Daneben gibt es noch eine Reihe von Sparmethoden, wie innerhalb kurzer Zeit eine relativ große Summe entstehen kann. Beispielsweise mit der 52-Wochen Challenge.

Einfach wird es dennoch nicht, aus alten Mustern herauszubrechen. Allerdings werden Sparer es sich vor allem im Rentenalter danken.

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