Ein Tag im Zeichen der Liebe
Leben & Lifestyle

Ein Tag im Zeichen der Liebe

Bild: Foto: Unknown, Public domain, via Wikimedia Commons

Warum der heilige Valentin zum Schutzpatron der Liebenden wurde, lässt sich leicht erklären: Der Überlieferung nach war sein Wirken eng mit der Liebe verbunden. Er traute Paare, die im damaligen Rom eigentlich nicht heiraten durften: Sei es, dass die Eltern mit der Verbindung nicht einverstanden waren, oder dass der Bräutigam Soldat oder Sklave war und ihm die Ehe somit verboten. Die Obrigkeit machte, kaum dass sie den aufsässigen Bischof in ihre Gewalt bekam, kurzen Prozess und ließ ihn hinrichten - so zumindest lautet eine Version der Geschichte.

iStock.com, gpointstudio

Warum der heilige Valentin zum Schutzpatron der Liebenden wurde, lässt sich leicht erklären: Der Überlieferung nach war sein Wirken eng mit der Liebe verbunden. Er traute Paare, die im damaligen Rom eigentlich nicht heiraten durften: Sei es, dass die Eltern mit der Verbindung nicht einverstanden waren, oder dass der Bräutigam Soldat oder Sklave war und ihm die Ehe somit verboten. Die Obrigkeit machte, kaum dass sie den aufsässigen Bischof in ihre Gewalt bekam, kurzen Prozess und ließ ihn hinrichten - so zumindest lautet eine Version der Geschichte.

Blumen für die Göttin Juno

Wer seinen Partner zum Valentinstag überraschen möchte, greift traditionell zum Blumenstrauß. Dieser Usus stammt angeblich bereits aus der Zeit des alten Roms. Damals gedachte man am 14. Februar der Göttin Juno, die als Schützerin von Ehe und Familie galt, und schenkte den Frauen zu diesem Anlass Blumen. Doch sollte man zum 14. Februar überhaupt etwas schenken oder den inzwischen stark kommerziell angehauchten Tag lieber gar nicht begehen?

"Bei der Geschenkefrage spielen unterschiedliche Maßstäbe und Erwartungen eine Rolle. Kein Geschenk zu bekommen, obwohl man insgeheim eines erhofft, kann eine Enttäuschung hervorrufen und zu Zweifeln an der Zueignung des Partners führen", sagt der Psychologe Christian Helmrich von der SRH Fernhochschule. Um das zu vermeiden, raten er und seine Kollegin Angela Teichert, vorab gemeinsam über persönliche Erwartungen zu sprechen.

Es müssen nicht immer Rosen sein

Prinzipiell bietet der Valentinstag ihrer Ansicht nach eine gute Gelegenheit, sich gegenseitig an die Liebe zu erinnern. "Beim Valentinstag geht es um Aufmerksamkeit und auch darum, dem Partner an dem Tag der Liebe zu zeigen, wie wertvoll er ist", sagt Teichert. Es stellt sich allerdings die Frage, ob dafür unbedingt ein Rosenstrauß oder ein anderes Geschenk nötig ist - oder ob ein schön gedeckter Frühstückstisch nicht eine ebenso großartige Liebesgeste wäre.

Auch Menschen, die keinen Partner haben, können den Valentinstag zum Anlass nehmen, anderen ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern: "Nur weil man Single ist, sollte man nicht in Tränen versinken und dem Gefühl der Einsamkeit Raum geben. Man kann anderen Menschen eine Freude machen, die einem wichtig sind, zum Beispiel Familienmitgliedern oder guten Freunden", betont Teichert.

Besuch bei Valentin

Ob mit Liebespartner oder Freunden - eine unkonventionelle Art den Valentinstag zu verbringen, wäre zum Beispiel, seinem Namensgeber einen Besuch abzustatten. Gleich mehrere Kirchen in Europa behaupten, die Gebeine des Heiligen als Reliquien zu bewahren. Sterbliche Überreste Valentins sollen unter anderem in Rom, Glasgow, Dublin und Breslau liegen - aber auch im schwäbischen Krumbach und in Kiedrich am Rhein kann man den Schutzpatron der Liebenden angeblich besuchen.

Weitere Artikel auf wissenschaft.de

Mehr aus Leben & Lifestyle

Weitere aktuelle Artikel aus der Rubrik Leben & Lifestyle.

Alle Leben & Lifestyle-Artikel
Akustik historischer Instrumente: Die physikalischen Geheimnisse alter Meistergitarren
Leben & Lifestyle

Akustik historischer Instrumente: Die physikalischen Geheimnisse alter Meistergitarren

2. November 2026

Warum klingen Instrumente aus der Vorkriegszeit anders als neu gebaute Modelle? Die Antworten liegen in der komplexen physikalischen und chemischen Alterung von Holz, Leimen und Lacken über Jahrzehnte.

Kleine Bäume, große Geschichte: Die Entwicklung der Bonsai-Kultur
Leben & Lifestyle

Kleine Bäume, große Geschichte: Die Entwicklung der Bonsai-Kultur

31. Oktober 2026

Von den chinesischen Penjing-Landschaften über den Zen-Buddhismus bis zur weltweiten Verbreitung: Die Geschichte der Bonsai-Kultur ist mehr als ein Dekorationstrend. Sie verbindet jahrhundertealte Philosophie mit…

Hypnose verstehen: Was im Zustand der Trance wirklich passiert
Leben & Lifestyle

Hypnose verstehen: Was im Zustand der Trance wirklich passiert

27. Oktober 2026

Kaum ein Verfahren ist so von Klischees umgeben wie die Hypnose. Bühnenshows, in denen Freiwillige wie ferngesteuert Hühner imitieren, prägen bis heute das Bild. Mit der Arbeit in einer Praxis hat das wenig zu tun. Dort…

Hefepathogen nutzt Inositol trotz Glukose: Rezeptor verknüpft Nährstoffwahl mit Virulenz
Leben & Lifestyle

Hefepathogen nutzt Inositol trotz Glukose: Rezeptor verknüpft Nährstoffwahl mit Virulenz

20. Oktober 2026

Eine Studie in PLOS Biology zeigt, wie ein Inositol-sensitiver Rezeptor bei einer Hefe die Nährstoffnutzung steuert – selbst bei Glukose-Überschuss. Die Entdeckung verbindet Stoffwechsel und Virulenz.

← Zurück zu Leben & LifestyleZur Startseite