Eine "jüdische Mörderkugel"
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Eine "jüdische Mörderkugel"

Bild: Foto: Markus Willimann, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Grünspan, der sofort nach der Tat von der Polizei festgenommen wird, gibt an, er habe das an seinen Eltern begangene Unrecht sühnen wollen. Er war am Vormittag in der deutschen Botschaft erschienen und hatte verlangt, einen der Legationssekretäre zu sprechen. Er wurde in das Zimmer vom Raths gebracht, wo er auf den ihm unbekannten Diplomaten schoss. In der deutschen Presse wird darauf hingewiesen, dass nach dem Attentat auf den NSDAP-Landesleiter in der Schweiz, Wilhelm Gustloff, am 4. Februar 1936 nun schon wieder eine "jüdische Mörderkugel" abgefeuert worden sei. Die Öffentlichkeit wird darauf vorbereitet, dass der Anschlag auf vom Rath Folgen haben werde. So schreiben die "Düsseldorfer Nachrichten" am 8. November: "Es ist selbstverständlich, dass sich diese Empörung gegen das Judentum richten wird, das nach dem Pariser Attentat die schweren Folgen, die sich hieraus ergeben, zu spüren haben wird ... Selbst wenn die polizeilichen Ermittlungen der Pariser Behörden ...die Hintermänner des jüdischen Mörders nicht feststellen sollten, bleibt die Tat keineswegs eine Einzelaktion ..." Am 9. November um 17.30 Uhr erliegt vom Rath seinen schweren Verletzungen. Die Todesnachricht erreicht Adolf Hitler und Joseph Goebbels beim Abendessen auf dem Parteitreffen zum Gedenken an den Putschversuch vom 8./9. November 1923 in München.

Grünspan, der sofort nach der Tat von der Polizei festgenommen wird, gibt an, er habe das an seinen Eltern begangene Unrecht sühnen wollen. Er war am Vormittag in der deutschen Botschaft erschienen und hatte verlangt, einen der Legationssekretäre zu sprechen. Er wurde in das Zimmer vom Raths gebracht, wo er auf den ihm unbekannten Diplomaten schoss. In der deutschen Presse wird darauf hingewiesen, dass nach dem Attentat auf den NSDAP-Landesleiter in der Schweiz, Wilhelm Gustloff, am 4. Februar 1936 nun schon wieder eine "jüdische Mörderkugel" abgefeuert worden sei. Die Öffentlichkeit wird darauf vorbereitet, dass der Anschlag auf vom Rath Folgen haben werde. So schreiben die "Düsseldorfer Nachrichten" am 8. November: "Es ist selbstverständlich, dass sich diese Empörung gegen das Judentum richten wird, das nach dem Pariser Attentat die schweren Folgen, die sich hieraus ergeben, zu spüren haben wird ... Selbst wenn die polizeilichen Ermittlungen der Pariser Behörden ...die Hintermänner des jüdischen Mörders nicht feststellen sollten, bleibt die Tat keineswegs eine Einzelaktion ..." Am 9. November um 17.30 Uhr erliegt vom Rath seinen schweren Verletzungen. Die Todesnachricht erreicht Adolf Hitler und Joseph Goebbels beim Abendessen auf dem Parteitreffen zum Gedenken an den Putschversuch vom 8./9. November 1923 in München.

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