Eine Welt, ein Traum
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Bild: Foto: Basile Morin, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Der Fackellauf: eine "Reise der Harmonie"?

Der Fackellauf: eine "Reise der Harmonie"?

Wenn die Fackel ihre internationale Reise antritt, sind es noch 130 Tage, bis die Spiele beginnen. Am 24. März vor dem Tempel der Hera auf dem griechischen Olymp entzündet, wird sie über eine Distanz von 137.000 Kilometern durch 19 Länder in fünf Kontinenten getragen. Auf dem "Platz des Himmlischen Friedens" überreichte Staatschef Hu Jintao am 31. März dem ersten Träger, der chinesische Hürdenläufer Liu Xiang, die Fackel.

"Boykott" oder "Entpolitisierung" der Spiele?

Antichinesische Unruhen und blutige Aufstände in der tibetischen Hauptstadt Lhasa haben erneut auf die Situation in Tibet aufmerksam gemacht. 1951 hatte Mao die Annexion Tibets vollzogen. Seit 1959 sitzt die Exilregierung des Dalai Lama in Dharamsala (Indien) und bemüht sich um die Autonomie Tibets. Die Haltung der chinesischen Regierung zu Tibet entfachte die Diskussion um die Missachtung der Menschenrechte in China im Allgemeinen. In einigen Ländern fanden Protestaktionen statt. In London und Paris wurde der Fackellauf erheblich gestört, in San Francisco fand er weitgehend abgeschottet statt und in Neu Delhi schützten rund 15.000 Polizisten eine besonders riskante Etappe. Sogar ein Boykott der Spiele stand zur Debatte, wurde aber von den meisten Regierungen mit der Begründung einer nicht gewollten Politisierung der Spiele abgelehnt.

Maßnahmen gegen Doping

Obwohl alle Athleten den Olympischen Eid ablegen und sich damit einem Sport ohne Doping verpflichten, sind die Olympischen Spiele schon häufig von Doping-Skandalen überschattet worden. Gerade die chinesischen Athleten sind bekannt für einen nicht gerade zimperlichen Umgang mit Dopingmitteln. Doch in Peking sollte nun alles anders werden: Mit der Öffnung des olympischen Dorfes am 27. Juli traten sie in Kraft und mit der Abschlussfeier am 24. August 2008 liefen sie aus: die neuen Anti-Doping-Maßnahmen des Olympischen Komitees. Sie beinhalteten u. a. 25 % mehr Kontrollen (anstelle der 3.600 in Athen waren 4.500 vorgesehen). Die ersten fünf jedes Wettbewerbs und weitere zwei Teilnehmer sollten generell kontrolliert werden. Die strengeren Regeln demonstrierten das oberste Gebot der Spiele: das Fairplay.

Wussten Sie schon, ...

  • dass das deutsche Olympia-Team bei der Eröffnungsfeier beim Buchstaben "D" und nicht "G" einlief? Verantwortlich ist der chinesische Name für Deutschland: De Guo.
  • dass 28 Sportarten mit ihren jeweiligen Disziplinen gemeldet waren?
  • dass rund 10.500 Athleten teilnahmen?
  • dass Jacques Rogge, Präsident des Internationalen Olympischen Komitees, 1968, 1972 und 1976 an den Segelwettbewerben der Olympischen Spiele teilgenommen hat?
  • dass die Spiele seit 1988 rauchfrei sind?
  • dass die Fuwa das offizielle Maskottchen der Olympischen Spiele 2008 waren? Fuwa sind fünf Kinderfiguren in den Farben der Olympischen Ringe.
  • dass das Olympiastadion auch "Vogelnest" genannt wird? Die rund 90.000 Zuschauer fassende Stahlkonstruktion fordert diesen Spitznamen geradezu heraus.
  • dass die "8" in China eine Glückszahl ist? Und genau deshalb werden die Spiele am 08.08.2008 in Peking eröffnet.

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